Monatsbericht Mai 2007
Im Monat Mai waren durch die Kräfte der Feuerwehr Amberg insgesamt 48 Einsätze zu bewältigen. Zu sechs Bränden, fünf Alarmen durch automatische Brandmeldeanlagen, 19 Hilfeleistungen und 18 Sicherheitswachen in Stadttheater, ACC und auf der Amberger Frühlingsdult wurde man gerufen.
Gegen 1:00 Uhr am 05. Mai wurde der Feuerwehreinsatzzentrale Amberg ein brennender Müllcontainer in der Regierungsstraße gemeldet. Mit einem Löschgruppenfahrzeug rückte man zu diesem Einsatz aus. Der in Vollbrand stehende Mülleimer, der sich gegenüber einer Konditorei befand, konnte binnen weniger Minuten gelöscht werden.
Mit einem echt „tierischen“ Einsatz war man am 10. Mai gegen 08:00 Uhr in der Max-Schlosser-Straße beschäftigt. Eine Katze hatte sich wohl etwas in ihrer Körperfülle verschätzt, so dass sie beim Durchschleichen eines gekippten Fensters in diesem stecken blieb. Mit der Drehleiter und zwei Mann Besatzung konnte man die Katze unverletzt aus ihrer sprichwörtlich verzwickten Lage retten und den Besitzern unverletzt übergeben.
Gerade sieben Stunden später erreichte die Einsatzzentrale der Feuerwehr Amberg über 112 die Meldung über einen Zimmerbrand in der Paradiesgasse. Die Information dass sich in der Wohnung noch ein Kind befinden soll steigerte die Brisanz dieses Einsatzes. Sofort wurden vom diensthabenden Disponenten alle Wechselschleifen der Amberger Wehr alarmiert. Binnen weniger Minuten rückte der Löschzug in die beengte Altstadt aus. Bei Eintreffen des ersten Fahrzeuges an der Einsatzstelle konnte nach Erkundung des Gruppenführers schnell Entwarnung gegeben werden. Durch das beherzte eingreifen eines Nachbarn, der mittels eines Pulverlöscher das Feuer bereits löschen konnte, war ein Löscheinsatz durch die Feuerwehr nicht mehr von Nöten. Jedoch musste der Drucklüfter eingesetzt werden um das Gebäude zu entrauchen. Mit der Wärmebildkamera kontrollierte man den Brandraum noch auf Glutnester. In der Küche der Wohnung im zweiten Stock war die Dunstabzugshaube in Brand geraten. Die Meldung dass sich noch ein Kind in der Wohnung befinden solle bewahrheitete sich Gott sei Dank nicht. Jedoch musste die Bewohnerin vom Rettungsdienst, welches bei solchen Einsätzen parallel zur Feuerwehr mitalarmiert wird, versorgt werden.
Zum dritten und letzten Einsatz an diesem Tag rückte das Kleinalarmfahrzeug mit zwei Mann Besatzung um 23:55 Uhr in die Dreifaltigkeitsstraße aus. Eine ältere, männliche Person war in der Wohnung gestürzt und konnte alleine nicht mehr aufstehen. Die Besatzung des Einsatzfahrzeuges öffnete die Wohnungstüre so dass der Rettungsdienst den verletzten rasch versorgen konnte.
Durch die Einsatzzentrale der Polizeidirektion Amberg wurde am 14. Mai mitgeteilt dass ein Mitarbeiter eines städtischen Entsorgungsbetriebes in das Presswerk seines Müllfahrzeuges geraten war. Um 08:56 Uhr rückten der Kommandowagen und der Rüstwagen zum Unglücksort am Fallweg aus. Die Lage vor Ort war kritisch. Nach dem der 50-jährige Mitarbeiter auf Grund technischer Probleme in die Mulde gestiegen war setzte sich die Presse, trotz betätigter Sicherheitseinrichtung, in Gang. Dabei wurde der Fuß des Arbeiters eingeklemmt. Zunächst musste das Presswerk gegen weiteres Zufahren gesichert werden. Anschließend suchte man nach einer Lösung um den Eingeklemmten zu befreien. Als Berater stand der Einsatzleitung vor Ort ein Monteur der Entsorgungsfirma zur Verfügung. Man entschloss sich dazu, die fahrzeugeigene Steuerung des Müllautos zu benutzen. Nach dem die Presse zurückgesetzt war konnte der Verletzte durch das BRK zunächst ins Klinikum Amberg transportiert und später mit dem Hubschrauber in die Unfallklinik nach Murnau geflogen werden. Den Fuß des 50-jährigen konnte man trotz aller Bemühungen leider nicht retten.
Am 15. Mai kam es gegen 16:30 Uhr in einem Magnesium verarbeitenden Betrieb im Stadtteil Ammersricht zu einem Brand. In einer Gussmaschine war ein Feuer ausgebrochen. Von der Einsatzzentrale der Amberger Wehr wurden umgehend die zuständige Stadtteilwehr Ammersricht und Kräfte der Hauptwache mit Kommandowagen, Löschgruppenfahrzeug und einem Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter-Sonderlöschmittel alarmiert.
Bei Eintreffen der ersten Kräfte am Einsatzort war das Feuer bereits aus. Mitarbeiter des Betriebes konnten mit einem speziellen Löschsalz den Brandherd abdecken und so die Flammen ersticken. Vor Ort wurde die Temperatur der Gussmaschine kontrolliert. Da diese bereits zu sinken begann und die Gefahr eines erneuten Aufflammen abnahm wurde die Feuerwehr Ammersricht zur Sicherheitswache abgestellt. Nach dem eine Stunde lang die Temperatur stetig gesunken war konnte man von der Einsatzstelle wieder abrücken.
Am Abend, gegen 20:35 Uhr schlug die automatische Brandmeldeanlage der Tiefgarage am Ziegeltor Alarm. Mit einem Löschgruppenfahrzeug rückte man dorthin aus. Der erkundende Gruppenführer hatte die Ursache für den Alarm schnell gefunden. Im Untergeschoss wurde ein Handdruckknopfmelder eingeschlagen. Nachdem die Einsatzstelle einem Verantwortlichen übergeben wurde konnte die Mannschaft wieder zur Wache zurückkehren.
Der 17. Mai versetzte die Einsatzkräfte der Amberger unter hohe Anspannung als es in der Alarmmeldung gegen 14:05 Uhr hieß: „Kind in Drehtüre eingeklemmt!“. Im städtischen Klinikum war ein Kind am Haupteingang mit dem Fuß unter die elektrischbetriebene Drehtüre geraten und wurde dabei eingeklemmt. So rückte der Rüstzug unter Leitung des diensthabenden Zugführers zur Einsatzstelle aus. Die Drehtüre, unter der das Kind mit dem Fuß eingeklemmt war, wurde mittels Hebekissen angehoben und mit Rüsthölzern untergebaut so dass die Türe nicht zurückfallen konnte. Die Schwierigkeit bei dieser Rettungsaktion war die Türe so weit anzuheben um den Fuß des Kindes zu befreien jedoch ein Bersten der, weitestgehend aus Glas bestehenden, Türe zu verhindern. Nach dem das Kind befreit war wurde es von Klinikpersonal medizinisch versorgt. Die Verletzungen waren, Gott sei Dank, nur leichter Natur.
Am 18. Mai gegen 13:00 Uhr ging über Notruf 112 bei der Einsatzzentrale die Mitteilung über einen Kellerbrand am Raigeringer Weg in Moos (Gde. Kümmersbruck) ein. Unmittelbar wurde Alarm für die zuständigen Landkreisfeuerwehren Kümmersbruck und Haselmühl sowie für die Feuerwehr Amberg ausgelöst. Ebenso wurden Rettungsdienst und Polizei verständigt. In einem Werkstattraum im Keller des Hauses war, vermutlich auf Grund von Schweißarbeiten, ein Feuer ausgebrochen welches sich bereits auf den Gang ausbreitete. Zunächst wurde das Feuer durch einem Atemschutztrupp mit einem C-Rohr bekämpft, während ein zweiter Trupp unter schweren Atemschutz das stark erhitze und verrauchte Treppenhaus kontrollierte und durch öffnen der Fenster zusammen mit dem Einsatz des Drucklüfters für den Rauch- und Wärmeabzug sorgte. Im Anschluss wurde ein zweites C-Rohr zur Brandbekämpfung eingesetzt. Beide Trupps mussten unter erhöhter Vorsicht vorgehen da in dem betroffenen Raum immer wieder Spraydosen explodierten. Weiterhin befand sich dort die elektrische Versorgungsleitung für das Haus. Diese musste durch die verständigte EON Bayern frei geschaltet werden da es dort immer wieder zu Funkenüberschlägen kam. Nicht ganz drei Stunden später waren die Nachlöscharbeiten abgeschlossen und das letzte Fahrzeug konnte die Einsatzstelle verlassen.
Einen Tag später war gegen 7:45 Uhr erneut der Einsatz des Löschgruppenfahrzeugs der Amberger Wache gefragt. Eine aufgeregte Anruferin teilte mit, dass es bei ihr in der Küche raucht. So rückten sechs Mann Besatzung in die Zeppelinstraße aus. Die Ursache war schnell gefunden. Der 3-jährige Nachwuchs schaltete den Elektroherd ein. Ein darauf liegendes Kleidungsstück fing zu schmoren an. Mit dem Drucklüfter sorgte man für „frischen Wind“ und mit der Wärmebildkamera kontrollierte man noch den Bereich um den Ofen. Einen größeren Schaden oder Verletzte gab es nicht.
Ein nicht alltäglicher Einsatz war am frühen Abend des 21. Mai zu bewältigen. Gegen 17:15 Uhr forderte die Rettungsleitstelle Amberg den Versorgungs-LKW der Feuerwehr Amberg an. Zwei Mann rückten mit dem Fahrzeug zunächst zur Notaufnahme des Klinikum St. Marien aus um dort ein Klinikbett aufzunehmen. Im Anschluss führte der Weg samt Bett in den Stadtteil Gailoh um eine etwa 200kg schwere Person in die Notaufnahme zu transportieren.
Auf Grund der Körperfülle war ein Transport mit der Trage des Rettungswagens nicht möglich. Drei ausgerissene Hasen hielten am 25. Mai gegen 13:30 Uhr die Stadtteilwehr Ammersricht auf Trab. Jedoch doch waren die Einsatzkräfte geschickter und die Ausdauer doch größer als die der schnellen Vierbeiner. Binnen 20 Minuten konnten die drei „Flüchtigen“ wieder eingefangen und den Besitzern übergeben werden.
19. Mai, 19:18 Uhr. Brand einer Maschinenhalle, Weinberg in Aschach (Gde. Freudenberg). Der diensthabende Beamte in der Einsatzzentrale löste nach Eingang des Notrufes Alarm für die Feuerwehren Aschach, Lintach, Freudenberg sowie für Feuerwache in Amberg und die Stadtteilwehr Raigering aus. In einem landwirtschaftlichen Anwesen war eine Maschinenhalle in Brand geraten. Bei Eintreffen der ersten Kräfte stand das Gebäude, in dem im oberen Stockwerk Heu und Stroh eingelagert war, bereits in Vollbrand. Mit Insgesamt fünf Rohren wurde das Feuer bekämpft. Jedoch konnte das Ausbrennen des Gebäudes nicht mehr verhindert werden.
Ein Übergreifen auf andere Gebäude konnte aber verhindert werden. Die örtlich zuständigen Feuerwehren wurden von der Stadtteilwehr Raigering und der Feuerwehr Amberg mit dem Löschzug und einem Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter-Tank unterstützt. Insgesamt dauerte der Einsatz sechs Stunden.
Der letzte Einsatz im Monat Mai wurde am 31. Mai um 06:45 Uhr abgearbeitet. Über die Einsatzzentrale der Polizeidirektion Amberg wurde ein brennender Müllcontainer in der Nähe des Wachhäuschens am Dultplatz mitgeteilt. Das Feuer konnte mittels eines C-Rohrs schnell gelöscht werden. Nach einer halben Stunde konnte die sechs Mann Besatzung wieder zur Wache zurückkehren.
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