Monatsbericht September 2008
Mit 42 Einsätzen schlägt der September 2008 bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Amberg zu Buche. Zu 16 technischen Hilfeleistungen, sieben Brandeinsätzen sowie acht Brandmeldealarmen wurde die Mannschaft gerufen. Bei sechs Veranstaltungen im Kongresszentrum und im Stadttheater bzw. in der Provinzialbibliothek wurden Sicherheitswachen abgestellt. An den fünf Dultabenden Ende des Monats verrichteten je vier Mann mit einem Löschgruppenfahrzeug auf dem Messegelände Dienst, um die Sicherheit der Dultbesucher zu gewährleisten.
Zum ersten Einsatz des Monats rückte am 2.September um 19.52 Uhr das Kleinalarmfahrzeug aus. Von einer älteren Frau wurde seit mehreren Tagen kein Lebenszeichen mehr vernommen, was die Nachbarn veranlasste, die Rettungsdienste zu verständigen. Die Türe zur Wohnung der Dame wurde von der Mannschaft des Kleinalarmfahrzeuges geöffnet, leider konnte die Bewohnerin nur noch tot aufgefunden werden.
Nachdem eine Nachtschwester eines Alten- und Pflegeheims im Stadtgebiet Schmorgeruch in einem Bewohnerzimmer festgestellt hatte, informierte sie die Feuerwehr. Aufgrund der Meldungslage entsandte der diensthabende Disponent zwei Mann mit einem Kommandowagen. Mit Hilfe der Wärmebildkamera konnte der Kondensator eines Netzgerätes als Ursache für die Geruchsentwicklung ausgemacht werden. Gefahr für die Bewohner des Heims bestand zu keiner Zeit.
„Feueralarm Landratsamt“ lautetet die Alarmmeldung am späten Abend des darauf folgenden Tages. Um 23.20 Uhr rückte daraufhin der Löschzug in die Altstadt aus. Glücklicherweise konnte man bei der Erkundung feststellen, dass ein Rauchmelder in einem EDV-Raum ohne Grund ausgelöst hatte.
Rund vier Stunden später galt es auf Anforderung der Polizei die Straße AM 2 Richtung Köfering nach einem Verkehrsunfall zu reinigen. Zwei Mann waren hier mit dem Kleinalarmfahrzeug im Einsatz.
Nur knappe fünf Stunden vergingen bis zum nächsten Alarm. Aus einer Tiefgarage in der Altstadt war ein Brandmeldealarm aufgelaufen. Zusammen mit dem diensthabenden Zugführer rückte ein Löschgruppenfahrzeug aus. Der Grund für das Auslösen der Anlage war leider rein böswilliger Natur: Vandalen hatten Rauchmelder in der Parkgarage von der Decke gerissen, woraufhin die Anlage ausgelöst hatte.
In der Nacht zum 9.September ereignete sich auf der Staatsstraße 2151 bei Schafhof/Richtung Freihöls ein tragischer Verkehrsunfall. Ein junger Fahrer hatte mit seinem PKW frontal einen Brückenpfeiler gerammt. Die alarmierten Feuerwehren wurden von fünf Mann der Feuerwehr Amberg, ausgerückt mit Rüst- und Kommandowagen, unterstützt. Leider konnte der junge Mann nur noch tot aus dem Wrack geborgen werden.
Brandgeruch in einer Schreinerei an der Kümmerbruckerstraße veranlasste einen Mitarbeiter des Betriebes am 9.September gegen 7.30 Uhr die Feuerwehr zu alarmieren. Vor Ort bestätigte sich die Meldung: mit einer Wärmebildkamera wurde ein Glutnest im Dachstuhl entdeckt. Nach Entfernen der Verkleidung konnte dieses rasch abgelöscht werden.
Keine 48 Stunden später wurde es erneut ernst. Dicke Rauchschwaden über Kümmersbruck wiesen den Einsatzkräften der Feuerwehr Amberg sowie den Wehren der Gemeinde Kümmersbruck am Vormittag des 11.September den Weg zu einem Wohnungsbrand in der Wilhelm-Busch-Straße. In einem dortigen Mehrfamilienhaus war in einer Wohnung im 2.Obergeschoss ein Feuer ausgebrochen. Drei Bewohner konnten sich noch kurz vor Eintreffen der Feuerwehr aus dem Gebäude retten und mussten vom Rettungsdienst medizinisch versorgt werden. Drei Trupps unter Atemschutz bekämpften schließlich das Feuer und suchten weitere Bereiche nach eventuellen Personen ab. Der Brand zog die gesamte Wohnung in Mitleidenschaft. Erst gegen Mittag konnte der Einsatz beendet werden.
Die Einsatzzentrale der Polizei forderte am Abend desselben Tages die Feuerwehr zu einer dringenden Türöffnung in die Rubensstraße an. Hier war es wie am 2.September jedoch glücklicherweise nicht zu spät: eine hilflose Person wurde nach Öffnen der Türe in der Wohnung aufgefunden und konnte anschließend vom Rettungsdienst versorgt werden.
Eine größere Verschmutzung der Straße durch ausgelaufene Betriebsstoffe beschäftigte in den Morgenstunden des 17.September zwei Fahrzeuge der Feuerwehr sowie den Betriebshof der Stadt Amberg rund zwei Stunden lang. Vom Industriegebiet Nord aus erstreckte sich eine Dieselspur über die Leopoldstraße, die Werner-von-Siemens-Straße bis zur Kreuzung Nürnbergerstraße / Hockermühlstraße / Infanteriestraße.
Am 18.September alarmierte der diensthabende Disponent um 16.17 Uhr den Löschzug der Amberger Wehr, nachdem die Brandmeldeanlage eines Alten- und Pflegeheims am Haager Weg aufgelaufen war. Nach Erkundung des Objekts konnte hier „Fehlalarm“ an die Einsatzzentrale gemeldet werden.
Kein Fehlalarm hingegen war die Feuermeldung der Brandmeldeanlage eines Amberger Gymnasiums am Vormittag des 20.September. Die Kräfte des alarmierten Löschzuges stellten unter Leitung des diensthabenden Zugführers eine Rauchentwicklung in einem Heizungsraum im Keller des Objekts fest. Diese war vermutlich auf vorangegangene Schweißarbeiten in den Räumen zurückzuführen. Der Raum wurde belüftet und die Einsatzstelle dem Hausmeister übergeben.
Drei Tage später beschäftigte erneut eine größere Dieselspur im Stadtgebiet die Mannschaft des um 3.52 Uhr ausgerückten Kleinalarmfahrzeuges. Mit acht Säcken Ölbindemittel wurde die von einem LKW verursachte Spur, die sich von der Friedrich-Ebert-Straße über den Fallweg und die Hockermühlstraße bis zur B 299 zog, abgebunden und die Straße gereinigt.
Rund 18 Stunden später wurden der erweiterte Stadtlöschzug sowie die Stadtteilwehr Amberg-Ammersricht zu einem Filteranlagenbrand in die Luitpoldhütte alarmiert. Details hierzu siehe [ Sonderbericht ]
Nach einer recht unklaren Meldung über einen angeblich brennenden Ofen in der Luitpoldstraße entschied sich der diensthabende Disponent am späten Nachmittag des 24.September, ein Löschgruppenfahrzeug mit dem Stichwort „Nachsicht“ zu alarmieren. An der Einsatzstelle fanden die Kräfte einen überhitzten, mit Gas befeuerten Backofen vor. Die Zuleitung zum Ofen wurde abgesperrt und über die Einsatzzentrale die Stadtwerke verständigt. Eine Kontrolle mit dem Gasspürgerät brachte keine Ergebnisse, sodass die Mannschaft nach etwa 30 Minuten wieder in die Wache einrücken konnte.
Am Nachmittag des 26.September bargen zwei Mann, die mit dem Kleinalarmfahrzeug ausgerückt waren, in der Bruno-Hofer-Straße einen toten Schwan.
Am selben Abend rückte ein Löschgruppenfahrzeug mit dem diensthabenden Zugführer zu einem PKW-Brand in die Werner-von-Siemens-Straße aus. Beamte der Polizei konnten das Feuer jedoch noch vor Eintreffen der Mannschaft weitestgehend ablöschen, sodass nur noch Nachlöscharbeiten zu leisten waren.
Zwei Tage später rückte der Stadtlöschzug innerhalb von fünf Stunden zweimal in ein Alten- und Pflegeheim im Stadtgebiet aus, nachdem die Brandmeldanlage „Feueralarm“ gemeldet hatte. Beide Male jedoch hatte ein Brandmelder in einem Technikraum ohne erkennbaren Grund ausgelöst.
Der letzte Tag des Monats forderte schließlich noch einmal den Einsatz des Kleinalarmfahrzeuges. Im frühabendlichen Berufsverkehr war es in der Schlachthausstraße zu einem Auffahrunfall gekommen, weshalb die Fahrbahn von ausgelaufenen Betriebsstoffen gereinigt werden musste.
Auch das erste Löschgruppenfahrzeug wurde gegen 23.30 Uhr noch einmal zum Einsatz gerufen: am Rotkreuzplatz brannte durch Brandstiftung Unrat, der Brandherd lag direkt an einem Gebäude.
Durch rechtzeitiges Erkennen jedoch konnte das Feuer ohne größere Schäden rasch gelöscht werden.
Die genannten Einsätze sollen nur einen Auszug aus dem Einsatzgeschehen des Berichtszeitraumes wiedergeben. Weiterhin waren acht kleinere technische Hilfeleistungen, zwei Brandmeldealarme sowie die bereits erwähnten elf Sicherheitswachen abzuleisten.
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