Monatsbericht Januar 2008

Der erste Monat des Jahres 2008 bescherte der Feuerwehr Amberg insgesamt 47 Einsätze. Diese gliedern sich in acht Feuer, fünf Brandmeldealarme, 14 technische Hilfeleistungen, 17 Sicherheitswachen und drei sonstige Einsätze auf. Erfreulicherweise kam es im Berichtszeitraum wie schon im Vormonat zu keinem schweren Verkehrsunfall

Bereits kurz nach dem Jahrswechsel war die Hilfe der Feuerwehr Amberg zum ersten Mal gefordert. Um 00:48 Uhr mussten das Löschgruppen-fahrzeug und der an Wochenenden und Feiertagen als Einsatzleiter fungierende Inspektionsdienst zum ersten Einsatz des Jahres, einem Containerbrand auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes, ausrücken. Der in Vollbrand stehende Container wurde mit dem Schnellangriffsrohr und einem Schaumrohr abgelöscht und anschließend mit der Wärmebildkamera auf versteckte Glutnester kontrolliert.

Nur eineinhalb Stunden später erreichte die Einsatzzentrale die Meldung, dass in der Innenstadt ein Briefkasten brenne. Der diensthabende Disponent schickte auch hier das Löschgruppenfahrzeug und den I-Dienst an die Einsatzstelle. Vor Ort konnte das Feuer mit einem Pulverlöscher rasch bekämpft werden. Die restliche Silvesternacht verlief ohne Störung, so dass die auf der Feuerwache anwesenden Kameraden den Jahreswechsel doch noch ein bisschen feiern konnten.

Erst eine Woche später, am 08. Januar, waren die nächsten Ausrückungen zu verzeichnen. Bei zwei Einsätzen wurde die Drehleiter zu kleineren technischen Hilfeleistungen am Stadttheater und einem Möbelhaus angefordert.

Am Morgen des 10. Januar kam es in Wolfsbach (Landkreis Amberg-Sulzbach) zu einem größeren Gebäudebrand. Zur Unterstützung der zuständigen Feuerwehren wurde gegen 09:00 Uhr die Drehleiter der Feuerwehr Amberg benötigt, da das Feuer im Obergeschoss des Wohnhauses ausgebrochen war und bereits den Dachstuhl in Mitleidenschaft gezogen hatte. Vom Korb der Drehleiter aus musste die Dachhaut teilweise entfernt werden, um die Nachlöscharbeiten zu unterstützen und das Dach auf weitere Glutnester kontrollieren zu können.

Die Stadtteilfeuerwehr Ammersricht wurde am selben Nachmittag alarmiert, um im Bereich von Ursulapoppenricht ein ausgebrochenes Rind einzufangen. Dies gelang ohne größere Probleme.

01_01Die Besatzung des Löschgruppen-fahrzeuges und der I-Dienst wurden am 13. Januar gegen 1 Uhr über Kleinalarm zu einem Containerbrand in die Katharinenfriedhofstraße gerufen. Die bereits in sich zusammen gesunkene Mülltonne und der brennende Unrat wurden mit dem Schnellangriffsrohr rasch abgelöscht. Da die Tonne an der Hausmauer über einem Kellerfensterschacht stand, drang zusätzlich ein Trupp unter schwerem Atemschutz in den betreffenden Kellerraum ein, um diesen mit der Wärmebildkamera zu kontrollieren. Eingesetzt wurde hierbei auch der mobile Rauchabschluss, um den Rest des Wohnhauses rauchfrei zu halten. Zuletzt wurde der Keller noch mittels Hochdrücklüfter entraucht.

Zwei Mann rückten einen Tag später gegen halb zehn Uhr vormittags mit dem Kleinalarmfahrzeug zu einer notfallmäßigen Türöffnung aus, um dem Rettungsdienst und der Polizei Zutritt zu einer in ihrer Wohnung gestürzten Person zu verschaffen. Nach dem Eindringen fand man die verwirrte Frau im Schlafzimmer vor, worauf sie medizinisch versorgt werden konnte.

01_02Um 16.30 Uhr desselben Tages rief ein Zimmerbrand in der Vilstalstraße den Löschzug der Feuerwehr Amberg und die Feuerwehren aus Kümmersbruck und Haselmühl auf den Plan. Wie sich schnell herausstellte, war im Obergeschoss des Wohnhauses ein Korb mit Holz in Brand geraten. Neben den unter schwerem Atemschutz durchgeführten Löscharbeiten waren umfangreiche Kontrollen vor allem des sich über der betroffenen Abstellkammer befindlichen Dachbodens notwendig. Hierzu wurden von der Feuerwehr Amberg die Wärmebildkamera, sowie eine Motorsäge und Beleuchtungsgerät eingesetzt. Abschließend wurde das Wohnhaus mittels Hochdrucklüfter rauchfrei gemacht.

Ein PKW-Brand auf dem Gelände der Luitpoldhütte war der Auslöser für den Einsatz des Löschgruppenfahrzeuges am Mittag des 17. Januar. Da Angehörige des Betriebes das Feuer aber bereits unter Kontrolle gebracht hatten, waren lediglich Nachlöscharbeiten am PKW durchzuführen.

Eine Woche später, am 24. Januar, galt es gegen 22.00 Uhr wiederum, das Feuer einer brennenden Mülltonne zu bekämpfen. Einsatzort war diesmal eine Doppelhaushälfte in der Katharinenhöhe, wo im Eingangsbereich die Mülltonnen samt Holzhäuschen Feuer gefangen hatten. Da an diesem Abend ein Zug der Feuerwehr Amberg seinen Übungsdienst hatte, konnte das Löschgruppenfahrzeug binnen einer Minute die Fahrzeughalle verlassen. Nach dem Eintreffen am Einsatzort konnte rasch Entwarnung gegeben werden, da Anwohner das Feuer bereits mit drei Pulverlöschern eingedämmt hatten und so das Schnellangriffsrohr zum endgültigen Ablöschen ausreichte.

Bei einer weiteren notfallmäßigen Türöffnung am Abend des 26. Januar konnte die Besatzung des Kleinalarmfahrzeuges dem Rettungsdienst zügig den Zugang zu einer Wohnung ermöglichen, in der eine durch einen Sturz verletzte Person aufgefunden wurde, und so die notwendige und schnelle medizinische Versorgung sichern.

01_03Der letzte größere Einsatz des Monats ereignete sich am 27. Januar um 20.12 Uhr, als der Einsatzzentrale ein Küchenbrand in Kümmersbruck gemeldet wurde. Der diensthabende Disponent alarmierte hierauf den Löschzug der Feuerwehr Amberg sowie die Feuerwehren aus Kümmersbruck und Haselmühl, die bei Eintreffen eine starke Rauchentwicklung aus einem Fenster im ersten Geschoss des Wohnhauses feststellen konnten.
Da die Bewohner das Gebäude bereits mit Hilfe von Nachbarn verlassen hatten, übernahm die Feuerwehr unter schwerem Atemschutz die Brandbekämpfung in der Küche und die Rettung von mehreren Katzen aus der Wohnung. Dabei wurde ein Feuerwehrmann von einem darüber etwas undankbaren Tier in die Hand gebissen und musste vom Rettungsdienst versorgt werden.
Insgesamt wurden bei dem Brand sieben Personen verletzt, wobei die Ursache ausschließlich in Rauchgasvergiftungen und Schocks zu finden war. Die Betroffenen wurden vom Rettungsdienst teilweise ambulant behandelt oder zur weiteren Untersuchung ins Klinikum Amberg eingeliefert. Dem schnellen und vorbildlichen Eingreifen der Nachbarn und dem reibungslosen Einsatz der Hilfsorganisationen war es zu verdanken, dass dieser Brand keinen größeren Schaden anrichtete.

Neben den hier erwähnten Einsätzen wurden von der Feuerwehr Amberg noch weitere Aufgaben abgearbeitet. Darunter fallen fünf Ausfahrten zu Brandmeldealarmen, die bis auf ein angebranntes Essen und einen Kurzschluss in einer Sprinkleranlage als Fehlalarme eingestuft werden können. Des Weiteren mussten bei mehreren Ölspuren die Fahrbahnen von ausgelaufenen Betriebsmitteln gereinigt werden. Einmal war hier auch der Versorgungs-LKW der Feuerwehr Amberg sowie die Stadtteilfeuerwehr Ammersricht im Einsatz, da eine große Menge an Ölbindemittel und weiteres Personal benötigt wurden. Das Kleinalarmfahrzeug rückte außerdem zu einigen Türöffnungen und einer Tierrettung aus, bei der aber kein Eingreifen mehr nötig war. Zu verzeichnen sind weiterhin drei Hilfeleistungen bei Veranstaltungen im Rathaus und 17 Sicherheitswachen im Stadttheater und im Amberger Congress Centrum, bei denen für die Sicherheit der Besucher gesorgt wurde.