Monatsbericht Juli 2009
Sechs Brandeinsätze, neun Brandmeldealarme, 21 technische Hilfeleistungen und elf Sicherheitswachen ergeben im Juli 2009 47 Ausrückungen der Feuerwehr Amberg.
Um 3.28 Uhr war am 2.Juli der erste Einsatz zu verzeichnen. Der Löschzug rückte zusammen mit der Stadtteilwehr Amberg-Raigering in das Industriegebiet Nord aus, nachdem die automatische Brandmeldeanlage eines dort ansässigen Betriebes Feueralarm gemeldet hatte. Bei der Erkundung konnte ein Brandmelder ausgemacht werden, der ohne erkennbaren Grund ausgelöst hatte.
Nahezu exakt zwölf Stunden später wurde der Rüstzug der Feuerwehr Amberg gemeinsam mit den Wehren der Gemeinde Kümmersbruck alarmiert. Auf der Staatsstraße 2040 war ein PKW zwischen Engelsdorf und Paulsdorf von der Straße abgekommen und hat sich anschließend überschlagen. Da der Fahrer vor Ort nicht anzutreffen war, wurde zunächst vermutet, dass dieser beim Unfallvorgang aus dem PKW geschleudert wurde und unter seinem Fahrzeug eingeklemmt war. Dieses Szenario bestätigte sich glücklicherweise nicht, als man den unter Schock stehenden Fahrer auf einem Bauernhof nahe der Unfallstelle antraf.
Am selben Nachmittag wurde vom diensthabenden Disponenten auch der Löschzug entsandt, Alarmadresse war ein Wohnheim im Stadtgebiet, dessen Brandmeldeanlage aufgelaufen war. Als Ursache hierfür konnte schließlich eine beim Kochen entstandene Rauchentwicklung festgestellt werden.
Auch der Feueralarm, der etwa 24 Stunden später aus dem Amberger Klinikum gemeldet wurde, stellte sich als Fehlalarm heraus. Der angerückte Löschzug konnte unverrichteter Dinge wieder abziehen.
Die Meldung „Zimmerbrand Regensburgerstraße!" rief den Stadtlöschzug am 5.Juli um 16.51 Uhr erneut auf den Plan. Die starke Rauchentwicklung aus einer Pizzeria veranlasste Passanten, die Feuerwehr zu informieren. Auch hier war wieder Glück im Spiel: die Rauchentwicklung wurde durch angebrannte Speisen in der Küche verursacht, sodass es zu keinem weiteren Schaden gekommen war.
Dass brennende Kerzen ohne Aufsicht schnell Schaden anrichten können, hat ein Amberger Bürger glücklicherweise am Abend des selben Tages nicht unterschätzt. Die Türe seiner Wohnung fiel ins Schloss, nachdem er kurz seine Wohnung, in welcher eben eine brennende Kerze stand, verlassen hatte. Er alarmierte die Feuerwehr, welche mit einem Kleinalarmfahrzeug ausrückte und dem Mann schnell und fachmännisch Zugang zu seiner Wohnung verschaffte.
Nur zehn Stunden vergingen bis zum nächsten Einsatz. Zu einem Brandmeldealarm in einem Geschäft in der Fuggerstraße rückte der Löschzug am Sonntagvormittag aus. Zwar stellte sich der Alarm als Fehlalarm heraus, jedoch wurde den Kräften die Arbeit hier unnötig erschwert, indem die Brandmeldeanlage und der Zugang zum Bedienfeld durch Kartonagen und gelagertem Material verstellt war.
Aus einem landwirtschaftlichen Fahrzeug ausgelaufenes Motoröl rief das Kleinalarmfahrzeug am Vormittag des 7.Juli auf den Plan. Zwei Mann reinigten die Fuggerstraße und stellten Hinweisschilder für den Verkehr auf.
Mit vier Einsätzen, darunter einer Sicherheitswache, geht der 11.Juli in die Statistik ein. Um 2.35 Uhr kam es erneut zur Auslösung der Brandmeldeanlage im bereits bekannten Wohnheim im Stadtsüden. Wieder wurde hier „Fehlalarm" von den Kräften des ausgerückten Löschzugs an die Einsatzzentrale gemeldet.
Am Nachmittag dann ereignete sich auf der Bundesstraße 299 zwischen Amberg und Ursensollen ein schwerer Verkehrsunfall. Ein PKW, besetzt mit zwei jungen Männern, kam von der Straße ab und überschlug sich. Beide Insassen wurden schwer verletzt, konnten jedoch rasch aus dem Fahrzeug befreit werden. Im Einsatz war der Rüstzug der Feuerwehr Amberg sowie die zuständigen Wehren der Gemeinde Ursensollen. Zum dritten Einsatz an diesem Tag rückte schließlich um 16.22 Uhr das Kleinalarmfahrzeug aus, um den Eichenforstplatz von aus einem Auto ausgetretenen Betriebsstoffen zu reinigen.
Das Kleinalarmfahrzeug war auch am 13.Juli Helfer in der Not. Gegen 11.15 Uhr wurde die Feuerwehr zu einer dringenden Türöffnung am Fallweg angefordert. Die Wohnungstüre, welche von der verletzten Bewohnerin nicht mehr selbst geöffnet werden konnte, wurde geöffnet und die Frau dem Rettungsdienst übergeben.
Wegen eines Feueralarmes in der Turnhalle eines Gymnasiums im Stadtgebiet alarmierte der Disponent am 15.Juli um 0.07 Uhr den Löschzug. Die Erkundung ergab auch hier Fehlalarm.
Sieben Stunden später forderten die ausgerückten Feuerwehren der Gemeinde Ursensollen ein wasserführendes Fahrzeug zu einem PKW-Brand auf der Bundesautobahn 6 zwischen Ursensollen und Sulzbach-Rosenberg an. Mit einem Wechselladerfahrzeug, ausgerüstet mit dem Abrollbehälter Tank, rückten drei Mann aus und unterstützten die Wehr vor Ort mit Löschwasser.
Um 0.52 Uhr kam es dann am 16.Juli zu einem ähnlichen Einsatz, nicht weit von der Einsatzstelle des vorausgegangenen Tages. Auf der Raststätte „Oberpfälzer Alb Nord" war ein LKW im Tankstellenbereich in Brand geraten. Von der Feuerwache Amberg rückte erneut das Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Tank, ergänzt durch ein Tanklöschfahrzeug an, um die Wehren der Gemeinde Ursensollen zu unterstützen. Gemeinsam zog man das Fahrzeug, in dessen Führerhaus der Brand ausgebrochen war, aus dem Gefahrenbereich und löschte den LKW anschließend sicher ab.
Noch zwei weitere Einsätze sollten an diesem Tag folgen. Gegen 13 Uhr rückte das Kleinalarmfahrzeug zu einer notfallmäßigen Wohnungsöffnung in die Jahnstraße aus. Leider wurde der Bewohner hier tot in seiner Wohnung aufgefunden. Um 17.42 Uhr dann hieß es Einsatz für den Rüstzug. Auf der Kreisstraße AS 2 zwischen Waldhaus und Garsdorf hatte sich ein Verkehrsunfall ereignet. Hier musste man jedoch nicht mehr tätig werden, da bei Eintreffen der Feuerwehr glücklicherweise keine Personen mehr im PKW eingeklemmt waren.
In der Nacht zum 18.Juli rückte das Kleinalarmfahrzeug zweimal aus, um durch ein Unwetter auf die Straße gestürzte Bäume zu beseitigen.
Zu einem Brandmeldealarm in der städtischen Berufsschule rückte die Wehr am 20. des Monats gegen 10 Uhr aus. Bei der Erkundung im Objekt stellte sich heraus, dass durch Aktivitäten in den Küchenräumen der Schule der Alarm ausgelöst wurde.
Ein Citybusfahrer bemerkte am 22.Juli eine Rauchentwicklung im hinteren Bereich des Busses. Sofort hielt er den Bus in der Eglseerstraße an, evakuierte den Bus und verständigte die Feuerwehr. Als die Kräfte, ausgerückt mit Löschgruppenfahrzeug, Tanklöschfahrzeug und Wechselladerfahrzeug (Abrollbehälter Tank), an der Einsatzstelle eintrafen, stand das Heck des Busses bereits in Vollbrand und in großer Menge ausgelaufener Kraftstoff brannte auf der Straße. Sofort wurden die Löschmaßnahmen unter schwerem Atemschutz eingeleitet, parallel versuchte man weiteres Ausbreiten des Kraftstoffes zu verhindern. Nach dem „Feuer aus!" an die Einsatzzentrale gemeldet wurde, konzentrierten sich die Maßnahmen auf die Reinigung der stark verschmutzten Fahrbahn. Das Wrack des Busses wurde abgeschleppt, die letzten Kräfte konnten die Einsatzstelle erst gegen 17 Uhr, also drei Stunden nach der Alarmierung verlassen. Glücklicherweise blieb es hier weitestgehend bei materiellem Schaden, lediglich der Busfahrer hatte während der beherzten Löschversuche vor Eintreffen der Feuerwehr eine Rauchgasintoxikation erlitten und musste medizinisch vom Rettungsdienst versorgt werden.
Rund 48 Stunden später wurde eine Drehleiter der Feuerwehr Amberg von der Rettungsleitstelle angefordert. Es galt, einen erfolgreich reanimierten Patienten schonend aus einem Wohnhaus zu Boden zu bringen. Dies gelang den Helfern vor Ort rasch, sodass der Patient ins Klinikum transportiert werden konnte.
Am 25.Juli unterstützte die Feuerwehr Amberg mit mehreren Fahrzeugen die Wehren des Vilstales beim Großbrand eines Betriebes in Vilshofen. Nähere Informationen hierzu sind dem Sonderbericht zu entnehmen.
Während ein Teil der Einsatzkräfte bei diesem Großfeuer gebunden waren, standen im Laufe des Tages zwei Einsätze durch Brandmeldeanlagen an, in beiden Fällen handelte es sich um Fehlalarme. Am Abend rückte die Stadtteilwehr Amberg-Ammersricht auf die Staatsstraße 2238 höhe Immenstetten aus, um nach einem Verkehrsunfall
die Fahrbahn zu reinigen und den Verkehr abzusichern.
Mit einer schwer verständlichen Anruferin hatte der diensthabende Disponent in der Einsatzzentrale am Abend des 26.Juli zu tun. Er verstand lediglich die Adresse, das genaue Anliegen der Frau konnte er jedoch nicht ausmachen. Deshalb entsandte er vorsorglich ein Löschgruppenfahrzeug in die Holbeinstraße, informierte parallel Polizei und Rettungsdienst. An der Einsatzstelle angekommen stellte sich rasch heraus, dass es sich hier um einen Fall für die Kollegen des Rettungsdienstes handelte, ein Mann wurde hier bewusstlos aufgefunden.
Um 3.50 Uhr wurde die Einsatzzentrale am 31.Juli verständigt. Ein Wasserrohrbruch in der Unteren Nabburgerstraße machte die Ausfahrt des Kleinalarmfahrzeuges zum letzten Einsatz des Monats notwendig.
Über das erwähnte Einsatzgeschehen hinaus galt es weitere Einsätze kleineren Umfangs, zumeist technische Hilfeleistungen, abzuarbeiten. Die Sicherheitswachen wurden zu Veranstaltungen im Kongresszentrum sowie im Stadttheater, aber auch zu den Aufführungen der „Carmina Burana" im Malteserinnenhof und dem traditionellen Flugfest der Amberger Flieger gestellt.
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