Monatsbericht November 2005

Im Berichtszeitraum November war die Bevölkerung 53 Mal auf die Hilfe der Feuerwehr Amberg angewiesen. Sechs Mal musste die Amberger Wehr zur Brandbekämpfung ausrücken. Weitaus öfter, nämlich 21 Mal, wurde man zur technischen Hilfeleistung gerufen. Bei 20 Sicherheitswachen war man Garant für die Sicherheit der Veranstaltungsteilnehmer.

Im Rahmen der Amtshilfe unterstützte man den Rettungsdienst am ersten Novembertag. Eine durch den Rettungsdienst versorgte Person musste aus dem 4. Stock gerettet werden. Da das Treppenhaus einen schonenden Transport unmöglich machte, kam hier die Drehleiter zum Einsatz. Mittels einer am Leiterkorb montierten Halterung für Krankentragen konnte der Patient sicher und behutsam nach unten gebracht werden.

11_01.jpgHeiß her ging es im wahrsten Sinne des Wortes am 04. November in der Sandackerstraße in Amberg. Eine aufgeregte Anruferin teilte der Einsatzzentrale der Feuerwehr gegen 10:50 Uhr mit, dass in der Wohnung ihrer Nachbarin die Küche brennt. Sofort alarmierte der Diensthabende den Löschzug der Amberger Wehr und die zuständige Stadtteilwehr Gailoh. Nach Eintreffen des ersten Löschgruppenfahrzeuges konnte ein Trupp unter Atemschutzgerät mittels eines C-Rohres und eines Kleinlöschgerätes das Feuer schnell löschen, so dass der Einsatzleiter kurze Zeit später die Rückmeldung „Feuer aus“ an die Zentrale übermitteln konnte. Unter Zuhilfenahme der Wärmebildkamera wurden letzte Glutnester entfernt und mit dem Überdrucklüfter die Wohnung entraucht. Da die Küchentüre zur Zeit des Brandausbruches offen stand wurde die ganze Wohnung durch den dabei entstandenen Brandrauch stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Wohnungsinhaberin musste wegen einer erlittenen Rauchinhalation mit dem Rettungsdienst ins Klinikum gebracht werden.

Am 06. November musste die Besatzung des Kleinalarmfahrzeuges in die Dekan-Hirtreiter-Straße ausrücken. Ein wohl bedenkenloser Mitbürger hatte dort versucht Altöl zu entsorgen. So mussten die Einsatzkräfte Bindemittel auf den Inhalt von zwei verschütteten Ölkanistern auftragen um größere Umweltschäden zu verhindern.

11_04.jpgNur drei Tage nach dem Brand einer Küche wurde der Amberger Stadtlöschzug, in den Nachmittagsstunden, wieder auf den Plan gerufen. Es wurde erneut ein Feuer in einer Wohnung, diesmal an der Raigeringer Straße, gemeldet. Die auf der Anfahrt ersichtliche tiefschwarze Rauchsäule, und mehrere Anrufe über die „112“, ließen zunächst nichts Gutes verheißen. Schnell stellte sich heraus, dass auf dem Balkon im Hinterhof des Anwesens Gartenmöbel aus Kunststoff in Brand geraten waren. Ein Trupp unter Atemschutzgeräten verschaffte sich über eine Steckleiter zutritt auf den Balkon und löschte das Feuer mit einem C-Rohr ab. Da durch die gekippte Balkontüre Brandrauch in die Wohnung zog, und nicht sicher war ob sich der Wohnung noch Personen befinden, wurde von einem zweiten Atemschutztrupp die Wohnung gewaltsam geöffnet und abgesucht. Außer einer verängstigten Katze musste jedoch niemand gerettet werden. Der Brandleider befand sich zum Zeitpunkt des Feuers in der Arbeit. Im Anschluss kam der Überdrucklüfter zum Einsatz und die Wohnung wurde von Rauch befreit. Bei dem Feuer, das wohl durch mit Wunderkerzen zündelnde Kinder entstand, wurde die Wohnung stark verrußt. Durch die enorme Hitzeentwicklung platze im Bereich des Balkons teilweise der Putz von der Wand ab. Nach dem die Einsatzstelle, an den mittlerweile eingetroffenen Wohnungsinhaber, übergeben wurde konnte der Löschzug wieder zur Wache zurückkehren.

Am 10. November ereignete sich gegen 17:27 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der Vilstalstraße Höhe Theuern. Die Beifahrerin eines Mazda wurde eingeklemmt und schwer Verletzt. Hierbei unterstützte die Amberger Wehr mit dem Rüstwagen die zuständigen Feuerwehren aus dem Landkreis. Nach Versorgung der Patientin durch den Rettungsdienst konnte das Unfallopfer in Gemeinschaftsarbeit mittels hydraulischen Rettungsgerät befreit werden.

Am 15. November wurde der Einsatzzentrale ein brennender Pkw auf der B299 gemeldet. Auf Höhe des Parkplatzes bei Ursensollen begann dieser im Motorraum zu brennen. Neben der Feuerwehr Ursensollen rückte das LF16/12 von der Feuerwache Amberg mit aus. Ein Eingreifen war jedoch nicht mehr erforderlich da ein Helfer das Feuer mit einem Pulverlöscher bereits gelöscht hatte.

Zwei Tage später rückte der gesamt Rüstzug aus. Um 22:18 Uhr ereignete sich ein Verkehrsunfall auf der B 85 an der Autobahnanschlussstelle Schafhof. Da bereits zwei Minuten nach der Alarmierung durch die Polizei gemeldet wurde dass keine Person mehr eingeklemmt sei konnte der Rüstzug auf der Anfahrt wieder abdrehen. Die zuständigen Landkreisfeuerwehren sicherten die Unfallstelle ab.

Am 18. November rückte die Amberger Wehr zur nachbarschaftlichen Hilfe nach Sulzbach - Rosenberg aus. Dort breitete sich nach einem Küchenbrand das Feuer in einem Fehlboden weiter aus, so dass ein intensiver Einsatz an Atemschutzgeräten erforderlich war. Da die Reserven an Pressluftatmern der örtlichen Feuerwehren nicht ausreichten wurde um 22:57 Uhr durch den Kreisbrandrat der Abrollbehälter Atemschutz angefordert. Dieser wurde mit dem entsprechenden Wechselladerfahrzeug an die Einsatzstelle gebracht.

Am 19. November war um 12:13 eine „ausdampfende“ Waschmaschine der Auslöser für einen Melderalarm. Im Objekt am Haager Weg hatte eine Waschmaschine Dampf ausgestoßen und den ganzen Raum mit dichtem Wasserdampf gefüllt, so dass die Brandmeldeanlage die Feuerwehr alarmierte. So konnte der Löschzug den Einsatz, ohne größere Maßnahmen, bereits 20 Minuten später beenden.

Nur 50 Minuten nach Einsatzende war man in der Bozener Straße erneut gefordert. Die Betreiberfirma des Aufzuges im dortigen Mietshaus verständigte die Einsatzzentrale darüber, dass im Aufzug eine Frau festsitzt. Die Frau konnte kurze Zeit später befreit werden. Der Aufzug wurde außer Betrieb genommen. Der ausgerückte Rüstwagen und das Kleinalarmfahrzeug konnten wieder zur Wache zurückkehren.

Zu einem tierischen Einsatz kam es in Morgenstunden des 23. November. In Hermannsberg (Gemeinde Illschwang) war ein Pferd in eine Grube gefallen. Mit Abrollbehälter „Uni“ transportierte eines der beiden Wechselladerfahrzeuge der Amberger Wehr das vom zuständigen Einsatzleiter angeforderte Tierbergegerät zur Einsatzstelle. Das Tier konnte aus seiner misslichen Lage befreit werden.

Ein brennender Heizlüfter war am 24. November um 17:40 Uhr Grund für die Alarmierung des TLF16/25 der Feuerwehr Amberg. In Fichtenhof (Gemeinde Ammerthal) hatte sich das Heizgerät entzündet. Jedoch war der Einsatz der alarmierten Landkreisfeuerwehren sowie für das Amberger TLF nicht mehr erforderlich, da das Feuer vor Eintreffen von selbst erloschen war. Die Ortswehr kontrollierte die Einsatzstelle und lüftete die Räume.

11_02.jpgDer Abend des 1. Advents wird vielen Einsatzkräften der Amberger Wehr und des Rettungsdienstes wohl für längere Zeit im Gedächtnis bleiben. Um 18:30 Uhr ging die Meldung der Polizei über einen Verkehrsunfall auf der St 2238 zwischen Amberg und Hirschau in der Einsatzzentrale ein. Nach der Kollision mit einem Jeep wurde eine 34-jährige Frau mit ihren beiden Kindern in ihrem Pkw eingeklemmt. Eine dramatische Rettungsaktion begann. Die Besatzung des Rüstzug Amberg, die Stadtteilwehr Ammersricht und die zuständigen Landkreisfeuerwehren kämpften zusammen, gegen die Zeit, um das Leben der Pkw-Insassen. Für das 10-jährige Mädchen auf dem Beifahrersitz kam jedoch von Anfang an jede Hilfe zu spät. Es war sofort tot. Der 8-jährige Junge der auf dem Rücksitz des Fahrzeugs saß konnte zwar befreit werden, verstarb jedoch ebenfalls noch an der Unfallstelle. Die Mutter der beiden Kinder wurde nach der Rettungsaktion mit dem Rettungswagen ins Klinikum gebracht wo sie, keine 24 Stunden später, ebenfalls ihren schweren Verletzung erlag. Neben den Rettungsarbeiten wurde die Unfallstelle ausgeleuchtet und abgesichert.

Zu einer Art Hürdenlauf rückte das Kleinalarmfahrzeug am 28. November um 09:00 Uhr aus. In Kümmersbruck war der Einsatz des Rettungsdienstes erforderlich. Dies stand jedoch vor verschlossener Tür. Die Mannschaft der Feuerwache musste drei Türen öffnen ehe die Sanitäter zum Patienten gelangen konnten. Durch schnelles und effizientes Handeln gelangte man zum gewünschten Erfolg. Insgesamt musste man im Berichtszeitraum weitere fünf Mal notfallmäßig Türen öffnen.

11_03.jpgAm 29. November wurde um 18:17 Uhr die Mannschaft der Amberger Feuerwache zum dritten Mal an diesem Tage alarmiert. Grund dafür war die Auslösung der automatischen Brandmeldeanlage in einem Objekt am Rande des Altstadtkerns. Dort waren aus einer Klimaanlage geringste Mengen Ammoniak ausgetreten die zum Auslösen der Brandmeldeanlage führten. Ein Trupp geschützt mit Atemschutzgeräten ging in den Maschinenraum vor und verschloss die Ventile. Hiermit wurde ein weiteres Austreten von Ammoniak verhindert. Der Raum musste belüftet werden. Zur Sicherheit wurden Messungen durchgeführt, die keine bedenklichen Ergebnisse ergaben. Die Einsatzstelle wurde dem Anlagenbetreiber übergeben und der ausgerückte Löschzug rückte wieder auf die Feuerwache ein.