Monatsbericht Dezember 2007

Deutlich mehr Einsätze im Vergleich zum Vormonat hatte die Feuerwehr Amberg am Ende des Jahres 2007 zu bewältigen. In 15 Brandeinsätze, 16 technische Hilfeleistungen, 16 Sicherheitswachen sowie drei Einsätze aufgrund ausgelöster automatischer Brandmeldeanlagen gliedern sich die Ausfahrten im Berichtszeitraum.

Ferner leisteten je 10-12 Kameraden an den vier Samstagen vor Weihnachten freiwillige Bereitschaftsdienste, um bei eventuellen Einsätzen während des hohen Verkehrsaufkommens keine wertvolle Zeit zu verlieren.

Nach einem Verkehrsunfall am ersten Tag des Monats wurde durch die Besatzung des Kleinalarmfahrzeuges ausgelaufenes Motoröl auf der AM 30 zwischen Amberg und Raigering gebunden und die Fahrbahn gereinigt.

Der erste größere Einsatz des Monats führte die Kräfte des Stadtlöschzuges am 3.12. in den Stadtteil Bergsteig, wo es in einer Wohnung in der Danzigerstraße zu einem Zimmerbrand gekommen war. Näheres hierzu siehe Sonderbericht.

Auch am darauffolgenden Donnerstag hieß es Einsatz für den Stadtlöschzug sowie die Stadtteilwehr Amberg-Raigering. Über eine Anwohnerin wurde eine starke Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus am Apfelweg gemeldet. Vor Ort konnte das überhitze Ofenrohr einer Hackschnitzelheizung als Ursache des Übels ausgemacht werden.

Dramatisch wurde es am frühen Morgen des 11.Dezembers. An einer Tankstelle in der Drahthammerstraße hatte sich ein Mann in suizidaler Absicht mit Benzin übergossen und angezunden. Polizeibeamte konnten die brennende Person noch vor Eintreffen des alarmierten Löschgruppenfahrzeuges löschen, jedoch verstarb diese wenig später im Krankenhaus.

In einem Biergarten in der Amberger Altstadt brannten am Nachmittag des selben Tages aufgeschlichtete Holzbalken. Unter Einsatz von Löschschaum konnten diese rasch und sicher gelöscht werden.

Zwei Mann rückten am Abend des darauffolgenden Tages mit dem Kommandowagen aus, um die Kräfte der zuständigen Landkreisfeuerwehren mit der Wärmebildkamera beim Brand eins Heizkraftwerkes in Schmidmühlen zu unterstützen.

Dass die Feuerwehr auch wirklich kommt, wenn man Knöpfe mit der selbigen Aufschrift betätigt, mussten zwei Schüler einer städtischen Schule am 13.Dezember feststellen. Während der Pause betätigten sie einen Handdruckmelder. Ein angesichts der angerückten Mannschaft ein teurer Spaß für die Beiden.

12_02Während der Bereitschaftszeit des dritten Adentssamstages erreichte die Einsatzzentrale eine Mitteilung über einen brennenden Glascontainer in der Dr.-Robert-Strell-Straße. So konnten bereits zwei Minuten nach Eingang des Alarms sieben Mann mit dem Löschgruppenfahrzeug ausrücken, um das Feuer vor Ort rasch zu löschen.

Acht Stunden später hieß es erneut „Feueralarm“. Die Kräfte der Feuerwehr Amberg und der Stadtteilwehr Amberg-Ammersricht rückten in die Luitpoldhütte aus, wo eine Filteranlage Feuer gefangen hatte  Sonderbericht.

Der letzte Einsatz dieses Tages führte das Löschgruppenfahrzeug in die Altstadt, wo eine Anwohnerin eine starke Rauchentwicklung meldete. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass es sich um eine Gastherme handelt und kein Einsatz für die Feuerwehr erforderlich ist.

Am frühen Nachmittag des nächsten Tages ereignete sich am Kaiser-Ludwig-Ring höhe des Bahnhofes ein Verkehrsunfall. Die zwei mit dem Kleinalarmfahrzeug ausgerückten Mann reinigten die Fahrbahn und stellten Hinweisschilder für den Verkehr auf.

Zwei Tage später rückte erneut das Löschgruppenfahrzeug aus, um einen brennenden Mülleimer in der Drahthammerstraße zu löschen.

Einer nervösen Frau, die sich zu Hause ausgesperrt und Essen auf dem Herd stehen hatte, konnte die Feuerwehr am 19.Dezember noch rechtzeitig und schadlos Zutritt zu ihrer Wohnung verschaffen.

Auch am letzten Samstag vor Weihnachten erwies sich der Bereitschaftsdienst auf der Feuerwache als sinnvoll. So konnten während dieser Zeit drei Mann rasch zu einer notfallmäßigen Türöffnung in die Altstadt ausrücken. Außerdem wurde die Hilfe der Feuerwehr bei einem Brand in der Wichernstraße benötigt, wo eine Waschmaschine in einem Kellerraum Feuer gefangen hatte. Hier wurde die übrige Wohnung vor weiterem Schaden durch Rauch mittels eines mobilen Rauchabschlusses geschützt und das betroffene Gerät ins Freie verbracht und abgelöscht.

12_03Über die Polizei wurde am Tag vor Weihnachten gemeldet, dass es in einem Wohnhaus in der Batteriegasse gebrannt hatte und die Räumlichkeiten nun durch die Feuerwehr kontrolliert werden sollten. Aufgrund dieses Meldebildes alarmierte des diensthabende Disponent ein Löschgruppenfahrzeug sowie den diensthabenden Zugführer zur Einsatzstelle. Dieser ließ aufgrund der starken Rauchentwicklung vor Ort jedoch umgehend den Stadtlöschzug nachalarmieren. Den Brand, der im Erdgeschoss des Einfamilienhauses ausgebrochen war, konnte so schnell ohne ein Übergreifen auf weitere Räumlichkeiten mittels eines C-Rohres gelöscht werden. Die Brandstelle sowie weitere Anbauten des Hauses wurden vorsorglich nochmals mit der Wärmebildkamera kontrolliert und ein beim Zutritt zerstörtes Fenster verschalt. Im rund eineinhalbstündigen Einsatz waren 24 Mann mit sechs Fahrzeugen gebunden.

Nach glücklicherweise ruhigen Weihnachtstagen für die Feuerwehr galt es am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages, am Malteserplatz eine Katze von einem Baum zu retten. Angesichts des Aufmarsches einer Drehleiter jedoch gab die Katze schließlich Fersengeld und flüchtete sich nach einem gewagten Sprung vom Baum in die Dunkelheit.

Der Pförtner eines größeren Betriebes in der Werner-von-Siemens-Straße meldete am 28.Dezember um 19.59 Uhr das Auslösen der Brandmeldeanlage in der Härterei der Firma. Umgehend rückte der Stadtlöschzug unter Führung des diensthabenden Zugführers aus. Nachdem in der Halle eine starke Rauchentwicklung festgestellt worden war, wurde die Maschinerie im Bereich der ausgelösten Brandmelder kontrolliert. Zusammen mit den verantwortlichen Posten des Betriebes konnten Rußpartikel, die in ein Säurebad fielen, als Grund für die Rauchentwicklung ausgemacht werden. Nach Rückstellung der Brandmeldeanlage und Übergabe der Einsatzstelle an den Betrieb konnten die Kräfte etwa eine halbe Stunde später wieder einrücken.

Ein brennender Baum am Nabburger Torplatz wurde am späten Abend des 29.Dezembers von der Mannschaft des ausgerückten Löschgruppenfahrzeuges gelöscht. Passanten meldeten am Mittag Tags darauf ein erneutes Aufglimmen des 200-Jahre alten Baumes, woraufhin erneut das Löschgruppenfahrzeug zur Brandbekämpfung anrückte,

12_01Fünf stunden später meldete die Polizei den Brand eines Getränkeautomaten am Busbahnhof. Mittels Kübelspritze konnte dieser gelöscht und anschließend an den Betreiber übergeben werden. Auf der Rückfahrt wurde ein letztes Mal der oben genannte Baum kontrolliert und erneut entstandene Glutnester abgelöscht.

Beim traditionellen Silvesterlauf in der Amberger Altstadt sperrten fünf Mann zur Sicherheit der Teilnehmer der Sportveranstaltung betroffene Straßen und leiteten den Verkehr um. Der letzte Tag des Jahres blieb schließlich bis Mitternacht ruhig, sodass auch die Kräfte der Feuerwehr Amberg in Ruhe das neue Jahr begrüßen konnten.

 

Neben den genannten Einsätzen waren zehn weitere technische Hilfeleistungen, darunter unter anderem Türöffnungen und Einsätze aufgrund ausgelaufener Betriebsstoffe abzuarbeiten. Bei 16 Sicherheitswachen stellte die Feuerwehr Amberg die Sicherheit der Besucher des Kongresszentrums und des Stadttheaters sicher.