Monatsbericht Juli 2006
Einen überaus arbeitsintensiven Monat hat die Feuerwehr Amberg hinter sich. Mit neun Bränden, sechs Brandmeldealarmen, 30 Hilfeleistungen und sieben Sicherheitswachen ein sehr einsatzreicher Juli.
Eine brennende Wickelauflage in der Toilettenanlage im Rathaus setzte am 01. Juli gegen 19 Uhr die Räumlichkeiten unter Rauch. Die Besatzung des Löschgruppenfahrzeug setzte einen Trupp unter Atemschutz und ein Kleinlöschgerät ein um den Brand zu löschen. Mit Hilfe des Drucklüfters wurde die komplette Toilettenanlage vom Rauch befreit. Der Schaden hielt sich durch den raschen Einsatz in Grenzen.
Durch unachtsames Hantieren mit Chlorgasflaschen kam es am Mittwoch, den 05. Juli gegen 9: 30 Uhr im Freibad zu einem Austritt des gefährlichen Gases. Die Bademeister reagierten schnell. Sie schlossen die Türe des Chlorgasraumes, alarmierten die Feuerwehr und betätigten die Sprühflutanlage. Die Badegäste wurden mit Durchsagen gewarnt. Sie sollten nicht das Bad verlassen. Die Mannschaft des ausgerückten Löschzuges, unterstützt durch die Polizei, sperrte die Einsatzstelle ab und schickte zwei Mann in Chemikalienschutzanzügen in den Chlorgasraum vor. Gleichzeitig wurde ein C- Rohr zum Niederschlagen der Dämpfe vorgenommen. Der vorgehende Trupp schloss alle zwölf Gasflaschen und kontrollierte alles auf Dichtigkeit. Eine davon lies sich nicht mehr richtig schließen. Sie wurde mit einer Notfallkappe verschlossen. Bei den sommerlichen Außentemperaturen eine schweißtreibende Arbeit. Vorsichtshalber wurden die Anzüge nach dem Einsatz vor Ort nochmals kräftig mit Wasser gereinigt. Für die Badegäste bestand keinerlei Gefahr.
Am Samstag, den 8.Juli gegen 15 Uhr rückte der Rüstzug zur Unterstützung der Feuerwehren der Gemeinde Kümmersbruck auf die Staatsstraße 2165 aus. Ein 84-Jähriger Rentner kam in der Ortsdurchfahrt Haselmühl auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einem 19-Jährigen PKW-Fahrer zusammen. Dieser junge Mann wurde beim Zusammenstoß schwer in seinen Mitsubishi eingeklemmt. Neben den hydraulischen Rettungssatz der Feuerwehr Haselmühl wurde ein weiterer Satz vom Rüstwagen Amberg vorgenommen. Mit Hilfe eine Rettungszylinder konnte dann der Fahrer patientenorientiert aus dem Fahrzeug gerettet werden und den Rettungsdienst übergeben werden. Die Vilstalstraße musste zeitweilig komplett gesperrt werden. Die Feuerwehren leiteten den Verkehr um und reinigten die Straße.
Am 12. Juli konnte bei einem ausgedehnten Wohnungsbrand am Heckenweg ein 82-Jähriger Bewohner durch die Feuerwehr aus seiner brennenden Wohnung gerettet werden. [ Sonderbericht ]
Pony Charly war der Auslöser für eine größere Rettungsaktion am Abend des 13. Juli in Hohenkemnath. Gegen 20 Uhr brach das Tier in eine mit Holzbohlen abgedeckte Güllegrube. Durch die kleine Öffnung, durch die das Pony in die Grube fiel brachte man das Tier nicht mehr raus. Die Feuerwehren der Gemeinde Ursensollen wurden von der Feuerwehr Amberg bei den Rettungsmaßnahmen unterstützt. Die Güllegrube wurde leergepumpt. Mit Hilfe von einen Presslufthammers und einer Schneidemaschine wurde die Öffnung vergrößert. Ein Be- und Entlüftungsgerät versorgte das Tier in der Grube mit Frischluft. Nach rund zweieinhalb Stunden konnte man mit Hilfe des Ladekranes vom Wechselladerfahrzeug das Pony aus der misslichen Lage befreien. Überglücklich konnte der Besitzer das unversehrte Tier wieder im Empfang nehmen.
Am Dienstag, den 18. Juli gegen 17:15 Uhr rückte der Rüstzug der Feuerwehr Amberg zu einem Verkehrsunfall auf die A6 aus. Dort hat ein 28-Jähriger Audi Fahrer, der einen fahrspurwechselnden LKW ausweichen wollte, die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und fuhr mit voller Wucht in einen auf dem Standstreifen abgestellten Kleinlaster. Der 28-Jährige PKW-Fahrer wurde beim Aufprall sofort getötet. Der Fahrer des Kleinlasters, der wegen einer Panne auf den Standstreifen sich befand wurde vom Fahrzeug erfasst und schwer verletzt. Mit Hilfe der Seilwinde des Rüstwagens zog man das Fahrzeugwrack unter den LKW vor. Die Feuerwehr Ursensollen barg den Audifahrer mit Hilfe eines hydraulischen Rettungssatzes. Die Autobahn musste noch längere Zeit gesperrt bleiben.
Zu einen von der Polizei gemeldete LKW-Reifenbrand auf der Bayreuther Straße rückte am 20. Juli gegen 12 Uhr ein Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Amberg aus. An der Einsatzstelle angekommen stellte man eine Rauchentwicklung fest, die von der Hinterachse her kam. Hier handelt es sich um eine heiß gewordene Bremsanlage. Mit Wasser aus einen C-Rohr kühlte man vorsichtig die Bremsen ab. 
Gerade wieder auf der Wache zurück kam eine erneute Feuermeldung. In Hiltersdorf brennt eine Strohpresse. Das Feuer hat auf ein Feld übergegriffen. Zur Unterstützung der Feuerwehren der Gemeinde Freudenberg rückte das Tanklöschfahrzeug aus. Wiederum eine Stunde später brannte ein Stoppelfeld in der Nähe der Ortschaft Krumbach. Durch den raschen Einsatz der Feuerwehr Amberg, die durch die zuständige Stadtteilfeuerwehr Raigering und einen Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Freudenberg unterstützt wurden, gelang es das Feuer auf die Größe von zwei Fußballfelder zu begrenzen.
Vermutlich durch unachtsamen Umgang mit Feuer kam es am Freitag, den 21. Juli gegen 19 Uhr zu einem Zimmerbrand am Fallweg. Durch das beherzte Eingreifen des Hausmeisters konnte der Schaden gering gehalten werden. Beim Eintreffen des Löschzuges war der Gang im ersten Obergeschoss verraucht. Ein Trupp unter Atemschutz drang in das Zimmer ein und löschte das brennende Sofa rasch ab. Mit Hilfe von zwei Hochdrucklüftern wurde das Gebäude rauchfrei gemacht. Zu einem Böschungsbrand rückte am 25. Juli gegen 13 Uhr das Tanklöschfahrzeug in die Baumannstraße aus. Dort hat sich durch herumliegende Glassplitter eine Grasfläche selbst entzündet. Das Feuer wurde schnell mit einen C-Rohr abgelöscht. Am selben Tag rückte das Löschgruppenfahrzeug zu einem PKW-Brand in die Windthorststraße aus. Auch hier setzte man ein C-Rohr zur Brandbekämpfung ein.
Wie jedes Monat mussten auch im Juli wieder mehre Alarme mit dem Stichwort notfallmäßiges Türöffnen Person in Wohnung beantwortet werden. Viermal mussten Straßen wegen Ölspuren gereinigt werden. In zwei Kindergärten wurden Wespennester entfernt. In Folgen eines Starkregens mussten sechs Keller ausgepumpt werden. Zwei Bäume wurden von Fahrbahnen entfernt. Nach einem Verkehrsunfall mit einem Radfahrer rückte das Tanklöschfahrzeug zur Straßenreinigung aus. Zu weiteren drei Tiereinsätzen rückte die Feuerwehr Amberg im letzten Monat aus. Eine Katze wurde vom Baum geholt und zwei Tierkadaver eingesammelt.
Bei den Brandmeldealarmen handelte es sich wieder meistens um technische Störungen an der Anlage. In einen Fall wurde durch Dampfaustritt der Alarm ausgelöst.
Neben den Sicherheitswachen im ACC und im Stadttheater stellte auch in diesem Jahr die Feuerwehr Amberg-Karmensölden mit einen Tanklöschfahrzeug am Flugfest in Rammershof den Flugbetrieb sicher.
Ergänzende Bilder:
![]() 18. Juli 2006 - VU A6 ![]() 20. Juli 2006 - Krumbach ![]() 13. Juli 2006 - Hohenkemnath Pony Charly |
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