Monatsbericht März 2006

Mit insgesamt 57 Ausfahrten hatte die Feuerwehr Amberg im Vergleich zu den ersten beiden Monaten des Jahres im März ein deutlich gestiegenes Einsatzaufkommen zu bewältigen. Der Grund dieser deutlichen Steigerung ist in den Regenfällen und der Schneeschmelze zu suchen, da ein knappes Drittel der Einsätze in Zusammenhang mit Wasserschäden stand. Aber auch die allgemeine Besorgnis auf Grund der Berichterstattung über die Vogelgrippe führte zu Einsätzen der Feuerwehr.
Bemerkenswert ist auch, dass die Feuerwehr Amberg im Berichtszeitraum zwar zu acht Brandmelderalarmen und 11 Brandsicherheitswachen ausrücken musste, aber zu keinem einzigen „echten“ Brandeinsatz. Die restlichen 38 Einsätze fallen in den Bereich der technischen Hilfeleistung, wobei allein 16 Einsätze wegen zuviel und einer wegen zuwenig Wasser zu Buche stehen.

Das der März der Monat des Wassers werden würde, zeichnete sich bereits beim ersten Einsatz des Monats ab: am 1. März wurde die Einsatzleitzentrale der Feuerwehr Amberg um 6:00 Uhr über Notruf 112 informiert, dass aus einer Wohnung im Dreifaltigkeitsviertel Wasser in die darunter liegenden Wohnungen läuft. Drei Mann der Feuerwehr Amberg waren knapp drei Stunden beschäftigt, um die Wassermengen, die aus einer gelösten Warmwasserverschraubung austraten, aus den Wohnungen und dem Keller zu beseitigen.
Zwischenzeitlich rückten kurz nach 6:30 Uhr weitere drei Mann mit dem Rüstwagen zu einem Verkehrsunfall auf die B85 am Pittersberg aus. Da entgegen der ersten Meldung keine Personen in den beteiligten Fahrzeugen eingeklemmt waren, war ein Eingreifen nicht nötig. Die ebenfalls alarmierten zuständigen Wehren des Landkreises übernahmen die Sicherungsmaßnahmen und die Reinigung der Fahrbahn.

Am Donnerstag, 2.März wurde die Feuerwehr Amberg Kurz vor 11 Uhr zu einer dringenden Türöffnung in die Spitzwegstrasse gerufen. Allerdings war der in der Wohnung befindlichen Person nichts passiert – der gute Schlaf derselben verhinderte, dass Läuten und ähnliche Versuche Erfolge brachten.

Vier Einsätze innerhalb von eineinhalb Stunden – so sieht die Bilanz des Samstag, 4. März aus. Um 14:17 Uhr wurde ein größerer Ölfleck in der Martin-Schalling-Strasse gemeldet, der von vier Mann der Feuerwehr Amberg mit zwei Säcken Ölbinder beseitigt wurde. Auf der Rückfahrt von diesem Einsatz wurde der ausgerückte VLKW gleich zur nächsten Öl-Einsatzstelle weitergeschickt: auf der durchs Stadtgebiet führenden B 85 waren auf mehreren Kilometern Ölflecke verteilt. Um die Kraftfahrer auf diese hinzuweisen, wurden mehrere Warnschilder aufgestellt.
Um 15:23 Uhr wurde dann durch den Rettungsdienst die Drehleiter angefordert, als es galt eine Person aus dem ersten Stock in den Rettungswagen zu verbringen. Ohne den Einsatz von technischem Gerät, aber dafür mit Muskelkraft, unterstützte die Besatzung der Drehleiter die Kameraden des Rettungsdienstes. Als sich die Drehleiter daraufhin bei der Einsatzleitzentrale „auf Rückfahrt!“ meldete, kam umgehend der nächste Einsatzbefehl. Zur Unterstützung des Inspektionsdienstes und eines weitern Kleinfahrzeuges sollte die Drehleiter in die Schwaigerstrasse ausrücken, da sich dort in etwa drei Metern Höhe ein toter Vogel in einem Baum befand. Bei Eintreffen der Drehleiter war er aber bereits mittels einer Stange aus dem Baum geholt und „eingetütet“ worden.

Am Sonntag den 5. März wurde erneut eine dringende Türöffnung Anlass für das Ausrücken der Feuerwehr: in der Friedlandstrasse war eine Frau in ihrer Wohnung gestürzt, und konnte den alarmierten Rettungskräften nicht aus eigener Kraft die Türe öffnen. Über ein Fenster ermöglichten Kräfte der Feuerwehr Amberg den Zugang zur verunfallten Dame, die nach der Versorgung durch den Rettungsdienst ins Klinikum verbracht wurde.

Der einsatzreichste Tag des vergangenen Monats war Donnerstag der 9.März: insgesamt neun Einsätze für die Feuerwehren der Stadt Amberg standen zu Buche. Da auch im Landkreis Amberg-Sulzbach, dessen Feuerwehren ebenfalls durch die Einsatzleitzentrale der Feuerwehr Amberg alarmiert und einsatzbegleitend betreut werden, einige Einsätze anfielen, hatte der Diensthabende in der Zentrale alle Hände voll zu tun.

In der Stadt Amberg fielen neben einer Hilfeleistung für die Stadt Amberg vier Einsätze wegen Wasserschäden in der Gailoher Hauptstrasse, dem Riedweg und Im Drillingsfeld an. Hier waren auch die Stadtteilwehren Gailoh und Karmensölden im Einsatz. Ein Brandmelderalarm aus dem Klinikum kurz vor 20 Uhr wurde ebenfalls durch einen Wasserschaden ausgelöst.
03_01.jpgDer spektakulärste Einsatz dieses Tages führte die Mannschaft des Rüstzuges sowie der Stadtteilwehr Raigering zusammen mit den örtlich zuständigen Wehren aus Lintach und Freudenberg um 17:39 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf die Staatsstrasse 2399. Wegen einer Vorfahrtsverletzung stießen auf der Kreuzung kurz nach Lintach zwei PKW zusammen. Während der Unfallverursacher in seinem Van nahezu unverletzt blieb, wurde sein Gegner in seinem Fiat Kleinwagen eingeklemmt und schwerst verletzt. Da der Verdacht auf Verletzung der Wirbelsäule bestand, wurden mit hydraulischem Rettungsgerät Türe und Dach des Kleinwagens entfernt, um eine schonende Rettung zu ermöglichen.
Eine Brandsicherheitswache im Stadttheater, sowie das Hochziehen der Zugbrücke als erstem Schritt des Hochwasseralarmplans rundeten den Tag ab.

Am folgenden Tag kam dann das Hochwasser, das sich tags zuvor schon abgezeichnet hatte, und führte zu fünf Einsätzen, die überwiegend Absperr- und Sicherungsmaßnahmen – darunter die Verteilung von Sandsäcken – umfassten. Einer dieser Einsätze galt einem Fahrzeugführer, der die Straßensperrung bei Neumühle ignorierte, und mit seinem PKW auf der überfluteten Strasse liegen blieb.

Schwerstarbeit im wahrsten Sinne des Wortes mussten Einsatzkräfte der Feuerwehren Amberg und Rosenberg leisten, als am Sonntag 12. März gegen 10.30 Uhr der Rettungsdienst um Unterstützung bat. Eine Person mit ca. 250 kg Körpergewicht musste von Rosenberg ins Klinikum nach Amberg gebracht werden. Da die Rettungswägen des BRK für den Transport derart schwerer Personen nicht ausgelegt sind, wurde auf den LKW der Feuerwehr Amberg ein Krankenhausbett verladen und dieser zum Krankentransportwagen umfunktioniert. Noch zwei weitere Male kam der LKW im Monat März auf diese Weise zum Einsatz.

Nicht nur ein zuviel an Wasser führte zu Einsätzen der Feuerwehr Amberg, auch ein Einsatz wegen Wassermangels steht in der Statistik. Am 12. März kurz nach 13 Uhr forderte die Feuerwehr Kastl den Abrollbehälter Tank an, um beim Befüllen eines Hochbehälters im Gemeindebereich Unterstützung zu erhalten.

Am gleichen Tag wurde die Stadtteilwehr Ammersricht um 17:17 Uhr zu einem Brandmelderalarm in die Tiefgarage in der Bad Bergzaberner Strasse alarmiert. Ein Eingreifen der Feuerwehr war nicht nötig. Ein aufmerksamer Zeuge konnte den Verursacher benennen.

Zwei Tauben, die durch ein offenes Fenster ins Gebäude flogen, lösten am Montag 20.März um 9:13 Uhr einen Feueralarm aus. Sieben Stunden und 20 Minuten später rückte der Rüstzug neben den zuständigen Wehren des Landkreises zu einem Verkehrsunfall nach Ammerthal aus; da keine Personen in den beteiligten Fahrzeugen eingeklemmt waren, konnte der Rüstzug wieder abrücken.

Am Donnerstag 23. März wurden um 13:06 Uhr durch die Feuerwehr Haselmühl Spezialgerät zum Öffnen von Türen angefordert, um ein Objekt in Theuern, aus dem eine Rauchentwicklung gemeldet war, kontrollieren zu können. Zwei Mann fuhren mit dem Sperrwerkzeug an, brauchten aber nicht mehr tätig werden.

Zwei Fehlalarme durch automatische Brandmeldeanlagen binnen einer Stunde hielten die Kräfte der Feuerwehr Amberg am Sonntag 26. März auf Trab. Um 17:15 Uhr lief ein Alarm aus einem Objekt am Bergsteig auf. Da weder Feuer noch Rauchentwicklung feststellbar war, konnte der Löschzug bereits um 17:44 Uhr wieder auf die Wache einrücken. Drei Minuten später kam dann ein Alarm aus einer Tiefgarage im Stadtwesten. Auch hier fand die ausgerückte Mannschaft kein Feuer vor.

Ein aufgerissener Dieseltank führte am Montag 27. März um 10:36 Uhr zum Einsatz der Feuerwehr. Zwei Mann waren eine gute Stunde beschäftigt, um den ausgelaufenen Kraftstoff zu binden. Eingesetzt wurden unter anderem vier Säcke Ölbindemittel.
Der erneut steigende Pegel der Vils verursachte gegen 22 Uhr mehrere Absperrmaßnahmen im Stadtgebiet; hier waren vier Mann unterwegs.

Eine eingeschlagene Fensterscheibe machte am 28.März kurz nach 23 Uhr den Einsatz der Feuerwehr nötig. Mit einem Fehlalarm durch eine automatische Brandmeldeanlage um 19:47 Uhr sowie dem Verschließen einer Türe um 22:27 Uhr beendete die Feuerwehr Amberg am 31. März einen einsatzreichen Monat.