Monatsbericht Mai 2006

Einen überaus ruhigen Monat Mai verbrachte die Feuerwehr Amberg: fünf Brandeinsätze, drei Fehlalarme durch automatische Brandmeldeanlagen sowie 17 technische Hilfeleistungen und 10 Brandsicherheitswachen summierten sich auf lediglich 35 Einsätze.

Der erste Einsatz für den Löschzug führte am Montag den 08. Mai um 10:05 Uhr in die Regensburger Strasse: über den Notruf 112 war Rauchentwicklung aus einer Dachgeschoßwohnung gemeldet worden. In der Küche hatte der Inhalt einer Pfanne – die auf einem Elektroherd stand – Feuer gefangen, und die Dunstabzugshaube sowie einen Oberschrank in Brand gesetzt. Die Kräfte des Stadtlöschzuges setzten die von Bewohnern begonnenen Löscharbeiten fort. Zur Suche nach versteckten Glutnestern kam die Wärmebildkamera zum Einsatz. Nachdem das Gebäude noch mit dem Lüfter vom Rauch befreit wurde, konnten die letzten Kräfte bereits um 10:38 Uhr die Einsatzstelle wieder verlassen. Aber nicht nur die Feuerwehr war beschäftigt: fünf Bewohner des Hauses wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung durch das BRK ins Klinikum gebracht und mehrere Streifen der Polizei waren im Einsatz um den Verkehr, der durch den Einsatz in unmittelbarer Nähe des Kreisverkehrs erheblich betroffen war, in geordnete Bahnen zu bringen.

Der nächste Brandeinsatz führte am Sonntag 21. Mai um 14:08 Uhr in die Max-Josef-Schule. Der Verstärker einer Lautsprecheranlage schmorte. Die Feuerwehr nahm das Gerät vom Netz und kontrollierte die Umgebung mit der Wärmebildkamera. Dieser Fall zeigt wieder einmal, dass durch die schnelle Brandentdeckung durch eine automatische Brandmeldeanlage, die ein ebenso schnelles Eingreifen der Feuerwehr zur Folge hat, größere Schäden leicht vermieden werden können.

Am Mittwoch den 24. Mai rückte ein Wechselladerfahrzeug mit dem AB „Sonderlöschmittel“ zur Unterstützung der örtlich zuständigen Wehren zum Brand eines LKW-Reifens auf die Autobahn A 6 aus. Da es sich um ein Tankfahrzeug handelte, sollte im Falle eines Falles genügend Schaummittel an der Einsatzstelle sein.

Tags brannte um 18:04 Uhr eine Aschentonne in der Merzstrasse. Mit der Kübelspritze wurde das vermutlich durch eine Zigarette verursachte Feuer in kürzester Zeit gelöscht.

Ein geplatzter Hydraulikschlauch in der Magnesiumanlage der Fa. Guss Auer führte am Mittwoch 31. Mai um 10:28 Uhr zu ca. 500 000 Euro Sachschaden und zum aufwändigsten Einsatz der Feuerwehr Amberg im Monat Mai. Das austretende Öl entzündete sich beim Kontakt mit dem Magnesium, so dass es zum Brand mit starker Rauchentwicklung kam. Mit 300 Kilo Löschpulver sowie mit Spezialsalz, das auf dem AB „Sonderlöschmittel“ sowie bei der Firma Auer vorgehalten wird, wurde der Brand von den Feuerwehren Amberg und Amberg-Ammersricht, die mit insgesamt 35 Mann ausgerückt waren, bekämpft; dabei wurden vier Trupps unter schwerem Atemschutz eingesetzt. Die Löscharbeiten wurden mittels Wärmebildkamera überwacht. Um die verqualmte Werkshalle rauchfrei zu bekommen waren zwei Lüfter im Einsatz.

Neben diesen Brandeinsätzen war die Feuerwehr Amberg dreimal zu Fehlalarmen durch automatische Brandmeldeanlagen unterwegs.

Im Bereich der technischen Hilfeleistung galt es 17 Einsätze abzuarbeiten. Neben zwei Einsätzen wegen toter Vögel und einer Gasmessung im Landkreis wurden zwei vom Wind gefällte Bäume beseitigt. Auch das Verschließen eines Telefonverteilerkastens taucht in der Statistik des Monats Mai auf.

In vier Fällen wurde man zum notfallmäßigen Öffnen von Türen alarmiert, darunter einmal durch die Einsatzleitzentrale der Berufsfeuerwehr Regensburg, bei der sich die Ehefrau eines suizidgefährdeten Mannes gemeldet hatte.

Die meisten THL-Einsätze entfielen aber in den Bereich „Öl“: fünfmal musste man auf das Stichwort „Öl auf Strasse“ bzw. „Öl auf Gewässer“ ausrücken. So musste am Vormittag des Freitag 05. Mai eine Ölspur von der Leopoldkaserne bis zum Kreisverkehr an den Franzosenäckern mit 6 Säcken Ölbinder beseitigt werden. Am Donnerstag den 11.05. verlor ein Bus nach einem Getriebeschaden zwischen dem Park-Allee-Hotel und dem Busbahnhof Öl; zwei Mann der Feuerwehr Amberg waren knapp 1,5 Stunden im Einsatz, um die Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Zweiradfahrer, zu beseitigen.
Am Sonntag 21.05. fischten Einsatzkräfte der Amberger Feuerwehr einen Altölkanister aus dem Fiederbach und setzten eine Ölsperre ein.
Zur Schaufel greifen mussten wiederum zwei Mann der Feuerwehr Amberg am 29. Mai frühmorgens um 01:12 Uhr: bei seiner Fahrt gegen einen Bordstein und einen Baum hatte ein PKW-Fahrer an seinem Fahrzeug die Ölwanne aufgerissen. Knapp 2 Liter liefen in unmittelbarer Nähe der Vils ins Erdreich, welches von der Feuerwehr abgetragen wurde. Durch den Bauhof wurden weitere Maßnahmen getätigt.

Zur Sicherheit von Besuchern und Akteuren stellte die Feuerwehr Amberg bei insgesamt 10 Veranstaltungen im Stadttheater und im ACC eine Brandsicherheitswache.

Auch neben den oben genannten 35 Einsätzen war für die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Amberg einiges zu tun:

Ausbildungsabende für die Züge und die Jugendgruppe, sowie Sonderdienste für Maschinisten, Dienstgrade und Höhensicherung standen auf dem Programm. Die Atemschutzübungsstrecke war ebenfalls an mehreren Abenden belegt.

An der Absicherung der Startstrecke des 22. Landkreislaufes waren Aktive der Feuerwehren Amberg und Amberg-Karmensölden beteiligt, an der Absicherung des Amberger Triathlon die Feuerwehr Amberg-Gailoh.

Neben der Brandschutzerziehung, die im Mai mit drei Terminen zu Buche schlug, ist die Feuerwehr Amberg auch im Bereich der Verkehrsziehung in der Prävention tätig:
Am Vormittag des Freitag 28. Mai waren zwei Mann der Feuerwehr Amberg mit dem Tanklöschfahrzeug an der Max-Josef-Schule, um den ca. 130 Schülerinnen und Schülern der fünf vierten Klassen die Gefahren des so genannten „toten Winkels“ anschaulich zu erläutern. Jedes Kind durfte selbst vom Platz des LKW-Fahrers aus feststellen, dass in diesem Bereich eine ganze Schulklasse stehen kann, ohne gesehen zu werden.





Nicht alltäglich ist der Grund, der im Mai einige Aktive der Wehren Amberg, Amberg-Karmensölden und Amberg-Raigering in die Dr.-Filchner-Str. führte. Die Inhaberin der im Dezember 2004 durch ein Großfeuer zerstörten Sauna Hofmann hatte die am Einsatz beteiligten Einsatzkräfte zu einem kleinen Dankeschön-Fest geladen, bei dem auch Schwimmbad und Sauna "ohne schweren Atemschutz" besucht werden konnten.