Monatsbericht Januar 2006

Eher ruhig begann das Jahr 2006. So musste die Amberger Wehr lediglich 22 Mal ausrücken. Bei insgesamt neun Veranstaltungen im ACC bzw. im Stadttheater gewährleisteten unsere Kameraden die Sicherheit für die Besucher.

Keine sieben Stunden war das neue Jahr alt, als der erste Einsatz zu bewältigen war. So galt es um 06:12 Uhr eine Türe zu öffnen. Einsatzkräfte der Polizei mussten eine Festnahme tätigen. Jedoch standen sie vor verschlossenen Türen. Wieder einmal kam hier das Sperrwerkzeug zum Einsatz. Nur wenige Minuten nach Alarmierung konnten die Polizeikräfte den Bösewicht abführen und das zu diesem Einsatz ausgerückte Kleinalarmfahrzeug wieder zur Feuerwache zurückkehren.

Nach einer Pause von ca. sechs Stunden ging auf der Feuerwache ein Notruf aus der Balanstraße ein. Ein aufgeregter Bewohner teilte mit, dass es bei ihm in der Wohnung brenne. Kurze Zeit später rückte der Löschzug aus. Nach dem das erste Löschgruppenfahrzeug und der diensthabende Zugführer an der Einsatzstelle eingetroffen waren stellte sich schnell heraus das dem Wohnungsinhaber das Essen auf dem Herd angebrannt war. So konnte der Rest des Löschzuges noch auf der Anfahrt wieder abdrehen. Die Einsatzkräfte vor Ort entfernten den „Schmorbraten“, belüfteten die Wohnung und konnten wenige Minuten später die Einsatzstelle wieder verlassen.

Am 07. Januar unterstützte die Amberger Wehr die zuständigen Feuerwehren aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B85 bei Pittersberg. Um 00:42 Uhr ging die Meldung über die Polizei in der Einsatzzentrale ein, dass nach einem Verkehrsunfall zwei Personen eingeklemmt sind. Das verunfallte Fahrzeug kam von der Straße ab und fuhr an einen Baum. Vom ausgerückten Rüstwagen wurde hydraulisches Rettungsgerät eingesetzt.

01_01.jpgFeuerschein in einer Halle an der Wernher-von-Braun-Straße - So lautete die Mitteilung die am 08. Januar in der Einsatzzentrale der Feuerwehr Amberg einging. Umgehend wurden vom Diensthabenden die zuständige Stadtteilwehr Raigering und die Kräfte der Wache alarmiert. Das erst eingetroffene Löschgruppenfahrzeug konnte die eingegangene Mitteilung zunächst bestätigen. Die eingesetzte Mannschaft musste sich zuerst gewaltsam Zutritt in das Gebäude des glasverarbeitenden Betriebes verschaffen. Nach weiterer Erkundung stellte sich heraus, dass ein Glasschmelzofen eine Funktionsstörung hatte und auf Grund „Sauerstoffmangels“ die Flamme aus dem Ofen loderte. Da sich in der Umgebung des Ofens keinerlei brennbare Stoffe befanden genügte es einen Trupp unter PA mit einem C-Rohr in Bereitschaft zu halten. Der Ofen wurde unter Anleitung eines Betriebsangehörigen wieder in seinen normalen Betriebszustand gebracht. So konnte man eineinhalb Stunden später wieder abrücken und in die Wache zurückkehren.

Am 12. Januar kam es auf der AM30 zwischen Raigering und Immenstetten zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein mit drei jungen Frauen besetzter Polo kam auf Höhe Greßmühle auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem Lkw. Zu diesem Einsatz wurden der Amberger Rüstzug sowie die Stadtteilwehr Raigering alarmiert. Die 18 jährige Beifahrerin des Polos wurde dabei eingeklemmt und musste mittels hydraulischen Rettungsgeräts befreit werden. Mehr hierzu siehe Sonderbericht.

Zweimal musste man in diesem Monat zu einem Betrieb in das Industriegebiet Süd ausrücken. Am 15. Januar ging in der Einsatzleitzentrale der Amberger Wehr ein Feueralarm ein, woraufhin der Löschzug auf den Plan gerufen wurde. Im so genannten Betriebsstofflager wurde durch die Besatzung des ersten Löschgruppenfahrzeuges Rauchgeruch festgestellt. Ein offenes Feuer konnte nicht festgestellt werden. Der Raum wurde mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Es konnte jedoch keine Ursache für den Rauch festgestellt werden.

Exakt eine Woche später ging in den Vormittagsstunden der Notruf für den zweiten Einsatz in diesem Objekt ein. Der Pförtner meldete dass die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst habe. Nach dem dass erste Löschgruppenfahrzeug die Einsatzstelle erreicht hatte konnte man in einem Prüffeld Rauch feststellen. Vermutlich war hier ein Defekt in der elektrischen Anlage der Grund dafür. Auch hier reichte es den Raum rauchfrei zu machen und die Einsatzstelle den zuständigen Techniker zu übergeben.

Am 29. Januar rückte der KdoW zusammen mit einem Löschgruppenfahrzeug in die Regensburgerstraße aus. Der Anrufer teilte der Feuerwehreinsatzzentrale mit, dass er in seinem Keller Rauch hätte. Da der Kellerraum recht groß war setze man zwei Wärmebildkameras ein und konnte die Ursache schnell finden. Eine glimmende Zigarre hatte im Abfalleimer zu schmoren begonnen und den Rauch verursacht. Der Eimer wurde entfernt und mit dem Drucklüfter sorgte man für den Abzug des Rauchs.

Weiterhin musste man im Berichtszeitraum noch zweimal Türen öffnen. Bei vier Einsätzen waren Wasserschäden zu beseitigen. Unter anderem war dabei durch eine defekte Rückstauklappe eine Kellerwohnung voll gelaufen.