Monatsbericht Januar 2007

Mit 65 Einsätzen war der Einstieg in das neue Jahr deutlich arbeitsreicher als die Vormonate des Jahres 2006. Die Alarmierungen gliedern sich in 3 Feuer, 35 technische Hilfeleistungen, 5 Einsätze aufgrund ausgelöster Brandmeldeanlangen sowie 22 Sicherheitswachen im ACC und im Stadttheater.

Vorsichtig war die Amberger Bevölkerung offensichtlich auch an diesem Jahreswechsel: Die Kräfte der Wehr mussten in der Silvesternacht zu keinem Einsatz ausrücken.
Den ersten Einsatz des Jahres bestritt am Neujahrstag die Stadtteilwehr Amberg-Gailoh. Beider Atzlricht galt es einen umgestürzten Baum zu beseitigen.
In den darauffolgenden Tagen war das Kleinalarmfahrzeug dreimal gefordert, um Beamten der Polizei bzw. den Kräften des Rettungsdienstes Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen. In zwei Fällen kam dabei für die betroffenen Personen jede Hilfe zu spät.

Feuerwehr Amberg - Unfall B85
Reinigen der Verkehrsfläche nach VU (Verkehrsunfall)

Am frühen Nachmittag des 16.Januars ereignete sich auf der Bundesstraße 85 bei der Auffahrt zur A 6 ein schwerer Verkehrsunfall. Die Besatzungen des Rüstwagens und des Kommandowagens sowie die Wehren der Gemeinde Kümmersbruck mussten hier jedoch nicht mehr tätig werden und auch das Löschgruppenfahrzeug konnte noch auf der Anfahrt wieder umkehren.

Etwa zwei Stunden später galt es einen Einsatz der kurioseren Art abzuarbeiten: In der Batteriegasse wurde eine Frau angefahren, welche beim Sturz ihre Einkäufe hatte fallen lassen. Das aus einer Flasche ausgetreten Sirup band die Besatzung des Kleinalarmfahrzeuges mit Hilfe des Ölbindemittels und reinigte die Fahrbahn.



Feuerwehr Amberg - Sturmschäden
Beseitigung von Strumschäden
Dunkle Wolken, extreme Unwetter-warnungen und Schulfrei kündigten am 18.Januar das Orkantief Kyrill an. Obwohl die Ausmaße des Unwetters weniger schlimm als zunächst angenommen waren, wurde auch die Feuerwehr Amberg in dieser Nacht 13 mal auf den Plan gerufen. Dabei mussten unter anderem umgestürzte Bäume beseitigt und lose Dach- und Fassadenteile gesichert werden. Hervorzuheben ist dabei ein kurioser Irrtum eines Meldenden, der die Feuerwehr verständigte, weil sich an einem Gebäude in der Marienstraße ein Mast geneigt hätte und auf das Gebäude zu stürzen drohe.
Die angerückten Kräfte des Rüstwagens konnten diesen "schiefen Mast" allerdings als Teil der Architektur des Geschäftsgebäudes ausmachen. Auch die Stadtteilfeuerwehr Amberg-Ammersricht war in dieser Nacht im Einsatz.
Noch am Tag danach waren im Stadtgebiet fünf sturmbedingte Einsätze abzuarbeiten.Von der Einsatzzentrale, die in dieser stürmischen Nacht zeitweise mit bis zu 4 Mann besetzt war, wurden knapp 200 Einsätze in der Stadt und im Landkreis alarmiert und disponiert.

Feuerwehr Amberg - Rettungstrupp
Sicherheitstrupp in Bereitschaft
"Zimmerbrand in Engelsdorf" lautete die Alarmmeldung in den Mittagsstunden des darauffolgenden Samstag, mit welcher der diensthabende Zentralist den Löschzug der Feuerwehr Amberg und die Wehren der Gemeinde Kümmersbruck alarmierte. Hier hatte vermutlich Funkenflug neben einer Heizung gelagertes Gut in Brand gesetzt und den Heizungsraum in Mitleidenschaft gezogen.
Etwa drei Stunden später wurde der Löschzug wiederum zu einem Zimmerbrand alarmiert. Diesmal brannte eine Küche in der Rektor-Wutz-Straße in Kümmersbruck. Auch hier wurden die Kräfte der Gemeindewehren Kümmersbruck unterstützt und das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht.
Das von diesem Einsatz auf Rückfahrt befindliche Löschgruppenfahrzeug wurde zusammen mit dem diensthabenden Zugführer noch vor Einrücken in die Wache zu einem Feueralarm einer automatischen Brandmeldeanlage in die Drathammerstraße geschickt. Vor Ort konnte der Feueralarm glücklicherweise schnell als Fehlalarm eingestuft werden.

Feuerwehr Amberg - Wärmebildkamera
Kontrolle der Brandstelle mit der Wärmebildkamera
Am 21.Januar wurde die Stadtteil- feuerwehr Amberg-Ammersricht dreimal alarmiert, um umgestürzte Bäume am Langangerweg zu beseitigen.

Zwei Mann rückten an diesem Nachmittag aus, um einen toten Schwan am Kurfürstenring zu beseitigen. Die anhaltenden starken Windböen lockerten an der Fachhochschule ein Dachteil auf etwa 10 Meter Länge, das mit der Drehleiter am selben Nachmittag gesichert wurde.

Nach dem Sturm der Schnee: Die heftigen Schneefälle und das daraufhin einsetzende Tauwetter bildeten am Dach eines Gymnasiums ein Scheebrett, das direkt auf den Bereich des Haupteingangs zu stürzen drohte. Um die Schüler nicht zu gefährden, brachten drei Kräfte am Mittag des 26.Januar den Schneeüberhang mit Hilfe der Drehleiter künstlich zum Absturz.
Gegen 15.30 Uhr des gleichen Tages geriet ein PKW auf der B 299 zwischen Amberg und Ursensollen in Brand. Das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Amberg unterstützte die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Ursensollen bei den Löscharbeiten.

Am letzten Tag des Monats konnte sich das neu in Dienst gestellte Kleinalarmfahrzeug bei seinem "Premiere-Einsatz" beweisen: Nach einem Verkehrsunfall in der Fuggerstraße galt es, ausgelaufenes Öl zu binden und die Unfallstelle zu räumen.

Neben den bereits erwähnten Türöffnungen musste das Kleinalarmfahrzeug in diesem Monat zwei weitere Male zu solchen Einsätzen ausrücken und es waren noch weitere kleinere technische Hilfeleistungen zu bewältigen.