Monatsbericht August 2007
Lediglich 28 Einsätze waren im August für die Feuerwehr Amberg abzuleisten. Eine geringe Zahl, die für den Ferienmonat typisch ist, wie die Erfahrung zeigt.
Eine Unterstützung für die Stadtgärtnerei verzeichnete sich als erster Einsatz des Monats. Mit dem Abrollbehälter Tank befüllte man am 2. August den Teich am Piratenspielplatz auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau, der wegen verunreinigtem Wasser wiederholt in die Schlagzeilen gekommen war. Mit einem Tank-Fassungsvermögen von knapp 6000 Litern konnte diese Arbeit erheblich erleichtert werden. Auch in der darauf folgenden Woche leistete man diese Hilfestellung.
Noch am selben Tag mussten zwei Mann mit dem Kleinalarmfahrzeug in die Löwenthalstraße zu einer notfallmäßigen Türöffnung ausrücken. Die abgängige Person konnte dann jedoch wohlauf in ihrer Wohnung angetroffen werden. Sechs weitere Male waren solche Einsätze im Berichtszeitraum abzuleisten.
In den frühen Morgenstunden des 4. August wurden der Rüstzug der Feuerwehr Amberg sowie die zuständige Stadtteilwehr Amberg-Ammersricht zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2238 alarmiert. Ein junger PKW-Fahrer war mit seinem Opel auf die Gegenfahrbahn gekommen und stieß frontal mit einem entgegenkommenden VW Golf zusammen. Beide Männer wurden durch die Wucht des Aufpralls in ihren Fahrzeugen eingeklemmt, wobei für den Fahrer des VW jede Hilfe zu spät kam. Der Unfallverursacher konnte nach etwa 30 Minuten mit Hilfe von hydraulischen Rettungsgerät aus seinem PKW befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden, anschließend blieb den Kräften die traurige Aufgabe, die Leiche des Golf-Fahrers zu bergen. Erst gegen sieben Uhr konnte die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden und die letzten Kräfte von der Einsatzstelle abrücken.
Zwei Tage später war das Kleinalarmfahrzeug gefordert. Ein gerissener Hydraulikschlauch eines landwirtschaftlichen Fahrzeuges verursachte eine längere Ölspur in der Köferinger-Straße. Die Kräfte reinigten die Fahrbahn und stellen Hinweisschilder für den Verkehr auf.
Ein Löschgruppenfahrzeug und den Kommandowagen schickte der diensthabende Disponent am 9. August gegen zehn Uhr zu einer Nachsicht in den Tulpenweg. Hier war ein verrauchter Keller gemeldet. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz konnte schließlich einen defekten Heizkessel als Ursache für die Verrauchung ausmachen, sodass der Einsatz nach Belüften der Räumlichkeiten wieder beendet werden konnte. Wasser im Keller des Sozialgebäudes eines Betriebes in der Sulzbacherstraße forderte in der Nacht auf den 11.August die Hilfe der Feuerwehr. Mit Tauchpumpen konnten die Räumlichkeiten schließlich von den Wassermassen befreit werden.
24 Stunden später erreichte die Einsatzzentrale die Meldung, dass in einem Innenhof in der Innenstadt eine Mülltonne brenne. Die Mannschaft des ausgerückten Löschgruppenfahrzeuges nahm zur Brandbekämpfung ein C-Rohr unter Atemschutz vor. Im letzten Moment konnte ein Übergreifen des Feuers auf den darüber liegenden Holzbalkon verhindert werden. Der aufsteigende Rauch drang auf in das Gebäude ein. Mit Hilfe des Überdrucklüfters konnte der Qualm entfernt werden.
Zusammen mit dem Kleinalarmfahrzeug war das Löschgruppenfahrzeug eine Woche später wieder gefordert, um im Rahmen einer Amtshilfe den Kräften des Rettungsdienstes Zutritt zu einer Wohnung am Studentenplatz zu schaffen. Mit Hilfe einer tragbaren Leiter gelang dies schließlich über den Balkon der Wohnung.
Drei Wochen nach dem schweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2238 ereignete sich an selber Stelle wiederum ein folgenschweres Unglück. Eine junge Fahranfängerin steuerte aus unbekannten Gründen ihren Wagen auf die Gegenfahrbahn, was zu einem Frontalzusammenstoß führte. Die junge Landkreisbewohnerin wurde in ihrem Auto eingeklemmt und musste in einer aufwändigen Rettungsaktion von den Kräften des Rüstzuges und der Stadtteilwehr Amberg-Ammersricht aus dem Fahrzeugwrack gerettet werden. Ihr Beifahrer sowie die Insassen des anderen Fahrzeuges wurden bei dem Unfall ebenfalls schwer verletzt. Die Feuerwehr Steinigloh unterstützte bei der Absperrung der Staatsstraße für die Dauer des Einsatzes.
Am Samstag, den 25. August wurde durch das Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Amberg der Hintergrundnotarzt zu einem Einsatz chauffiert.
Neben den erwähnten Einsätzen waren im Alltagsgeschäft weitere kleinere Technische Hilfeleistungen zu erbringen. Bedingt durch die Sommerpause im Stadttheater und im Kongresszentrum mussten im August nur zwei Sicherheitswachen abgestellt werden. Erfreulicherweise kam es zu keinen Fehlalarmen aufgrund ausgelöster automatischer Brandmeldeanlagen.
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