Monatsbericht Mai 2008
Autor: Christoph Tresch, Fm
03. Juni 2008
Vier Brandeinsätze, vier Brandmeldealarme, 24 technische Hilfeleistungen und 18 Sicherheitswachen – so die Bilanz eines relativ arbeitsreichen Monats Mai 2008 für die Feuerwehr der Stadt Amberg. Dramatisch wurde es gleich am ersten Tag des Monats.
Im Stadtgebiet wurde nähe des Bahnübergangs Sandstraße ein Mann von einem Zug erfasst und getötet. Die Kräfte des alarmierten Rüstzuges unterstützten die Polizei bei der Spurensuche und sicherten die Einsatzstelle ab.
Vier Tage später forderte die Polizei das Kleinalarmfahrzeug zu einer dringenden Türöffnung im Stadtteil Eisberg an. Zwei Mann rückten hierauf aus und öffneten die Wohnungstüre.
Einsatz für die Stadtteilfeuerwehr Amberg-Gailoh hieß es am frühen Morgen des 5.Mai. Zwischen Gailoh und Haag wurde gegen 5 Uhr ein auf die Fahrbahn gestürzter Baum gemeldet. Zwei Mann konnten den Verkehrsweg mit Hilfe einer Motorkettensäge rasch wieder für den morgendlichen Berufsverkehr frei machen.
Wo rohe Kräfte sinnlos walten: Der Rüstwagen musste am 10.Mai ausrücken, um einen in die Vils geworfenen Kanaldeckel zu bergen. Mit Hilfe eines Einreißhakens gelang dies, sodass der Deckel wieder eingesetzt werden konnte.
Am 11.Mai fand der jährliche Amberger Citytriathlon statt. Sportler aus dem ganzen Bundesgebiet kamen in die Vilsstadt, um sich in den Disziplinen Schwimmen, Laufen und Radfahren zu behaupten. Für Letztere waren umfangreiche Straßensperrmaßnahmen im ganzen Stadtgebiet von Nöten, welche auch die Feuerwehr der Stadt Amberg zusammen mit Kräften der Stadtteilwehren Ammersricht, Gailoh und Karmensölden unterstützte. 26 Mann waren bis in den Nachmittag hinein vor Ort, damit die Sportler sicher dem Wettkampf nachgehen konnten. In zwei Fällen konnte gestürzten Radfahrern schnelle Hilfe geboten und der Rettungsdienst über die Einsatzzentrale verständigt werden.
Tags darauf hieß es um 7.05 Uhr Alarm für den Stadtlöschzug. In einer Kleingartenanlage am Erzbergweg brannte ein Gartenhaus. [ Siehe Sonderbericht ]
Am 14.Mai war das Kleinalarmfahrzeug innerhalb einer Stunde zweimal gefordert. Um 11.41 Uhr musste am Mosacherweg eine Türe geöffnet werden. Hier konnte eine Person nur noch tot aufgefunden werden.
Über Funk wurde die Mannschaft dann gleich zum nächsten Einsatz gerufen. Nach einem Verkehrsunfall in der Regensburgerstraße lief Betriebsflüssigkeit auf die Fahrbahn, woraufhin die Besatzung des Kleinalarmfahrzeuges die Fahrbahn reinigte und Hinweisschilder für den Verkehr aufstellte.
Rund zehn Stunden später meldete die automatische Brandmeldeanlage des Ämterzentrums am Kirchsteig Feueralarm. Sofort rückte der Stadtlöschzug aus, jedoch konnte glücklicherweise nach kurzer Erkundung die Meldung „Fehlalarm“ an die Einsatzzentrale gemeldet werden.
„Zimmerbrand Regierungsstraße“ lautete die Alarmmeldung am 16. Mai um 10.41 Uhr. Bereits nach drei Minuten verließ das erste Fahrzeug des Löschzuges die Wache. Vor Ort fand man folgende Lage vor:
Die Räumlichkeiten eines Geschäftes waren komplett verraucht, die Mitarbeiter informierten den Einsatzleiter, dass es bei Teppichverlegearbeiten zu einer Verpuffung gekommen war. Ein unter Atemschutzgeräten vorgehender Trupp konnte jedoch glücklicherweise kein offenes Feuer mehr feststellen. Die Räume wurden mittels eines Überdrucklüfters belüftet und somit rauchfrei gemacht.
Über die Einsatzzentrale der Polizei wurde die Feuerwehr am nächsten Tag angefordert, um eine Türe im Stadtteil Bergsteig zu öffnen. Da sich die betroffene Wohnung im ersten Stock befand und laut Angabe des Polizeibeamten ein Fenster gekippt sei, verließ das Tanklöschfahrzeug mit der vierteiligen Steckleiter die Wache. Als die Mannschaft jedoch die Leiter an das Fenster anlegte, öffnete der Wohnungsbesitzer die Türe von innen.
Der Sinn einer Brandmeldeanlage, ein rasches Eingreifen der Feuerwehr zu ermöglichen, bestätigte sich am Morgen des 18.Mai. Aus dem Amberger Klinikum lief ein Feueralarm in der Einsatzzentrale der Feuerwehr auf. Wie bei solchen Objekten üblich, löste der diensthabende Disponent umgehend Vollalarm für die Wache am Schießstätteweg aus. Bei der Erkundung konnte man einen überhitzten Toaster in einem Stationszimmer als Ursache für das Auslösen der Anlage ausmachen. Dank des rechtzeitigen Auslösens des Rauchmelders konnte somit Schlimmeres verhindert werden.
Am darauf folgenden Tag ereignete sich zwischen Aschach und Lintach ein Verkehrsunfall. Ein Kleintransporter war verunglückt und da davon auszugehen war, dass sich noch Personen im Fahrzeug befinden, rückte gegen 13 Uhr der Rüstzug zusammen mit der Stadtteilwehr Amberg-Raigering und den zuständigen Wehren des Landkreises aus. Die Vermutung einer eingeklemmten Person bestätigte sich jedoch glücklicherweise nicht, sodass der Rüstzug bald wieder zur Wache zurückkehren konnte.
In den späten Abendstunden des 19.Mai unterstützte das Kleinalarmfahrzeug die Feuerwehr Kümmersbruck bei einer dringenden Türöffnung im dortigen Gemeindebereich.
Zu einem PKW-Brand auf der Erzbergbrücke rückten am 25.Mai ein Löschgruppenfahrzeug sowie der diensthabende Zugführer aus. Das Feuer war bei Eintreffen der Kräfte bereits aus und das Eingreifen der Mannschaft konnte sich auf ein Abkühlen des Motorraumes mittels Kleinlöschgerät beschränken.
An die „Katze auf dem heißen Blechdach“ erinnerte das Szenario am vorletzten Tag des Monats. Eine besorgte Anruferin meldete, dass sich eine Katze seit mehreren Tagen hilflos auf einem Dach im Hafnergässchen befinde. Alle Versuche, das Tier zu retten scheiterten jedoch. Trotz des Einsatzes von Leitern entwischte das Tier den Einsatzkräften.
Auffällig war in diesem Monat die verhältnismäßig hohe Zahl notfallmäßiger Türöffnungen: zwölfmal musste man zu einem solchen Einsatz ausrücken. Während der traditionellen Amberger Pfingstdult wurde an jedem Abend sowie am Familiennachmittag eine vierköpfige Sicherheitswache abgestellt, die sich mit einem Löschgruppenfahrzeug auf dem Festgelände positionierte.


