Monatsbericht Januar 2005
Nach einem unruhigen Jahreswechsel mit dem Großfeuer Dr. Filchner Straße am Silvestertag begann das Jahr 2005 deutlich ruhiger. 56mal war die Hilfe der Feuerwehr Amberg im Januar gefordert. Zu zehn Bränden, sieben Alarmen durch automatische Brandmeldeanlagen und zweiundzwanzig technischen Hilfeleistungen mussten die Feuerwehrmänner ausrücken.
Den ersten Einsatz brachte wie schon im letzten Jahr auch ein brennender Müllcontainer. Die Besatzung des Löschgruppenfahrzeug rückte um 1 Uhr in die Spitzwegstraße aus und löschte den fahrbaren Abfalleimer mit einen C-Rohr. Zwei Stunden später musste in der Schlachthausstraße eine zerbrochene Fensterscheibe verschalt werden.
Am 4. Januar hatte der dienst habende Zentralist mit einem eingehenden Notruf seine „Schwierigkeiten“. Der nur gebrochen deutschsprechende Anrufer konnte eigentlich nicht klar sein Problem darstellen warum er die Feuerwehr benötigt. Der Anrufer sprach von einer verrauchten Wohnung, einer verschlossenen Türe und einem Tier was sich noch in der Wohnung befindet. Der diensthabende Feuerwehrmann in der Einsatzleitzentrale entschloss sich ein Löschgruppenfahrzeug zur Nachsicht in die Rosenthalstraße zu schicken. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle stand der Anrufer schon winkend auf der Straße und versuchte jetzt auch dem Gruppenführer sein Problem zu erläutern. Es stellte sich heraus, dass der Mann seine Wohnung im ersten Obergeschoss kurzzeitig verlies und dabei seinen Schlüssel vergessen hat. Mit der Steckleiter konnte dem Mann schnell geholfen werden. Ein Feuerwehrmann stieg durch das offenstehende Fenster ein und öffnete von innen die Wohnungstüre.
Drei Tage später war es wiederum ein Müllcontainer in der Altstadt der die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges beschäftigte. Auch hier konnte mit Hilfe eines C-Rohres das Feuer schnell gelöscht werden. Zur Unterstützung des Rettungsdienstes wurde die Feuerwehr Amberg am Freitag den 07. Januar in die Seminargasse angefordert. Weil das Treppenhaus sehr beengt war und ein sicherer Transport der verletzten Person auf der Krankentrage nicht möglich war wurde mit Hilfe der Drehleiter die Person schonend aus dem zweiten Obergeschoss zu Boden gebracht. Am Samstag, den 08. Januar rückte die Stadtteilfeuerwehr Ammersricht zu einen Kaminbrand in die Formerstraße aus. Ein Eingreifen war hier nicht erforderlich. Der Kamin wurde kontrolliert und man verständigte den zuständigen Kaminkehrer.
Vier Stunden später rückte der Rüstzug zu einem Verkehrsunfall auf die Drahthammerkreuzung aus. Ein Fahrzeug, was in Richtung Bruno-Hofer-Straße fahren wollte beachtete das Rotlicht nicht und stieß im Kreuzungsbereich mit einem aus der Stadt kommenden VW Golf zusammen. Um den schwerverletzten Golf-Fahrer aus seinen Fahrzeug befreien zu können musste der beteiligte VW Bus erst mal entfernt werden. Die Einsatzstelle wurde ausgeleuchtet. Der ausgerückte Feuerwehrarzt versorgte ein leicht verletzte Person. Ebenfalls unterstützten die Feuerwehrkräfte die Polizei bei der Verkehrsregelung auf einer der meistbefahrenden Kreuzungen im Stadtgebiet. Die Aufräumungsarbeiten dauerten noch eine Stunde an.
Am Freitag den 14. Januar wurde gegen 1:30 Uhr die Stadteilfeuerwehr Ammersricht zu einen LKW-Reifenbrand auf die Staatsstraße nach Hirschau alarmiert. In Höhe der Ortschaft Urspring brannte von einem Sattelauflieger der Reifen. Die zuständige Landkreisfeuerwehr Hirschau hatte den Brand schnell unter Kontrolle, so dass die Feuerwehr Ammersricht unverrichteter Dinge wieder einrücken konnte.
Ein weiteres Mal löschte die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges am Samstag, den 15. Januar gegen 12:30 Uhr einen Müllcontainer in der Gerresheimer Straße. 24 Stunden später rückte der Löschzug in die Steubenstraße aus. Ein Anwohner meldete über Notruf 112, das es aus einen leerstehenden Wohngebäude raucht. Beim Erkunden stellte man fest, das Kinder in diesem Gebäude spielten und einen Pulverlöscher betätigten. Der aus den offenen Fenster austretende Pulverstaub täuschte den Anrufer.
Fünf Einsätze mussten am Dienstag den 18. Januar abgearbeitet werden. Neben einer längeren Ölspur, die von der Weißenburger Straße bis hin zum Schießstätteweg führte musste eine weitere Ölspur in der Asamstraße abgestreut und gekehrt werden. Auf Anforderung des Rettungsdienstes rückte das Kleinalarmfahrzeug zu einen notfallmäßigen Türe öffnen auf die Raigeringer Höhe aus. Die Türe war zwar schnell geöffnet, doch kam für den Wohnungsbesitzer jede Hilfe zu spät. Er lag bereits leblos in einen Zimmer. Der Besitzer einer Metzgerei in der Innenstadt verständigte die Einsatzleitzentrale am Schießstätteweg über einen überhitzen Heizkessel in seinen Handwerksbetrieb. Die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges musste nur noch kleinere Nachlöscharbeiten durchführen, den durch den aufmerksamen Metzger wurde der Entstehungsbrand schnell mit eigenen Mitteln gelöscht.
Person droht zu springen lautete die Alarmmeldung am Donnertag, den 20. Januar gegen 19 Uhr. Beim Eintreffen des Löschzuges im Milchhofviertel war die Person bereits von der Polizei und den Rettungsdienst überzeugt worden, den Schritt nicht zu begehen. Durch starke Regenfälle stieg der Pegelstand der Vils an. Durch die Feuerwehr mussten erste Maßnahmen durchgeführt. Im Stadtteil Neumühle wurden Hochwasserabsperrungen aufgestellt. So schnell, wie das Wasser da war zog es sich auch wieder zurück. Bei der Bahnunterführung in der Kokereistraße war dies leider nicht der Fall. Hier lief am Dienstag, den 25. Januar nachmittags, durch einen Wasserrohrbruch die komplette Unterführung voll. Nur durch einen längeren Pumpeneinsatz der Stadtteilfeuerwehren Ammersricht und Raigering konnte man dieses Problem lösen.
Am selben Tag brannte direkt vor dem Bahnhofsgebäude am Kaiser-Ludwig-Ring ein Pkw. Beim Eintreffen des Löschgruppenfahrzeuges an der Einsatzstelle war bereits die Polizei vorort und löschte mit einem Pulverlöscher die Flammen. Das eingesetzte C-Rohr brachte dann schnell den gewünschten Erfolg.
Am Freitag, den 28. Januar wurde gegen 16:30 Uhr ein Verkehrsunfall auf der Speckmannshofener Kreuzung mit eingeklemmter Person gemeldet. Beim Zusammenstoß eines Linienbusses mit einen Ford wurde die PKW-Fahrerin schwerst in ihren Fahrzeug eingeklemmt. Unter Vornahme von zwei hydraulischen Rettungssätzen konnte die 42-Jährige Frau aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Ihre elfjährige Tochter auf der Rücksitzbank überstand den Unfall mit einer Platzwunde. Der Fahrer des Busses und seine zehn Fahrgäste blieben unverletzt. Die Stadtteilfeuerwehr Karmensölden übernahm die Verkehrsreglung.
Unter den sieben Alarmen durch automatische Brandmeldeanlagen war wiederum ein Alarm, der auf einen Schmorbrand in einen Aufzugsschacht aufmerksam machte. Bei den anderen Alarmen handelte es sich um Fehler an der Anlage selber bzw. wurden die Melder durch Arbeiten ausgelöst. Für die Sicherheit bei mehreren Veranstaltungen im ACC und im Stadttheater verbrachten 34 Feuerwehrmänner rund 60 Stunden ihrer Freizeit hinter der Bühne.
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