Monatsbericht September 2007
Im Monat September war die Hilfe der Feuerwehr Amberg bei insgesamt 45 Einsätzen gefordert, einer im Vergleich zu den Vormonaten deutlich gestiegenen Zahl. Die Ausfahrten gliedern sich in sieben Brandeinsätze, 16 technische Hilfeleistungen, vier Brandmeldealarme, 15 Sicherheitswachen und drei sonstige Einsätze.
Den ersten Alarm des Monats bescherte dem ausgerückten Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Amberg eine brennende Mülltonne im Milchhofviertel in den Abendstunden des 1. September. Da das Kleinfeuer aber bereits von Passanten gelöscht werden konnte, kehrte die Mannschaft unverrichteter Dinge wieder auf die Wache zurück.
Zwei Tage später wurde wie bereits vor einigen Wochen die Hilfe der Feuerwehr Amberg beim erneuten Befüllen des Teiches am Piratenspielplatz auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände benötigt, der zuvor durch erhöhte Keimzahlwerte in die Schlagzeilen geraten war und gereinigt werden musste.
In der Nacht vom 04. auf den 05. September alarmierte der diensthabende Disponent die Stadtteilfeuerwehr Ammersricht zum Ausleuchten einer Unfallstelle in den Langangerweg. Nachdem die bei einem Verkehrsunfall verletzte Person bereits vom Roten Kreuz versorgt wurde, war es Aufgabe eines Sachverständigen, den Unfallhergang zu klären, wozu eine ausreichende Beleuchtung nötig war.
Bunt wurde es am 07. September, als um 23.48 Uhr ein Löschgruppenfahrzeug in die Fuggerstraße beordert wurde, um die dort durch ausgelaufene Farbe verunreinigte Fahrbahn wieder sauber zu waschen.
Einen Tag später wurde es bei einer routinemäßigen Nachsicht fast noch einmal ernst, als ein bereits erloschener ausgebrannter Trockner wieder stark zu qualmen begann und von einem Trupp des nachgeforderten Löschgruppenfahrzeugs unter Atemschutz ins Freie gebracht werden musste, um endgültig abgelöscht werden zu können. Nach der Kontrolle mit der Wärmebildkamera setzte man noch einen Überdrucklüfter zum Entrauchen der betroffenen Räumlichkeiten ein.
Am selben Abend machte sich die Mannschaft des Mehrzweckfahrzeugs auf den Weg nach Nittenau, um die dort bei einer Tierkeulung im Rahmen der Vogelgrippe eingesetzten Feuerwehren mit weiteren Atemfiltern zu versorgen. Dazu wurden von der Feuerwehr Amberg und weiteren Landkreisfeuerwehren 150 Atemfilter verladen und zum Dekontaminationsplatz an die Einsatzstelle nach Nittenau befördert.
Ein weiteres Mal wurde am Vormittag des 11. September der Hochdrucklüfter eingesetzt, als in direkter Nachbarschaft zur Feuerwache – am Schießstätteweg – ein Fernsehgerät in Flammen aufging, welches aber noch vor dem Eintreffen der Mannschaft von seinem Besitzer gelöscht werden konnte.
Gleich vier Einsätze, darunter eine Sicherheitswache, schlugen am 13. September zu Buche. Um 12.45 Uhr rückte der Löschzug zu einem Zimmerbrand in die Bayernwerkstraße aus. Da aber auch hier das Feuer bereits erloschen war, kam es zu keinem Einsatz für Mensch und Material. Ebenso bei dem drei Stunden später folgenden Verkehrsunfall auf der B 299 bei Ursensollen. Nach einem Auffahrunfall verkeilten sich zwei LKW ineinander, allerdings waren keine Personen im Führerhaus eingeklemmt. Lediglich ein Fahrer wurde vom Roten Kreuz versorgt, weshalb der Rüstzug ohne technische Hilfsmaßnahmen wieder auf die Wache zurückkehren konnte. Parallel zu diesem Alarm arbeitete die Besatzung des Kleinalarmfahrzeuges noch einen Einsatz mit Wespen in der Bismarkstraße ab.
Wiederum das Kleinalarmfahrzeug rückte am Vormittag des 15. September in kürzester Zeit zu zwei annähernd identischen Einsätzen aus. Innerhalb einer halben Stunde galt es jeweils, verschlossene Türen notfallmäßig zu öffnen, um dem Rettungsdienst den Zugang zu den betroffenen Personen zu ermöglichen. Jedoch kam leider in beiden Fällen jede Hilfe zu spät.
Aus dem Schlaf wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Amberg in der Nacht des 18. September gerissen, als es um 2.42 Uhr hieß „Person droht zu springen“. Daraufhin setzte sich der Löschzug Richtung Leopoldkaserne in Bewegung, wo sich ein Soldat in seiner Stube im zweiten Obergeschoss verbarrikadiert hatte und damit drohte, aus dem Fenster springen zu wollen. Schnellstmöglich wurden durch die Kräfte der Feuerwehr Amberg die unter dem entsprechenden Fenster abgestellten Autos entfernt und ein Sprungretter in Stellung gebracht. Dieser kam glücklicherweise aber nicht zum Einsatz, da die Polizei die Stube aufbrechen und stürmen konnte, worauf die Person in Gewahrsam genommen und dem Rettungsdienst übergeben wurde.
In den Abendstunden des 20. September löste der Disponent in der Einsatzzentrale Großalarm für die Feuerwehr Amberg aus, da von der Polizei die Meldung über einen Gebäudebrand in der Altstadt – genauer in der Unteren Nabburger Straße – auflief. Kurze Zeit später setzte sich der durch eine zweite Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug verstärke Löschzug zu dem durch eine Rauchwolke bereits weithin sichtbaren Objekt in Bewegung.
Die Anfahrt gestaltete sich aber wieder einmal äußerst schwierig, da die ohnehin schon enge Einfahrt in die Altstadt über die Bahnhofstraße durch ordnungswidrig abgestellte Fahrzeuge am Fahrbahnrand zu einer Millimeterarbeit für die Maschinisten wurde. Nachdem sich keine Personen mehr in dem Gebäude aufhielten, konnte umgehend der Löschangriff in den betroffenen Räumen im Erdgeschoss und auf dem darüber liegenden Holzbalkon durch mehrere Trupps unter Atemschutz begonnen werden, der kurz darauf erfolgreich war und ein Übergreifen auf unmittelbar angrenzende Gebäudeteile und benachbarte Häuser verhinderte.
Die Nachlöscharbeiten dauerten anschließend noch längere Zeit an, da die Verschalung und der Fehlboden des Balkons umfangreich mit Kettensägen geöffnet werden musste, um letzte Glutnester mit der Wärmebildkamera aufspüren und ablöschen zu können. Sicherheitshalber fuhr man einige Stunden nach dem Einrücken in die Wache noch eine Nachsicht, mittlerweile war aber die Brandstelle komplett erkaltet.
Die Stadtteilfeuerwehr Karmensölden wurde am 22. September kurz nach 19 Uhr zu einem Flächenbrand zwischen Speckmannshof und Fiederhof alarmiert, der sich aber lediglich als eine unbewachte und unangemeldete Streuverbrennung entpuppte. Nach dem Ablöschen wurde der in der Zwischenzeit eingetroffene Landwirt auf sein Vergessen hingewiesen und die Einsatzstelle wieder verlassen.
Neben den soeben erwähnten wurden durch die Feuerwehr Amberg noch weitere Einsätze, vorrangig kleinere technische Hilfeleistungen wie Türöffnungen und Ölspuren, abgearbeitet. Des Weiteren riefen vier Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen den Löschzug auf den Plan, der aber in allen Fällen auf Grund eines Fehlalarms wieder abrücken konnte. Zuletzt trugen noch 15 Sicherheitswachen zur Einsatzstatistik des Monats September bei, wovon vier im Amberger Congress Centrum bzw. im Stadttheater und elf auf der Herbstdult geleistet wurden. Dazu war vom 21. bis zum 30. September jeden Abend ab 18.00 Uhr ein Löschgruppenfahrzeug mit vier Mann Besatzung zur Sicherheit der Dultbesucher vor Ort. Erfreulicherweise kam es jedoch zu keinem Ernstfall, der ein Eingreifen der Sicherheitswache erfordert hätte.
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