Monatsbericht Juli 2007
Der Monat Juli brachte für die Feuerwehr Amberg insgesamt 34 Einsätze. Besonderheit an diesem Monat ist, dass 24 von 34 Einsätzen zur Nachtzeit (17 – 7 Uhr) und an Wochenendtagen zu bewältigen waren. Neben 19 technischen Hilfeleistungen waren 10 Brandeinsätze und fünf Sicherheitswachen. Unter anderem sorgte man am Amberger Fliegerfest für die Sicherheit der am Luftsport interessierten Besucher.
Der erste Einsatz im Monat stand am 01. Juli gegen 03:00 Uhr auf dem Plan. In einem Kunststoff verarbeitenden Betrieb im IG Nord konnte der Rettungsdienst auf Grund einer technischen Panne am Betriebstor nicht auf das Betriebsgelände einfahren. Mit handwerklichem Geschick konnten zwei Mann vor Ort weiterhelfen und der Rettungsdienst konnte den Verletzten dann ungehindert abtransportieren.
Am 06.07. unterstützte man das BRK in der Hockermühlstraße. Eine ältere Person die vom Rettungsdienst versorgt wurde konnte übers Treppenhaus nicht transportiert werden. So rückten gegen 20:40 Uhr zwei Mann mit der DLK18-12 (Drehleiter) zur Einsatzstelle aus. Mit einer speziellen Tragenhalterung konnte der Verletzte über die Drehleiter aus dem 3. OG sicher zu Boden gebracht und in den Rettungswagen eingeladen werden.
Ziemlich genau 24 Stunden später alarmierte der diensthabende Beamte der Einsatzzentrale die Kräfte der Feuerwehr Amberg wegen eines Feueralarms in einem Amberger Museum in der Altstadt. Der dazu ausgerückte Löschzug (KdoW, 2 LF16/12, DLK18-12) konnte jedoch 20 Minuten später unverrichteter Dinge wieder abrücken. In der Anlage war ein technischer Fehler aufgetreten. Fehlalarm.
Im Rahmen der Amtshilfe unterstützte man am 12.07. um 19:00 Uhr die Polizeiinspektion Amberg in der Luitpoldstraße. In einem Anwesen wurde ein Unglücksfall vermutet. Mit dem KlaF (Kleinalarmfahrzeug) rückten drei Mann Besatzung dorthin aus. Mittels Spezialwerkzeug konnte man binnen weniger Minuten die Wohnungstüre öffnen. Die schlimmsten Befürchtungen wurden wahr. Die Person konnte leider nur noch tot in der Wohnung aufgefunden werden.
In den Nachmittagsstunden des 14.07. ereignete sich kurz vor 15:00 Uhr auf der BAB 6 – Ausfahrt Amberg-West ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Lkw der US-Armee. Der Truck hatte sich vermutlich auf Grund überhöhter Geschwindigkeit überschlagen und der Beifahrer wurde unter der Zugmaschine eingeklemmt. Zur Unterstützung der zuständigen Feuerwehr Ursensollen wurde der Rüstzug (KdoW, 2 LF16/12, 1 RW2) der Feuerwehr Amberg mitalarmiert, der innerhalb weniger Minuten zusammen mit dem diensthabenden Zugführer ausrückte. Nur mit dem Einsatz von schwerem technischen Gerät konnte der Beifahrer aus seiner misslichen Lage befreit werden. Weiterhin mussten etwa 100 Liter Kraftstoff umgefüllt und bereits ausgelaufener Kraftstoff abgebunden werden.
Über Notruf erreichte die Einsatzzentrale der Feuerwehr Amberg am 15.07. gegen 22:00 Uhr die Mitteilung, dass am Brunnweg eine Person im Badezimmer zusammengebrochen sei. Sofort ließ der Disponent das KlaF (Kleinalarmfahrzeug) mit zwei Mann zur Einsatzstelle ausrücken. Vor Ort konnte man mittels einer Leiter über das geöffnete Badfenster in die Wohnung gelangen. Nachdem man die Zimmertüre aus den Angeln hob konnte die Person vom mitalarmierten Rettungsdienst versorgt und ins Klinikum gebracht werden.
Vier Tage später erreichte die Feuerwehr Amberg ein Notruf aus dem Lenbachweg in Amberg. Eine aufgeregte Anruferin teilte mit, dass aus dem Waschraum im Keller rauchen kommen würde. Unmittelbar darauf ließ der Beamte der Einsatzzentrale ein Löschgruppenfahrzeug ausrücken. Der Gruppenführer konnte kurz nach dem Eintreffen leichten Rauch aus dem Keller feststellen und ließ einen Trupp unter Atemschutz in den Kellerraum vorrückten. Die Ursache allen Übels war schnell gefunden. Eine Waschmaschine war auf Grund eines technischen Defekts in Brand geraten und hat auch den Nebenstehenden Wäschetrockner in Mitleidenschaft gezogen.
Bei Betreten des Brandraumes durch den eingesetzten Trupp war dass Feuer bereits erloschen. So reichte es mit ein paar Wasserstößen das Brandgut abzulöschen und mit dem Drucklüfter das Gebäude zu Entrauchen.
Am 19.07. war gegen 22:50 Uhr der Einsatz des Löschzuges (KdoW, 2 LF16/12, DLK23-12) der Feuerwehr Amberg von Nöten, als ein Feueralarm der automatischen Brandmeldeanlage eines Verbrauchermarktes die Einsatzzentrale erreichte. Doch ein Feuer suchte man vor Ort vergebens. Die Anlage hatte ohne erkennbaren Grund ausgelöst. So konnte der Einsatzleiter die Meldung „Fehlalarm“ an die Einsatzzentrale übermitteln und der Löschzug wieder zur Wache zurückkehren.
Am 22.07. fand in Amberg das alljährliche Kinderbürgerfest statt. Am Nachmittag beschloss ein, wohl abenteuerlustiges, Kind seinen Besuch auf dem Fest ohne seine Eltern fortzusetzen, was zunächst die Polizei auf den Plan rief. Gegen 17:00 Uhr bat man dann die Feuerwehr Amberg um personelle Unterstützung bei der Suche nach dem Mädchen. Da auch die Amberger Wehr auf dem Kinderfest vertreten war wurden kurzer Hand die eingesetzten Helfer zum Einsatz abgezogen und in die Personensuche, unter Leitung der Polizei, mit eingebunden. Bereits nach 45 Minuten konnte der Einsatz abgebrochen werden. Das kleine Mädchen war alleine zu seinen Eltern zurückgekehrt.
In Rauschenhof bei Vilseck kam es am Vormittag des 26.07. zu einem Großbrand in einem Landwirtschaftlichen Anwesen, zu dem die Feuerwehr Amberg mit einem Wechselladerfahrzeug und dem Abrollbehälter-Tank zur überörtlichen Löschhilfe ausrückte. Die zuständigen Feuerwehren aus Vilseck, Gressenwöhr, Schlicht, Sorghof, Freihung, Schönlind und Sigl kämpften von Beginn an mit der mangelhaften Löschwasserversorgung so dass weiterhin die Feuerwehren aus Hahnbach und Hirschau zur Unterstützung alarmiert wurden. Das Wasser musste teilweise über eine Strecke von 1000m zur Einsatzstelle transportiert werden. Neben einer fest verlegten Schlauchleitung brachte man das Wasser mittels Pendelverkehr zum Brandort.
Hierbei leistete das WLF2 mit dem AB-Tank der Feuerwehr Amberg mit einem Fassungsvermögen von ca. 6000 Liter wertvolle Dienste. Bei dem Feuer fielen drei Gebäudeteile den Flammen zum Opfer. Das Wohnhaus konnte gerettet werden.
Abkürzungen:
|
KdoW |
Kommandofahrzeug |
LF16/12 |
Löschgruppenfahrzeug |
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DLK |
Drehleiter m. Korb |
KlaF |
Kleinalarmfahrzeug |
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RW2 |
Rüstwagen |
AB-Tank |
Abrollbehälter mit ca. 6000L Wasser |
|
WLF |
Wechselladerfahrzeug |
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