Monatsbericht Juni 2008

Im Monat Juni waren durch die Kräfte der Feuerwehr Amberg lediglich 29 Einsätze zu bewältigen. Zu zwei Bränden, sechs Alarmen durch automatische Brandmeldeanlagen, 18 Hilfeleistungen und eine Sicherheitswache im ACC sowie bei zwei Johannisfeuern wurde man gerufen.

Am Vormittag des 01. Juni kam es auf der B 85, Höhe Haidweiher, zu einem schweren Verkehrsunfall. Nach einer Frontalkollision wurde in einem der beiden Pkw´s eine Person eingeklemmt und weitere vier Personen zum Teil schwer verletzt. Zusammen mit den zuständigen Feuerwehren der Gemeinde Kümmersbruck setzte man zur Befreiung der eingeklemmten Person hydraulische Rettungsgeräte ein und stellte den Brandschutz sicher. Auf Grund der hohen Anzahl an Verletzten war ein Großaufgebot des Rettungsdienstes erforderlich. Hierbei konnte einer der Amberger Feuerwehrärzte tatkräftig bei der Verletztenversorgung unterstützen.

Gegen 19:10 Uhr rückten zwei Mann mit dem Klaf zu einem eher ekelerregenden Einsatz aus. Auf einem Spielplatz in der Pfistermeisterstraße wurde durch Unbekannte Gefriergut abgestellt welches natürlich in der Hitze zunächst auftaute und anschließend sprichwörtlich „vor sich hin gammelte“. Anwohner verständigten die Polizei wegen des „verdächtigen“ Geruchs. Die Feuerwehr wurde zur Bergung auf den Plan gerufen.

Am 04. Juni machte gegen 03:15 Uhr ein junger Mann unangenehme Bekanntschaft mit einem Holzzaun. Beim Übersteigen des Zauns fiel der junge Mann seiner Ungeschicklichkeit, die vermutlich auf Grund seiner Alkoholisierung zurück zu führen sein dürfte, zum Opfer. Er rutschte ab und blieb in ca. einem Meter Höhe mit seinem Fuß in dem Holzzaun stecken. Mit einer Bügelsäge konnte die Zwei-Mann-Besatzung des Klaf den Unglücksraben befreien. Verletzt hatte sich er sich bei der Aktion Gott sei Dank nicht.

06_01.jpgBeide Brandeinsätze des Monats Juni waren durch die Feuerwehr Amberg am 08. Juni zu bewältigen. 20 Minuten des neuen Tages waren angebrochen, als in der Feuerwehreinsatzzentrale Amberg die Meldung einging, dass ein Teil der Lärmschutzwand, die die Othmayrstraße von der B 299 trennt, in Brand geraten sei. Da in solchen Fällen der Einsatz einer Löschgruppe (9 Mann) im Regelfall ausreichend ist wurde lediglich das erste LF 16/12 des Amberger Löschzuges zum Brandort geschickt. Es brannte eine Fläche von ca. 3m x 5m die mit einem C-Rohr abgelöscht werden konnte. Bereits nach wenigen Minuten konnte der Gruppenführer „Feuer aus“ an die Einsatzleitzentrale übermitteln und das LF zur Wache zurückkehren.

Der zweite Einsatz der Amberger Wehr war gegen 12:30 Uhr erforderlich nach dem wenige Minuten zuvor ein schweres Gewitter über den Landkreis Amberg-Sulzbach hinweg zog. Ein Blitzschlag setzte die Stallung eines Vierseitbauernhofes in der Ortschaft Atzmannsricht in Brand. Unmittelbar nach dem über die Polizei die Meldung in der Feuerwehreinsatzzentrale einging löste der Disponent Alarm „Großfeuer“ für die zuständigen Feuerwehren aus. Da zu Einsatzbeginn Probleme mit der Wasserversorgung zu erwarten waren wurde wenige Minuten nach Eintreffen der ersten Führungsdienstgrade des Landkreises der AB Tank der Feuerwehr Amberg angefordert welches unmittelbar mit einem zugehörigen Trägerfahrzeug zur Einsatzstelle nach Atzmannsricht ausrückte. Kurz vor Eintreffen des WLF konnte die Wasserversorgung in ausreichender Menge sichergestellt werden, so dass das Amberger Fahrzeug als Reserve im Bereitstellungsraum zur Verfügung stand. Mit der   Meldung „Feuer aus, Nachlöscharbeiten“ konnte das WLF zur Wache zurückkehren.

Am 18. Juni gegen 01:00 Uhr wurde die Feuerwehr Amberg zeitgleich mit dem Rettungsdienst durch die Polizei über eine „hilflose Person in Wohnung“ alarmiert. Mit zwei Mann Besatzung setzte sich daraufhin das Klaf zur Wohnungsöffnung in Bewegung. Bereits nach wenigen Minuten konnte die Wohnungstüre durch die Feuerwehrmänner geöffnet und die Person durch den Rettungsdienst versorgt werden.

Am 27. Juni rückte das Klaf erneut aus. Am Abend war es auf der Köferinger Straße  in Kümmersbruck zu einem Verkehrsunfall mit einem Traktor, bei dem eine erhebliche Menge an Öl und Diesel austrat, gekommen. Da die zuständige Feuerwehr Haselmühl über keine Ölspurschilder verfügt, half hier die Amberger Wehr gerne aus. Nach dem die Schilder aufgestellt waren konnte man auch schon wieder zur Wache zurückkehren. 

Abkürzungen:
Klaf  Kleinalarmfahrzeug
LF 16/12  Löschgruppenfahrzeug
WLF  Wechselladerfahrzeug
AB Tank Abrollbehälter Tank (6000L Wasser)