Monatsbericht Februar 2007

Nach einem stürmischen Januar ließ es der Monat Februar dann doch wieder etwas ruhiger angehen. 29 Einsätze waren im vergangenen Monat zu verzeichnen. 12 Einsätze im Bereich technische Hilfeleistung waren ebenso abzuarbeiten wie sieben Brandeinsätze und 10 Sicherheitswachen in ACC und Stadttheater.

Am 02. Februar um 05:56 Uhr wurde durch die automatische Brandmeldeanlage in einem Altenheim am Haager Weg ein Feueralarm gemeldet. Als auslösende Ursache konnte kurz nach Eintreffen des Löschzuges ein defekter Handdruckknopfmelder festgestellt werden. Bereits nach 10 Minuten rückte man wieder von der Einsatzstelle ab.

Der erste Rüstzug-Einsatz fand am 03. Februar um 01:05 Uhr statt. „Schwerer Verkehrsunfall – eine Person eingeklemmt“ so lautete die Alarmmeldung. Ein Pkw-Fahrer kam, laut Polizeibericht, nach dem er die Speckmannshofer Kreuzung überquerte vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit mit seinem Auto auf der Katharienenfriedhofstraße ins schleudern und prallte mit der Beifahrerseite gegen eine Gartensäule. Dadurch wurde die Mitfahrerin zwischen Beifahrersitz und Rücksitzbank eingeklemmt. Nach Erstversorgung durch den Notarzt konnte die leicht verletzte Frau dann mittels hydraulischen Rettungszylinder befreit und dem BRK übergeben werden. Weiterhin wurde die Unfallstelle ausgeleuchtet und abgesichert.


Am 05.02. rückte ein Löschgruppenfahrzeug zu einer Nachsicht in die Gerresheimer Straße aus. Eine aufgeregte Anruferin teilte mit, dass Rauch aus der Kamintüre dringt obwohl der Ofen bereits seit längerer Zeit aus war. Nach Kontrollgang mit der Wärmebildkamera war schnell klar dass keine akute Gefahr mehr bestand. Da es sich vermutlich um einen erloschenen Kaminbrand handelte wurde der zuständige Bezirkskaminkehrermeister verständigt und man konnte ohne weitere Maßnahmen von der Einsatzstelle wieder abrücken.

Zu einem größeren Einsatz kam es dann am selben Tag um 22:32 Uhr. Ein Nachbar des Bürgerspitals meldete ein Feuer in besagtem Altenheim.
Der diensthabende Disponent alarmierte alle Funkmelderschleifen der FF Amberg, so dass der Löschzug verstärkt mit einem Tanklöschfahrzeug ausrücken konnte. Nach Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges war bereits ein Feuerschein aus dem hinteren Gebäudetrakt sichtbar. Eine Nachtschwester teilte mit, dass sich in dem betroffenen Gebäudeteil noch vier Personen befinden. Zur Rettung dieser Personen war ein massiver Einsatz an Atemschutzgeräteträgern erforderlich. Es konnten alle vier Heimbewohner binnen kürzester Zeit gerettet werden. Ein 97-jähriger verstarb jedoch einen Tag später im Klinikum.

Am 15.02. kam es gegen 06:00 Uhr auf der AS 30 zwischen Raigering und Immenstetten, an der Abzweigung zum Bienenhof zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Pkw-Fahrer der in Richtung Raigering unterwegs war hatte sich im Fahrbahnverlauf geirrt. Als er seinen Fehler bemerkte und sein Fahrzeug zurück auf die rechte Fahrbahn steuern wollte kam es zu einer Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Dabei wurde ein Beteiligter eingeklemmt und musste mittels hydraulischen Rettungsgeräten aus seinem Pkw befreit werden. Der Amberger Rüstzug unterstützte zusammen mit der FF Raigering die zuständigen Feuerwehren Freudenberg, Immenstetten und Aschach.

Zur dringenden Türöffnung war man am 17.02. um 07:57 Uhr durch die Rettungsleitstelle angefordert worden. Eine RTW-Besatzung stand in der Von-der-Sitt-Straße vor verschlossenen Türen. So rückte das Klaf (Kleinalarmfahrzeug) von der Wache aus. Nach nicht einmal zehn Minuten hatte man die Türe geöffnet und das BRK konnte dem Patienten helfen. Bevor man die Einsatzstelle wieder verließ half man dem Rettungsdienst noch beim Abtransport der Person.

Am 18.02 wurden um 13:17 Uhr erneut Einsatzkräfte der Feuerwehr Amberg vom Disponenten zu einem Brandeinsatz alarmiert. Aus der Egerer Straße ging die Meldung ein, dass aus der Garage neben dem Wohnhaus Rauch austreten würde. Durch das wenige Minuten später an der Einsatzstelle eingetroffene Löschgruppenfahrzeug konnte nach Erkundung durch den Gruppenführer festgestellt werden dass es sich bei der vermeintlichen Rauchentwicklung um Wasserdampf handelte. Dieser war durch eine defekte Dichtung an der auf dem Dach der Garage installierten Solaranlage ausgetreten. Der Schaden konnte durch den Besitzer selbst repariert werden.

Etwa drei Stunden später kam es auf der Staatsstraße 2120 zwischen Hahnbach und Kötzersricht zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 87-jähriger der in Richtung Amberg unterwegs war leitete auf Höhe der Bushaltestelle ein Wendemanöver ein, ohne dabei auf den nachfolgenden Verkehr zu achten. So kollidierte ein nachfolgender Opel mit dem Citroen des 87-jährigen. Die Fahrzeuge waren mit jeweils zwei Personen besetzt. Alle vier wurden zum Teil schwer verletzt. In beiden Fahrzeugen war jeweils eine Person eingeklemmt. Die Feuerwehren aus Hahnbach, Traßlberg und Kötzersricht wurden durch die Feuerwehr Amberg mit einem RW 2 (Rüstwagen), der Stadtteilwehr Ammersricht und dem diensthabenden Zugführer unterstützt. Nach dem die Personen befreit waren konnten die Kräfte aus Amberg nach ca. einer Stunde wieder abrücken.

In den Abendstunden des 18.02 lief in der Zentrale der Feuerwehr Amberg ein Feueralarm durch die Brandmeldeanlage des städtischen Klinikum ein. Auf Grund dessen wurde der Löschzug alarmiert. Bereits nach wenigen Minuten war die Ursache allen Übels gefunden. In einem Stationszimmer führte ein technischer Defekt einer Mikrowelle kurzzeitig zu einer Rauchentwicklung die den dort installierten Rauchmelder den Feueralarm auslösen lies. Der Rauch hatte sich bereits vor Eintreffen des erkundenden Gruppenführers verflüchtigt. So war es ausreichend ein Fenster zu öffnen und die Brandmeldeanlage wieder zurückzustellen. Eine Gefahr für Patienten bestand zu keiner Zeit.

Erneut führte die Meldung eines Zimmerbrandes am 25.02. um 14:04 Uhr zur Alarmierung aller Funkmelderschleifen der FF Amberg. Der Löschzug konnte jedoch von der Einsatzstelle in der Barbarastraße ebenso schnell wieder abrücken wie er eingetroffen war. Bei dem Zimmerbrand handelte es sich lediglich um einen Tischgrill auf dem Balkon der, ebenso wie die umstehende Deko, in Flammen aufging. Das Feuer war bereits vor Eintreffen des Löschzuges gelöscht. Die Wohnungsinhaber wollten den sonnigen Tag zum Essen an der „frischen“ Luft nutzen. Mit einem saftigen Steak vom Grill wurde es jedoch nichts mehr.

Am 26.02. war die Amberger Wehr erneut gefordert. Bei einem Verkehrsunfall war ein Pkw nach einem Ausweichmanöver in Höhe der KWK gegen einen Laternenmast geprallt. Dieser konnte der Wucht nicht standhalten und geriet in Schieflage. Deshalb rückt gegen 19:50 Uhr der RW 2 mit drei Mann Besatzung zur Unfallstelle aus. Dort wurde zunächst die Unfallstelle ausgeleuchtet und nach Bergung der beteiligten Fahrzeuge der Lichtmast mit einem Motortrennschneider abgesägt damit der Verkehr auf der Nürnberger Straße wieder ungehindert und ungefährdet fließen konnte.

Über die Einsatzzentrale der Polizeidirektion Amberg ging am 28.02. gegen 11:50 Uhr die Mitteilung über einen Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf der „alten Strecke“ zwischen Theuern und Ensdorf bei der Kläranlage ein. Ein Pkw war von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich überschlagen. Zu den zuständigen Feuerwehren aus Ensdorf, Theuern, Haselmühl, Ebermannsdorf und Wolfsbach wurde die Amberger mit dem RW2 und einem Kommandofahrzeug alarmiert. Der Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten war jedoch nicht erforderlich, da entgegen der Meldung niemand mehr im Pkw eingeklemmt war. So konnten die Kräfte aus Amberg kurze Zeit später wieder abrücken und zur Wache zurückkehren.