Monatsbericht Oktober 2005

Elf Brandeinsätze, zwölf Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen, 14 technische Hilfeleistungen und zwölf Sicherheitswachen – so gliedern sich die 49 Einsätze der Feuerwehr Amberg im Monat Oktober.

Der erste Brandeinsatz des Oktobers wurde am Mittwoch 5.10. um 10:14 Uhr gemeldet. In der Sechserstrasse begann ein Mercedes zu brennen. Die Mannschaft des Löschgruppenfahrzeuges öffnete mit der Brechstange den Motorraum und löschte den Brand.

Über die automatische Brandmeldeanlage ging am Montag 10.10. um 12:30 Uhr eine Feuermeldung aus einem Betrieb im Stadtwesten ein. In einem Computerraum war ein Brand ausgebrochen, der aber durch die ebenfalls ausgelöste CO2-Löschanlage noch vor dem Eintreffen des umgehend ausgerückten Löschzuges erstickt wurde. Ein Trupp der Feuerwehr Amberg kontrollierte den Raum unter schwerem Atemschutz. Um den Beschäftigten des Betriebes den Zutritt zu ermöglichen, wurde der betroffene Bereich mit einem Überdrucklüfter belüftet.

Zu Nachlöscharbeiten nach einem Lagerfeuer wurde am Samstag 15. Oktober um 16:30 Uhr die Stadtteilwehr Ammersricht alarmiert.

Das Ausleeren eines Grills auf einer Rasenfläche verursachte am Montag 17.10. um 12.12 Uhr einen Flächenbrand in der Königsberger Strasse. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges hatte den Brand schnell unter Kontrolle, so dass bereits um 12:30 Uhr der Einsatz beendet war.

Ein überhitzter Ölofen war am Freitag 21.10. um 14:23 Uhr die Ursache eines weiteren Einsatzes. Die Mannschaft des Löschgruppenfahrzeuges entfernte eine Holzplatte oberhalb des Ofens und kontrollierte auch die darüber liegenden Wohnungen. Gute Dienste leistete erneut die Wärmebildkamera.

Ein paar Stunden später, um 21:35 Uhr, war dann ein überhitzter Kamin in der Hirschauer Strasse Anlass für einen Einsatz der Stadtteilwehr Ammersricht.

Zwei Nachsichten wurden am Montag 24. Oktober gefahren: um 9:14 Uhr in die Spitzwegstrasse – hier war ein Essen, das länger als vorgesehen auf dem Herd stand, Ursache – und um 17:08 Uhr in der Regensburgerstrasse; hier kontrollierte ein Trupp unter schwerem Atemschutz einen verqualmten Keller. Anschließend wurde das Gebäude belüftet.

Der Mittwoch 24.10. wird als schwarzer Tag für die Freunde des Piratenspielplatzes auf dem LGS-Gelände in die Geschichte eingehen. Um 7:37 Uhr wurde der Brand eines beliebten Spielgerätes gemeldet. Trotz des schnellen Eingreifens der Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges war es nicht mehr zu retten. Das nach dem Abbruch zum Abtransport bereit  gelegte Brandgut entzündete sich gegen Mittag erneut, so dass sich das Tanklöschfahrzeug um 12:43 Uhr nochmals auf den Weg zum Piratenspielplatz machen musste.

Der spektakulärste Brandeinsatz des Oktober ereignete sich in den Nachmittagsstunden des Samstags 29.10. in der Gartenanlage „Am Anger II“. Als der Besitzer eines Gartenhauses seinen Gasofen in Betrieb nehmen wollte, kam es zu einer Explosion. Dabei wurde eine ca. 20 cm dicke Wand des gemauerten Häuschens völlig zerstört; ebenso stand das ganze Gebäude in Flammen. Der Brandleider erlitt bei diesem Vorfall schwere Verletzungen. Um 15:22 Uhr ging die erste Meldung über die Polizei bei der Einsatzleitzentrale der Feuerwehr Amberg ein: von der Feuerwache am Schießstätteweg rückte daraufhin ein Löschgruppenfahrzeug aus sowie der Kommandowagen, im weiteren Verlauf noch der Versorgungs-LKW. Das Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter „Tank“ wurde auf der Rückfahrt von einer Übung im Landkreis zur Einsatzstelle beordert, um die Wasserversorgung sicherzustellen.
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Die Stadtteilwehr Ammersricht und der Inspektionsdienst fuhren ebenfalls an. Die ausgerückten Kräfte bekämpften den Brand mit einem C-Rohr und bargen unter schwerem Atemschutz zwei Gasflaschen aus dem Gartenhaus; diese wurden im Freien mit einem weiteren C-Rohr gekühlt, um eine Gefährdung auszuschließen. Der schwer verletzte Eigentümer wurde bis zum Eintreffen des Notarztes vom Feuerwehrarzt versorgt.

Das Auslösen von Brandmeldeanlagen ohne einen den Alarm verursachenden Brand führte zu zwölf Alarmierungen; Ursachen waren technische Defekte, das Aufwirbeln von Staub sowie ein böswillig eingeschlagener Druckknopfmelder.

Spitzenreiter war hier ein Objekt im Stadtsüden, das innerhalb einer Woche viermal vom Löschzug angefahren wurde – Samstag 15.10. um 13:04 Uhr, Montag 17.10. um 0:18 Uhr, Dienstag 18.10. um 4:52 Uhr und am Freitag 21.10. um 22:57 Uhr.

Der eingeschlagene Druckknopfmelder eines Lokals in der Amberger Innenstadt führte am Dienstag 25.10. um 22:52 Uhr zur Alarmierung der Feuerwehr. In diesem Zusammenhang soll darauf verwiesen werden, das bewusste, böswillige Alarmierungen nicht nur strafrechtlich verfolgt werden, sondern – und das sollte zu denken geben – schnelle Hilfe in wirklichen Notfällen verzögern können.

Mit 14 Einsätzen schlagen die technischen Hilfeleistungen zu Buche. Hier waren überwiegend die alltäglichen Einsätze wie Wasserschäden, Ölspuren und Türöffnungen – bei denen in zwei Fällen jede Hilfe zu spät kam und die Personen tot in ihren Wohnungen lagen - zu bewältigen.

Am Dienstag, 4.Oktober wurde um 7:12 Uhr über die Polizei ein schwerer Verkehrsunfall auf der B 85 bei10_1.jpg Schäflohe gemeldet. Der Diensthabende alarmierte daraufhin die örtlich zuständige Stadtteilwehr Karmensölden und den Rüstzug der Feuerwehr Amberg. Der Fahrer eines PKW war von der Strasse abgekommen und auf dem Dach liegen geblieben. Um die medizinische Versorgung des schwer verletzten Fahrers zu ermöglichen wurde mit hydraulischem Rettungsgerät die Fahrertüre entfernt. Mittels Schaufeltrage wurde der Verletzte von Feuerwehr und BRK aus dem Fahrzeug gerettet.

Da die Stelle, an der das Fahrzeug zu Liegen kam, von der B 85 aus nicht unbedingt einsehbar ist, wird vermutet, das vom Unfallgeschehen bis zur Meldung einige Zeit verstrichen ist. Kurios ist in diesem Fall, das Anfang Oktober 2004 ebenfalls auf der B 85, nur Richtung Haidweiher, ein schwerer Unfall erst Stunden später entdeckt und gemeldet wurde.

Tags darauf  wurde die Feuerwehr um 17:43 Uhr nach dem Unfall eines Zweiradfahrers auf den Parkplatz eines Einkaufszentrums gerufen. Hier galt es an der Unfallstelle eine Blutlache zu beseitigen.

Zutritt zu seiner Wohnung ermöglichte die Feuerwehr einem Wohnungsinhaber am Freitag 14. Oktober um 20:06 Uhr. Nachdem laut Schlüsseldienst ein Öffnen der Türe nicht möglich war, verschaffte sich die Besatzung der Drehleiter über ein gekipptes Fenster im 3. Obergeschoss Zugang.

Zu guter Letzt wurden im Oktober auch 12 Sicherheitswachen durch die Feuerwehr Amberg gestellt: an drei Abenden auf der Herbstdult und an neun Abenden im Stadttheater sorgten Aktive der Feuerwehr für die Sicherheit von Besuchern und Akteuren.