Monatsbericht Juli 2008

Einen ziemlich arbeitsreichen Monat mit 52 Einsätzen konnte die Feuerwehr Amberg im Juli verzeichnen. Darunter fallen elf Brandeinsätze, 12 Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen, 22 technische Hilfeleistungen und sieben Sicherheitswachen. An nur vier Tagen dieses Monats wurden dabei allein 22 Ausfahrten unternommen. 

07_01.jpgBereits am 2. Juli galt es, insgesamt fünf Einsätze zu bewältigen. Neben einem Brandmeldealarm in einer Schule in der Fuggerstraße um 01:00 Uhr, einer Fahrbahnreinigung nach verschüttetem Zement am Schießstätteweg und einer Türöffnung in der Gabelsbergerstraße – bei der für die betroffene Person leider jede Hilfe zu spät kam – wurde man am selbem Tag außerdem zu zwei Flächenbränden gerufen. Zusammen mit der Stadtteilfeuerwehr Raigering rückten gegen 14:30 Uhr das Tanklöschfahrzeug und ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Tank auf die AM 30 aus, wo ein 50 mal 50 Meter großer Stoppelfeldbrand zu bekämpfen war. Vier Stunden später wurde wiederum der Abrollbehälter Tank zu einem Flächenbrand nahe Ebermannsdorf alarmiert, um die Wasserversorgung für die eingesetzten Landkreisfeuerwehren sicherzustellen. 

Die Einsatzserie riss auch am darauf folgenden Tag noch nicht ab. Nachdem zunächst ein verendeter Hund aus der Vils geborgen werden musste, riefen Lötarbeiten und die dadurch ausgelöste Brandmeldeanlage das Löschgruppenfahrzeug und den Kommandowagen um 15:30 Uhr in die Ziegelgasse. Gerade als die Mannschaft wenig später in die Wache am Schießstätteweg zurückkehrte, ging in der Einsatzzentrale die Meldung über einen Flächenbrand in Unterpennading im Gemeindebereich Freudenberg ein. Umgehend setzten sich daraufhin auf Anforderung der zuständigen Führungskräfte das Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Tank, das Tanklöschfahrzeug und der Kommandowagen der Feuerwehr Amberg in Bewegung, um die zuständigen Landkreisfeuerwehren bei den Löscharbeiten zu unterstützen. Der Brand eines rund sechs Hektar großen Getreidefeldes drohte hier begünstigt durch die Windverhältnisse auf den angrenzenden Wald überzugreifen, was aber verhindert werden konnte. Die letzte Ausfahrt des Tages wurde um kurz nach 21:00 Uhr unternommen, als ein Brandmeldealarm aus einem Altenheim den Löschzug in die Fleurystraße beorderte, ohne erkennbaren Grund, wie sich vor Ort herausstellte. 

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am 8. Juli gegen 13:00 Uhr auf der St 2040 nahe Paulsdorf, bei dem die Fahrerin in ihrem Fahrzeug eingeklemmt wurde. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Landkreisfeuerwehren und dem Roten Kreuz konnte die Rüstwagenbesatzung der Feuerwehr Amberg die verletzte Person mittels hydraulischem Rettungsgerät rasch und patientengerecht aus dem Wrack befreien. 

Am Nachmittag des 11. Juli wurde es stürmisch. Trotz Unwetterwarnung und kräftiger Böen blieb es für die Feuerwehr Amberg bei nur drei Einsätzen durch umgestürzte Bäume, die durch die Besatzung des Kleinalarmfahrzeuges, des Rüstwagens und durch die Stadtteilfeuerwehr Gailoh beseitigt wurden. 

Die Rettungsleitstelle des BRK forderte am 17. Juli um 21:50 Uhr die Drehleiter der Feuerwehr Amberg an, um eine weibliche Person, die notärztlich versorgt werden musste, schonend aus dem dritten Obergeschoss des Internats am Max-Reger-Gymnasium zu Boden zu bringen. Mittels Krankentragenhalterung gelang dies problemlos, worauf der Transport in die Klinik erfolgen konnte. Am Tag darauf wiederholte sich dieses Szenario in ähnlicher Weise am Amselweg.

Hilfeleistung für das BRK hieß es dann noch einmal am 20. Juli um 21:30 Uhr in der Schlachthausstraße. Eine schwergewichtige Person musste mit Kreislaufbeschwerden in das Klinikum St. Marien transportiert werden. Zwar konnte der Patient die Wohnung im 2. Obergeschoss noch aus eigener Kraft verlassen, weswegen eine Rettung mittels Drehleiter vermieden werden konnte, jedoch sind die derzeit eingesetzten Rettungswägen nicht für derartige Gewichtsklassen ausgelegt. Aus diesem Grund nahm die Besatzung des Versorgungs-LKW ein im Klinikum bereitstehendes Spezialbett auf, womit der anschließende Transport des Patienten in die Notaufnahme auf der Ladefläche des LKW unter Beobachtung von Feuerwehr- und Rettungsdienstpersonal erfolgen konnte.

An diesem Tag fand auch das in den Medien groß umworbene Traumspiel des FC Bayern München gegen den Fanclub Nabburg im Stadion am Schanzl in Amberg statt, bei dem ein Großaufgebot an Einsatzkräften für die Verkehrslenkung im Stadtgebiet und die Sicherheit im Stadion sorgte. Genaueres hierzu siehe [ Sonderbericht ].

Das Kleinalarmfahrzeug und der Rüstwagen wurden am 24. Juli um 03:00 Uhr morgens zum Kaiser-Wilhelm-Ring beordert. Nach einem Verkehrsunfall, bei dem ein PKW frontal gegen einen Laternenmasten gefahren war, musste dieser mittels Trennschleifer und Grundwerkzeug komplett abgetrennt und demontiert werden. Außerdem waren ausgelaufene Betriebsstoffe zu binden. 

Heiß her nicht nur in Bezug auf die Temperaturen ging es dann noch einmal in den letzten Tagen des Monats. Bei zahlreichen Flächenbränden und Brandmeldealarmen war die Mannschaft der Feuerwehr Amberg gefordert.

Den Anfang machte ein Flächenbrand bei Moos am Nachmittag des 26. Juli. Hier wurde der Abrollbehälter Tank auf einem Wechselladerfahrzeug von den eingesetzten Landkreisfeuerwehren zur Wasserversorgung nachgefordert.

Auch am nächsten Tag machte sich der Abrollbehälter gegen 18:00 Uhr auf den Weg zu einem Flächenbrand nach Theuern, wo er wiederum wertvolle Dienste leisten konnte. 

Insgesamt sieben Ausfahrten konnten am 28. Juli verzeichnet werden. Diese begannen bereits um 00:04 Uhr, als die Brandmeldeanlage eines Möbelhauses in der Ruoffstraße in der Einsatzzentrale auflief. Vor Ort lies sich jedoch nichts feststellen. Um 08:00 Uhr musste die Besatzung des Kleinalarmfahrzeuges nach einem Verkehrsunfall in der Schwindstraße ausgelaufene Betriebsstoffe abbinden. Neben einer weiteren technischen Hilfeleistung wurde die Feuerwehr Amberg an diesem Nachmittag zu vier Flächenbränden in der Umgebung alarmiert. Die Einsatzstellen waren zweimal Hiltersdorf, Engelsdorf und der Mosacher Weg. Genaueres hierzu siehe [ Sonderbericht ].

07_lh_02.jpgBei hochsommerlichen Temperaturen waren am 29. Juli nochmals sechs Einsätze abzuarbeiten. Der erste rief um 14:49 Uhr ein Großaufgebot an Fahrzeugen und Personal in die Luitpoldhütte an der Sulzbacher Straße, wo zum wiederholten Mal die Filteranlage in Brand geraten war. Die Löschmaßnahmen erforderten einen massiven Einsatz an Material und unter körperlich hohen Belastungen konnte das hartnäckige Feuer erst nach einiger Zeit erfolgreich bekämpft werden.

Ein weiterer Flächenbrand bei Schäflohe, eine Türöffnung in der Friedrich-Ebert-Straße und drei Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen hielten die Feuerwehr Amberg bis in die Abendstunden in Atem. Genaueres hierzu siehe [ Sonderbericht ].

Neben den hier erwähnten wurden noch zusätzliche Einsätze, vorrangig kleinere technische Hilfeleistungen wie Türöffnungen und Ölspuren, oder Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen, abgearbeitet. Zuletzt trugen noch diverse Sicherheitswachen im Amberger Congress Centrum zur Einsatzstatistik des Monats Juli bei.