Monatsbericht Februar 2009

Der zweite Monat des Jahres schlägt bei der Feuerwehr Amberg mit 37 Einsätzen zu Buche. Dies waren vier Brandeinsätze, 21 technische Hilfeleistungen sowie drei Einsätze durch Brandmeldeanlagen. Darüberhinaus wurden neun Sicherheitswachen geleistet.

Am Abend des Monatsersten wurde der Rüstwagen der Feuerwehr Amberg angefordert, um eine größere umgestürzte Bautafel zu beseitigen. Diese war aufgrund des stürmischen Wetters in einen Bauzaun gestürzt und musste mit einer Motorkettensäge zerlegt werden, bevor sie beseitigt werden konnte.
Aus der Kolumbusstraße meldete eine besorgte Anruferin am 4.Februar, dass ihr Gasherd beim Anzünden unkontrolliert „heraus gebrannt“ hätte. Mit dem Stichwort „Nachsicht“ wurde um 13.05 Uhr ein Löschgruppenfahrzeug alarmiert. Vor Ort konnte man rasch Entwarnung geben, es genügte hier, die Gaszufuhr abzustellen, bevor die Einsatzstelle dem Hausmeister übergeben wurde.
Drei Tage später bat die Polizei um eine Amtshilfe. Im D-Programm musste eine Wohnungstüre geöffnet werden, eine hilflose Person konnte hier dem Rettungsdienst übergeben werden.
Am 9.Februar erreichte die Einsatzzentrale die Meldung, dass sich in einer Wohnung im Fallweg ein Kind in der Toilette eingesperrt hätte und die Tür nicht zu öffnen sei. Umgehend rückten zwei Mann mit dem Kleinalarmfahrzeug aus. Der besorgten Mutter konnte vor Ort schnell geholfen werden, indem die Türe fachmännisch geöffnet wurde. Noch am selben Abend war die Hilfe der Feuerwehr erneut bei einer notfallmäßigen Türöffnung gefragt. Das Kleinalarmfahrzeug rückte in die Königsbergerstraße aus, hier kam für den Bewohner jedoch jede Hilfe zu spät.
Etwa 24 Stunden später meldete die Brandmeldezentrale eines Museums in der Amberger Altstadt „Feueralarm“. Umgehend wurde der Löschzug alarmiert, glücklicherweise konnten die ausgerückten Kräfte nach kurzer Erkundung „Fehlalarm“ an die Zentrale melden.

Viel zu tun gab es dann am 11.Februar für die Kräfte der Feuerwehr Amberg. Zum ersten Einsatz an diesem Tag rückte um 11.30 Uhr eine Drehleiter aus. Die Rettungsleitstelle des BRK hatte diese angefordert, um einen Patienten aus dem 3.Stock einer Amberger Schule schonend zu Boden zu bringen. Trotz parkender Autos, die die Anfahrt des Rettungsgerätes erschwerten, gelang die Zusammenarbeit zwischen den Rettungskräften binnen weniger Minuten, sodass der Schüler zur weiteren Versorgung ins Klinikum transportiert werden konnte.
Noch während der Rettungsarbeiten hieß es um 11.47 erneut Einsatz für die Feuerwehr der Stadt Amberg und die Wehren der Gemeinde Kümmersbruck. In Köfering wurde ein Brand eines Schulbusses gemeldet, aufgrund der zunächst unklaren Lage wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften entsendet. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass sich das Feuer auf den Motorraum des Busses begrenzte. So konnten die Fahrzeuge der ausgerückten Wehren bald wieder abrücken.
Schon um 13.22 Uhr dann ertönte der Alarmgong mit dem Stichwort „Feueralarm Stadttheater“ erneut. Dieser Alarm konnte wenig später von den ausgerückten Kräften als Fehlalarm eingestuft werden.
02_01Beim letzten Einsatz an diesem Tag wurde es jedoch dann noch einmal heiß. Kurz nach dem Probealarm um 18 Uhr ertönten die Funkmeldeempfänger der Mannschaft erneut. In der Köferingerstraße wurde ein Zimmerbrand gemeldet. Umgehend setzte sich der Löschzug in Bewegung. Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge schlugen bereits Flammen aus dem Fenster einer Wohnung im 3.Obergeschoss des Mehrparteienhauses. Die Küche stand in Vollbrand, zwei Trupps unter Atemschutz brachten das Feuer schließlich unter Kontrolle. Die gesamte Wohnung wurde durch den entstandenen Brandrauch jedoch stark in Mitleidenschaft gezogen, der Wohnungsinhaber wurde mit dem Verdacht einer Rauchgasinhalation ins Klinikum zur weiteren Versorgung gebracht.

Am Abend des 17.Februar ereignete sich auf der Bayernwerkstraße ein schwerer Verkehrsunfall. Der Frontalzusammenstoß zweier PKW forderte mehrere, zum Teil schwer verletzte Personen. Zwei Mann rückten mit dem Rüstwagen aus, um die Unfallstelle auszuleuchten und die Fahrbahn zu reinigen.
Drei Tage später wurde die Hilfe der Feuerwehr erneut bei einem Verkehrsunfall benötigt, diesmal jedoch in größerem Ausmaß: Nach einem Zusammenstoß auf der AM 30 Höhe Krumbach war eine Person im Fahrzeug eingeklemmt. Um 7.53 Uhr alarmierte der diensthabende Disponent den Rüstzug der Feuerwehr Amberg sowie die Stadtteilwehr Amberg-Raigering. Die Befreiung der Person ging dann rasch von Statten, sodass die letzten Kräfte nach Unterstützung der Absperr- und Aufräumarbeiten etwa eine Stunde nach der Alarmierung wieder abrücken konnten.
In der Nacht zum darauf folgenden Tag forderte die Polizei die Hilfe der Feuerwehr, nachdem Vandalen ein Schaufenster in der Ziegelgasse zerstört hatten. Drei Mann rückten gegen 2.30 Uhr aus und verschalten das Fenster, um die Geschäftsräume zu schützen.

Zu einem größeren Austritt von Betriebsstoffen eines PKW kam es dann am Nachmittag desselben Tages. Mehrere Kräfte waren rund zwei Stunden damit beschäftigt, die Fahrbahn von ausgelaufenem Öl zu reinigen.
Am 23.Februar erreichte die Einsatzzentrale eine dramatische Meldung: Erneut war es zu einem Verkehrsunfall gekommen, diesmal sollten Kinder im Fahrzeug eingeklemmt sein. Aufgrund der Lage wurden neben dem Rüstzug der Feuerwehr Amberg die zuständigen Wehren der Gemeinden Kümmersbruck und Ebermannsdorf auf die Bundesstraße 85 alarmiert. Vor Ort konnte man glücklicherweise Entwarnung geben: die leicht verletzten Insassen waren nicht im Fahrzeug eingeklemmt und wurden bereits durch den Rettungsdienst versorgt.
Am darauf folgenden Tag meldeten mehrere Anrufer einen größeren Brand in einem Hahnbacher Beerdigungsinstitut. Die ausgerückten Wehren des Landkreises wurden durch ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter „Atemschutz“ unterstützt.
Aufgrund des steigenden Pegelstands der Vils mussten in den Abendstunden des 27.Februar vorsorgliche Maßnahmen im Stadtgebiet getroffen worden. So galt es unter anderem, mehrere Wege und Straßen zu sperren, um eine Gefährdung der Bevölkerung bei weiterem Ansteigen des Pegelstands auszuschließen.

Über das erwähnte Einsatzgeschehen hinaus mussten rund zehn weitere technische Hilfeleistungen geleistet werden. So wurden zum Beispiel der Faschingszug [ Sonderbericht ] und die Lichtmess-Prozession abgesichert. Neunmal leisteten je zwei Mann im Kongresszentrum und im Stadttheater Dienst, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten und im Ernstfall schnell eingreifen zu können.