Monatsbericht Juni 2005
Nachdem in den letzten drei Monaten die Einsatzzahlen stets konstant blieben, stieg das Einsatzaufkommen im Berichtszeitraum auf 49 Alarme an. Die Amberger Feuerwehr musste zu zehn Feuern, 25 technischen Hilfeleistungen und 14 Alarmen von Brandmeldeanlagen ausrücken. Zudem stellte sie je eine Sicherheitswache im ACC und Stadttheater.
Gleich zu Anfang des Monats erreichte die Amberger Einsatzzentrale die Meldung über einen schweren Verkehrsunfall zwischen einem Kleintransporter und einem Lkw auf der Staatsstraße 2238 auf Höhe Urspring. Aufgrund eines gewagten Überholmanövers eines entgegenkommenden Pkws musste der Lenker eines 40-Tonners abrupt abbremsen. Der Fahrer eines dahinter fahrenden Kleinlasters bemerkte die Situation zu spät und musste, um ein Auffahren zu vermeiden, auf die Gegenfahrbahn ausweichen. Genau in diesem Moment kam ein weiterer 40-Tonner entgegen. Beide Fahrzeuge kollidierten im Frontbereich. Der Lenker des Kleintransporters wurde eingeklemmt und durch die ausgerückten Feuerwehrkräfte aus seiner misslichen Lage befreit. Der ebenfalls anwesende Rettungsdienst brachte den Verunfallten mit mittelschweren Verletzungen in Klinikum St. Marien. Bei diesem Einsatz waren die Stadtteilfeuerwehr Ammersricht und der Rüstwagen der Wache alarmiert worden. Zu einem vorsätzlich eingeschlagenen Handdruckmelder musste der Stadtlöschzug zur Amberger Fachhochschule ausrücken. Am 03.06. um 23.17 Uhr lief in der Feuerwehreinsatzzentrale die Meldung der hochschuleigenen Brandmeldeanlage auf. Zu diesem Zeitpunkt war das jährliche Campusfest in vollem Gange. Die angerückten Helfer kontrollierten die ausgelöste Anlage. Vermutlich hatte sich ein Festbesucher einen nicht sehr komischen Scherz erlaubt und böswillig die Feuerwehr alarmiert. Durch solche sinnlosen Aktionen werden unnötig Kräfte gebunden, die bei etwaigen richtigen Notfällen nicht oder erst verspätet zur Verfügung stehen.
Ein brennender Müllbehälter auf einem Rastplatz am Autobahnzubringer erforderte am 05.06. gegen 9.15 Uhr das Eingreifen der Amberger Wehr sowie der Feuerwehr Ursensollen. Die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs hatte die Flammen mittels Schnellangriffseinrichtung sofort im Griff. Acht Stunden später erreichte die Einsatzzentrale der Amberger Feuerwehr der Notruf einer Frau aus der Wahlstraße. Diese teilte mit einen Brand in ihrer Küche mit. Der diensthabende Disponent löste für den Stadtlöschzug Alarm aus. Nach kurzer Erkundung durch den Einsatzleiter stellte sich heraus, dass es sich nur um Schmorgeruch des laufenden E-Herds handelte. Ein Eingreifen der Wehrmänner war nicht erforderlich. Bei diesem Einsatz erschwerten parkende Pkws ein Durchkommen der Großfahrzeuge. In diesem Zusammenhang bittet die Feuerwehr die Autofahrer, auf die benötigte Durchfahrtsbreite von mindestens 3m zu achten, um den Rettern ein schnelles Anrücken zu ermöglichen.
Ein mutwillig abgeschossener Feuerlöscher löste am 08.06. um 14.48 Uhr die Brandmeldeanlage einer Tiefgarage an der Bad Bergzabener Straße aus. Die alarmierte Stadtteilwehr Ammersricht kontrollierte zusammen mit der Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs der Wache die Räumlichkeiten und stellte die Anlage wieder scharf.
Zu einem etwas kuriosen Einsatz begab sich das Kleinalarmfahrzeug am 14.06. um 11.43 Uhr in die Kolumbusstraße. Vermutlich wegen eines technischen Defekts löste sich die Bremse eins geparkten Citybusses. Dieser rollte rückwärts in einen nahen Vorgarten und walzte dabei den dortigen Holzzaun nieder. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt oder gar umstehende geparkte Fahrzeug beschädigt. Durch die aufgerissene Ölwanne lief der komplette Inhalt der Motorschmierung aus und versickerte im Erdreich. Da kein Öl mehr zu binden war, war ein Eingreifen der Einsatzkräfte nicht mehr erforderlich. Der zuständige Vertreter der Stadt veranlasste ein Ausheben der kontaminierten Erde.Bereits wenige Stunden später musste die Wehr erneut tätig werden. Besorgte Anwohner in der Raiffeisenstraße teilten mit, dass sich ein Mauersegler in luftiger Höhe in einer Schnur verheddert habe. Mit der Drehleiter konnten die Retter das Tier erreichen, befreien und unverletzt in die Freiheit entlassen.
Zu einer nachbarschaftlichen Löschhilfe rückte am 17.06. um 18.11 Uhr das Tanklöschfahrzeug aus. In Ammerthal stand ein Gartenhaus in Flammen. Die zuständige Ortsfeuerwehr hatte das Feuer rasch unter Kontrolle, so dass ein Eingreifen der Amberger Kräfte nicht mehr erforderlich war.
Eine weithin sichtbare schwarze Rauchsäule deutete den ausgerückten Einsatzkräften am 19.06. um 13.29 Uhr den Weg zu einem Großfeuer auf dem Gelände einer Kunststofffirma im Stadtteil Bergsteig. Mehrere Anrufer aus dem gesamten Stadtgebiet machten die Feuerwehreinsatzzentral auf die enorme Rauchentwicklung aufmerksam. Aus bislang ungeklärter Ursache stand ein 60x70m großer Haufen Holzpaletten und ein 10x20m großer Stapel Kunststoffgetränkekästen in Flammen. Da bereits beim Eintreffen des ersten Löschgruppenfahrzeugs sowie des diensthabenden Zugführers bereits erkennbar war, dass ein massiver Löscheinsatz erforderlich sein würde, erhöhte der Disponent die Alarmstufe und löste Zugalarm aus. Die ersten Kräfte nahmen sofort ein Schaum- sowie jeweils ein B- und C-Rohr vor. Durch die enorme Wärmestrahlung waren die vorgehenden Trupps stark in ihrer Arbeit behindert, so dass teilweise mit Hitzeschutzkleidung gearbeitet werden musste. Da die Löschwasserversorgung auf dem Betriebsgelände äußerst schlecht war, bauten die nachrückenden Feuerwehrkräfte mit Hilfe des Schlauchwagens eine Wasserversorgung zur 200m entfernten Gerresheimer Straße auf. Im Verlaufe des Einsatzes entstanden drei weitere Schlauchleitungen, um ausreichend Löschwasser für ein weiteres B-, mehrere C-Rohre sowie den Werfer des AB-Tank zu haben. Dieser massive Einsatz brachte dann gegen 14.15 Uhr den gewünschten Erfolg – der Einsatzleiter konnte „Feuer unter Kontrolle“ an die Einsatzzentrale funken. Die Nachlöscharbeiten, unterstützt von drei Baggern, zogen sich bis kurz nach 16.00 Uhr hin. Die eingesetzten 44 Mann der Feuerwehr Amberg wurden von der Stadtteilfeuerwehr Raigering und von der Feuerwehr Kümmersbruck unterstützt. Die entblößte Wache am Schießstätteweg besetzten Einsatzkräfte der Stadtteilwehren Gailoh und Karmensölden. Bis in die Abendstunde mussten noch zwei Nachsichten gefahren werden, in deren Verlauf nochmals zwei C- und ein Schaumrohr zum Einsatz kamen. Insgesamt war ein Großaufgebot der Amberger Feuerwehr von 66 Mann und 16 Fahrzeugen sowie 3 Abrollbehältern im Einsatz. Zur Sicherheit der Einsatzkräfte stand ein Rettungswagen des BRK in Bereitschaft. Ein Feuerwehrmann kam nach einem Sturz mit einer leichten Verletzung am Bein ambulant ins Klinikum. Mit über 1600m Schlauchmaterial und mehr als 360l Schaummittel war dies einer der materialaufwendigsten Einsätze des laufenden Jahres. > Einsatzbericht >
Nach einem Verkehrsunfall an den Franzosenäckern am 23.06. gegen 18.28 Uhr drohte ein Pkw in Flammen auf zu gehen. Deshalb forderten die an der Unfallstelle tätigen Polizisten die Hilfe der Feuerwehr an. Bei Ankunft des Löschgruppenfahrzeugs öffnete die Helfer Motorhaube und klemmten die Batterie des Fahrzeugs ab, so dass die Brandgefahr gebannt werden konnte.
In den Nachtstunden des 24.06. meldete sich ein besorgter Anwohner der Bonhoefferstraße bei der Einsatzzentrale. Es sei am Horizont heller Feuerschein zu sehen. Daraufhin verständigte der Disponent den diensthabenden Zugführer mit dem Auftrag, die Lage zu erkunden. Bereits nach wenigen Minuten war klar, dass es sich um ein Johannisfeuer einer benachbarten Gemeinde handelte. Weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich.
Zu einer Personenrettung rückte am 26.06. um 5.08 Uhr die Drehleiter aus. In einem Hotel am Pfalzgrafenring brauchte das BRK die Unterstützung der Feuerwehr. Es galt eine Patientin schonend aus dem Gebäude zu bringen. Mit vereinten Kräften transportierten die Helfer die Frau in den bereitstehenden Rettungswagen.
Über den Notruf 112 gingen am 29.07. gegen 15:50 Uhr in der Einsatzleitzentrale der Feuerwehr Amberg mehrere Anrufe ein, die eine starke Rauchentwicklung aus einem Wohn- und Geschäftshaus in der Georgenstraße mitteilten.Der Disponent alarmierte umgehend den Stadtlöschzug. Beim Eintreffen des ersten Löschgruppenfahrzeuges, das nach wenigen Minuten zeitgleich mit dem Einsatzleitwagen und der Drehleiter die Einsatzstelle erreichte, drang starker Rauch aus den Fenstern einer Wohnung im ersten Obergeschoss. Ein Trupp unter Atemschutz, mit einem C-Rohr ausgerüstet, ging in die brennende Wohnung vor. Durch die starke Rauchentwicklung kämpften sich die Feuerwehrmänner bis zur eigentlichen Brandstelle vor und löschten das Feuer ab. Aufgrund der starken Hitze platzte rund um die Brandstelle der Wand- und Deckenputz großflächig ab. Hilfreich war wiederum die Wärmebildkamera, die dem vorgehenden Trupp die Arbeit enorm erleichterte. Ein weiterer Trupp unter Atemschutz kontrollierte die Wohnung im darüber liegenden Geschoss. Nach zehn Minuten waren die Flammen gelöscht und es konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Die anschließenden Nachlöscharbeiten dauerten noch über eine Stunde an. Unter Zuhilfenahme der Wärmebildkamera lokalisierten die Wehrmänner versteckte Glutnester und löschten diese gezielt ab. Am Abend vergewisserten sich die Helfer erneut bei einer Nachschau, ob auch alle Glutnester entdeckt wurden. Während des gesamten Einsatzes sperrten Polizeibeamte die betroffene Georgenstraße ab - das BRK stellte die medizinische Notfallversorgung für die eingesetzten Feuerwehrleute sicher. Bei dem Feuer, das durch einen technischen Defekt an einer Deckenlampe ausgelöst wurde, erlitten zwei Bewohner eine leichte Rauchvergiftung. Der Rettungsdienst versorgte sie und brachte sie ins Klinikum St. Marien. Der Sachschaden wird mit 100.000 Euro beziffert. > Einsatzbericht >
Ein in der Nacht vom 29. auf den 30.06. über Amberg niedergegangenes Gewitter mit Starkregen brachte der Amberger Feuerwehr einiges an Arbeit. Im Laufe der Nacht musste einige Keller ausgepumpt, Bäume von Straße geräumt und etliche Kanaldeckel wieder eingesetzt werden. Schwerpunkt des Einsatzgeschehens war das Eisbergviertel. Zudem liefen in Folge von Blitzschlägen und Stromausfällen einige Brandmeldeanlagen in der Einsatzzentrale auf. Insgesamt verzeichnete die Amberger Wehr zehn witterungsbedingte Alarme. Im Vergleich zu bereits erlebten Unwettern, kam die Stadt allerdings recht glimpflich davon. Zu den im Bericht aufgeführten Einsätzen bearbeitete die Feuerwehr Amberg noch etliche weitere automatische Brandmeldealarme sowie diverse Kleineinsätze wie Ölspuren und dringende Türöffnungen.
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