Monatsbericht August 2005

Nachdem im Monat Juli die Einsatzzahlen den vorläufigen Höchststand erreichten, konnte im August mit 26 Ausfahrten das bisher niedrigste Alarmaufkommen verzeichnet werden. 18 technische Hilfeleistungen, vier Feuer und zwei aufgelaufene automatische Brandmeldealarme beschreibt die Statistik. Durch die eingelegte Sommerpause in den beiden großen Versammlungsstätten der Stadt brauchten auch keine Sicherheitswachen gestellt werden.

Ein schwerer Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person am 02.08. um 16.58 Uhr war Anlass für die Alarmierung des Amberger Rüstzuges sowie der zuständigen Landkreiswehren. Auf der Verbindungsstraße von Köfering nach Waldhaus waren zwei Pkw frontal kollidiert. Bei der Erkundung der ersten Einsatzkräfte stellte sich jedoch heraus, dass sich niemand mehr in den Fahrzeugen befand und die Verletzten bereits befreit sind. Aufgrund dieser Lagemeldung konnte der Rüstzug die Anfahrt abbrechen und wieder in die Feuerwache am Schießstätteweg einrücken.
Das Löschgruppenfahrzeug sowie der Kommandowagen rückten am 03.08. in den frühen Morgenstunden zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einer Tiefgarage am Pfalzgrafenring aus. Nachdem der angezeigte Bereich kontrolliert wurde und nichts Außergewöhnliches festzustellen war, traten die Helfer die Rückfahrt zur Feuerwache an.
Ein qualmender Grüncontainer in der Ahnherrnstraße machte am 05.08. um 19.18 Uhr das Eingreifen der Stadtteilwehr Ammersricht notwendig. Ein Anwohner informierte die Feuerwehr über den Notruf 112, dass der Inhalt eines Absetzcontainers vor sich hin schwele. Die zuständige Feuerwehr begab sich daraufhin mit dem Löschgruppenfahrzeug an den Schadensort. Mit der Schnellangriffseinrichtung gaben die Helfer Wasser zur Kühlung in den Behälter ab und verhinderten so ein weiteres Erhitzen des Grüngutes.
Am frühen Abend des 07.08. baten Sanitäter des BRK die Feuerwehr Amberg um Unterstützung. In einer Wohnung in der Rosenthalstraße musste eine hilflose Person rettungsmedizinisch versorgt werden, jedoch gelang es nicht, in die versperrten Räumlichkeiten zu gelangen. Mit Spezialwerkzeug öffneten die Einsatzkräfte die Wohnungstür. Der Gesundheitszustand des Patienten machte einen schonenden Transport aus dem Gebäude notwendig, weshalb die Drehleiter nachgefordert wurde. Durch den Einsatz der Krankentragenhalterung am Rettungskorb wurde eine adäquate Transportgelegenheit geschaffen.

08_01.jpgEin aufgeregter Anrufer meldete am 11.08. um 15.24 Uhr eine gefährlich aussehende Schlange unter einem Blumenstock in einem Altenheim an der Hellstraße. Daraufhin machten sich drei Helfer mit dem Kleinalarmfahrzeug und mit Tierfanggerät ausgerüstet auf den Weg. An der Einsatzstelle wurde das etwa ein Meter lange Tier mit Hilfe eine Kohlensäurelöschers gekühlt, um eine Art Winterstarre hervorzurufen. Nachdem die Schlange in eine sichere Transportbox gelegt worden war, fuhren die Helfer ihre tierische Fracht ins Amberger Tierheim. Dessen Leiter stellte fest, dass es sich um eine ungiftige Erdnatter handelt, die in unseren Breiten häufig vorkommt. Somit bestand für zu keiner Zeit eine ernsthafte Gefährdung der Heimbewohner bzw. der Einsatzkräfte.

Am 16.08. machte in Amberg die zweite Etappe der Deutschlandrundfahrt Station. Die Großen des internationalen Radsports nahmen an dieser Veranstaltung, deren Verlauf quer durch die Vilsstadt ging, teil. Zu diesem Zweck sperrte die Polizei etliche Straßen, darunter auch die Bundestrasse 85. In dieser Zeit war es für Rettungskräfte unmöglich, diese Straßen zu nutzen oder auch nur zu überqueren. Die Fahrstrecke der Radprofis teilte Amberg in zwei Teile. Um auch in den von der Feuerwache abgeschnittenen Stadtgebieten rasch und ohne Verzögerungen Hilfe leisten zu können, war es notwendig, einige Löschfahrzeug an strategisch günstige Punkte auszulagern. Insgesamt vier Fahrzeuge mit dreizehn Mann stellten in dieser Zeit den Schutz der Bevölkerung in den isolierten Gebieten von Gailoh, obere Hockermühle und D-Programm sicher.
Das Löschgruppenfahrzeug rückte am 17.08. um 21.08 Uhr in die Wurzerstraße aus. Eine Anruferin meldete, ihr Kamin ziehe nicht richtig ab und verqualme ihre Wohnung. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich das Problem aber schon behoben. Die Räumlichkeiten wurden vor dem Abrücken jedoch noch mit dem Überdrucklüfter vom Rauch befreit.
Zwei unter Wasser stehende Keller beschäftigen am 22.08 um 17.02 Uhr die Stadteilwehr Karmensölden. Durch starken Regen liefen die Kellerräume zweier Anwesen einige Zentimeter voll Wasser. Mit Tauchpumpen und Wassersauger gingen die angerückten Helfer zu Werke. Zur gleichen Zeit kümmerten sich dreizehn Einsatzkräfte der Stadtteilwehr Ammersricht sowie der Feuerwache um die zum wiederholten Male vollgelaufene Unterführung in der Kokereistraße. Mit Absperrmaterial sicherten sie die Straße und sperrten diese bis zum Ablaufen der Wassermassen ab.
Leichter Rauch aus einer offen stehenden Balkontür veranlasste Anwohner eines Mehrfamilienhauses in der Merianstraße am 27.08. um 16.36 Uhr, die Feuerwehr zu alarmieren. Die herbeigeeilten Löschkräfte stiegen, geschützt durch schweren Atemschutz, über eine Steckleiter in die im ersten Obergeschoss liegende Wohnung ein. Nach kurzer Suche fanden sie eine vor sich hin kokelnde Blumenampel. Eine nicht abgelöschte Kerze entzündete das hängende Dekorationsstück. Einige wenige Spritzer Wasser aus einem Kleinlöschgerät genügten, um die Glut zu löschen. Bei diesem Einsatz kamen keine Personen zu Schaden, auch der Sachschaden hielt sich in Grenzen.
Nur drei Tage später erreichte die Einsatzzentrale der Feuerwehr Amberg die Meldung über einen Wohnungsbrand im Altstadtgebiet. Passanten hatten in den Mittagsstunden aufsteigenden Rauch aus einer Wohnung in der Unteren Nabburger Straße beobachtet. Sofort machte sich der komplette Stadtlöschzug auf den Weg zur Einsatzstelle. Da die Wohnungstür verschlossen war und auf Klopfen und Rufen niemand öffnete, verschafften sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zutritt zur Wohnung. Im Inneren konnte ein auf dem angeschalteten Herd vergessener Topf mit Kochgut als Auslöser des Qualms ausgemacht werden. Die Retter brachten das Kochgeschirr in Freie, wo es vollends abgelöscht werden konnte, den Herd drehten sie ab. Die Bewohner vergaßen wohl, vor der Abreise in den Urlaub den Ofen abzuschalten und den Topf beiseite zu stellen. Nur durch die Aufmerksamkeit mehrere Passanten konnte größerer Schaden im sensiblen Altstadtbereich verhindert werden. Nach den Löscharbeiten wurde die Wohnung wieder verschlossen und der Wohnungsbesitzer informiert.
Neben den dargestellten Alarmen wurden noch einige Routineeinsätze wie Ölspuren, Türöffnungen usw. bearbeitet.