Monatsbericht August 2008

Im Vergleich zu den Vorjahren brachte der eigentlich sonst ruhige Ferienmonat August in diesem Jahr die relativ hohe Zahl von 36 Einsätzen mit sich. Neun Brandeinsätze, 22 technische Hilfeleistungen sowie fünf Brandmeldealarme waren abzuarbeiten.

08_02.jpgDer erste Einsatz des Monats führte ein Löschgruppenfahrzeug am 3.August um 4.29 Uhr in die Kümmersbruckerstraße. Dort brannte auf dem Gelände des Asylbewerberheims ein Grillplatz samt Gartenstuhl und Schirm.
Etwa drei Stunden später verließ das Kleinalarmfahrzeug die Wache, um die Straße von einer größeren Ölspur vom Bahnhof in Richtung Schlachthausstraße zu reinigen.

Die Fertigstellung und Eröffnung des letzten Verbindungsstücks der BAB 6 als Magistrale Prag-Paris wirft ihre Schatten voraus. Am 5.August unterstützten zwei Mann mit dem Gerätewagen Gefahrgut das Aufstellen des Kunstwerks „Via Carolina“ an der Autobahn bei Trisching. Mit einem Notstromaggregat sorgte man für die elektrische Versorgung bei den Aufstellarbeiten.

Am Abend des 10.August stellte eine Bewohnerin eines Hauses am Frauenplatz starken Brandgeruch im Gebäude fest. Aufgrund dieser Meldung wurde um 20.49 Uhr der Löschzug alarmiert. Vor Ort konnte der starke Brandgeruch bestätigt werden, eine Rauchentwicklung war jedoch nicht zu erkennen. Vorsorglich wurde das Gebäude, insbesondere der Dachboden, mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Da jedoch keine Ursache für den Brandgeruch ausgemacht werden konnte, rückte der Löschzug nach etwa einer halben Stunde wieder ab. Vermutlich hatte im Treppenhaus jemand Papier verbrannt und die Überreste vor Eintreffen der Feuerwehr beseitigt.

Rund 24 Stunden später forderte eine größere Dieselspur in der Leopoldstraße den Einsatz von Kleinalarmfahrzeug und Versorgungs-LKW.

Am 12.August waren Arbeiter damit beschäftigt, defekte Glühlampen von Straßenlaternen am Busbahnhof zu wechseln. Mittels einer Hebebühne verrichteten sie die Arbeiten in der Höhe, als sich das Gerät plötzlich nicht wieder einfahren ließ.  Fünf Mann rückten um 10.38 Uhr mit dem Rüstwagen und einer Drehleiter aus und retteten die zwei Männer aus der misslichen Lage.

Tags darauf wurde die Feuerwehr zu einer dringenden Türöffnung am Rotkreuzplatz angefordert. Zu diesem Zweck rückte um 15.43 Uhr das Kleinalarmfahrzeug aus.
Knapp drei Stunden später hieß es Einsatz für das erste Löschgruppenfahrzeug: in der Peter-Lippert-Straße brannte der Inhalt eines Müllcontainers. Die ausgerückte Mannschaft löschte das Feuer rasch.

Als einsatzreichster Tag des Monats sollte sich der 14.August herausstellen. Sechs Einsätze galt es im Tagesverlauf zu bewältigen.
Gegen 14 Uhr ereignete sich am Kreisverkehr Haager Weg/Sebastiansstraße ein Verkehrsunfall mit einem Zweirad. Da Betriebsmittel die Straße verschmutzten, rückten zwei Mann mit dem Kleinalarmfahrzeug aus und reinigten die Fahrbahn.
Um 14.43 Uhr wurde eine Katze auf einem Baum am Katharinenfriedhof gemeldet. Das Kleinalarmfahrzeug fuhr diese Einsatzstelle direkt vom letzten Einsatz aus an. Eine Katze saß auf einem Baum, alle Bemühungen, das Tier einzufangen, blieben jedoch erfolglos. Kurze Zeit später schickte der Disponent der Einsatzzentrale das ausgerückte Kleinalarmfahrzeug zu einem Brandmeldealarm, der aus einem Altenheim in unmittelbarer Nähe zur Einsatzstelle aufgelaufen war. Die Vorerkundung durch die Besatzung des Kleinalarmfahrzeuges konnte Wasserdampf als Ursache für das Auslösen der Brandmeldeanlage ausmachen, sodass der parallel alarmierte Löschzug nicht mehr auszurücken brauchte.
Erneut hieß es dann um 17.26 Uhr „Containerbrand“. Im selben Viertel wie am Tag zuvor brannte ein Unrathaufen in einem Unterstand für Mülltonnen. Mit einem Schnellangriffsrohr war das Feuer schnell gelöscht, sodass das ausgerückte Löschgruppenfahrzeug etwa 30 Minuten nach der Alarmierung wieder zur Wache zurückkehren konnte.
In den Abendstunden wurde die Feuerwehr erneut wegen der am Katharinenfriedhof auf einem Baum sitzenden Katze angefordert. Vier Mann rückten mit dem Tanklöschfahrzeug aus. Auch jetzt blieben jedoch alle Versuche, das Tier vom Baum zu holen erfolglos. Die Katze kletterte immer weiter in die Baumkrone hinein, sodass der Einsatz schließlich erfolglos abgebrochen werden musste.

In den frühen Morgenstunden des darauffolgenden Tages rückte der Rüstwagen auf Anforderung der Polizei zum Malteserplatz aus. Dort galt es, ein umgefahrenes Verkehrsschild zu entfernen, was mit Hilfe eines Trennschleifers rasch gelang.

Die Rettungsleitstelle des BRK bat in den folgenden Tagen zweimal um Unterstützung.
Am 16.August musste ein schwergewichtiger Patient von seinem Wohnort in Theuern in das Klinikum transportiert werden. Eine angestrebte Rettung mittels Drehleiter durch ein Fenster konnte jedoch aufgrund der Örtlichkeit nicht durchgeführt werden, sodass man sich entschied, den Patienten durch das Treppenhaus ins Freie zu bringen. Hierzu wurde die Ortsfeuerwehr der Gemeinde zur Tragehilfe nachalarmiert. Mit vereinten Kräften konnte der schwergewichtige Mann schließlich in den Rettungswagen verladen werden.
Zwei Tage später rückte der V-LKW mit einem Spezialbett des Klinikums aus, um einen ebenfalls schwergewichtigen Patienten von der Leopoldstraße ins Klinikum zu transportieren. Die derzeit eingesetzten Rettungswägen sind für eine solch hohe Belastung nicht ausgelegt, deshalb sind immer wieder derartige Amtshilfen notwendig.

08_03.jpgAm Abend desselben Tages meldete die Einsatzzentrale der Polizei einen PKW-Brand auf einem Parkplatz eines Betriebes in der Fuggerstraße. Um 18.21 alarmierte der diensthabende Disponent deshalb ein Löschgruppenfahrzeug, das kurze Zeit später an der Einsatzstelle eintraf. Das Feuer beschränkte sich auf Teile des Motorraums und war schnell gelöscht. Ausgetretener Kraftstoff wurde abgestreut und die Batterie des Fahrzeuges abgeklemmt.

Auslaufende Betriebsmittel verursachten auch am 20.August einen Feuerwehreinsatz. Die defekte Dieselleitung eines LKW führte zu einer größeren Verunreinigung am Kaiser-Ludwig-Ring, die von der Mannschaft des ausgerückten Kleinalarmfahrzeuges beseitigt wurde.

Am 21.August wurde um 15.40 Uhr der Löschzug alarmiert. Eine starke Rauchentwicklung wies den Einsatzkräften den Weg zu einem gemeldeten Wohnungsbrand in der Marienstraße. Näheres hierzu siehe Sonderbericht.
In der Nacht zum darauffolgenden Tag rückte das erste Löschgruppenfahrzeug um 2.36 Uhr erneut zu einem Brandeinsatz aus.  Am Fußweg an der Drahthammerstraße musste ein brennender Baumstumpf gelöscht werden.

08_03.jpgIn vermutlich suizidaler Absicht versuchte ein PKW-Fahrer am darauffolgenden Samstag-Nachmittag seinen PKW an der Gemeindeverbindungsstraße nach Fuchsstein nach ersten Erkenntnissen gegen einen Baum zu steuern. Der Versuch misslang ihm jedoch, sein Fahrzeug kam im Straßengraben zum Liegen. Der nur leicht verletzte, offensichtlich jedoch stark alkoholisierte Fahrer wurde vom Rettungsdienst medizinisch versorgt, konnte jedoch in der Lage seines PKW’s nicht aus dem selbigen befreit werden. Deshalb wurden um 14.12 Uhr der Rüstzug einschließlich eines Wechselladerfahrzeuges mit Kran sowie die Stadtteilwehr Amberg-Karmensölden alarmiert. Mit der Seilwinde des Löschgruppenfahrzeuges wurde das Fahrzeug dann samt Fahrer aus dem Graben gezogen und der Patient dem Rettungsdienst übergeben.

Gut 24 Stunden später ging über Notruf 112 die Meldung von einem Wohnungsbrand in der Max-Schlosser-Straße ein. (Sonderbericht)

Drei Mann unterstützten nach Anforderung durch die Rettungsleitstelle den Rettungsdienst bei einer Personenrettung am späten Abend des 24.August in der Don-Bosco-Straße.

Die automatische Brandmeldeanlage eines Amberger-Gymnasiums meldete 27. August gegen 15 Uhr Feueralarm. Nach gemeinsamer Erkundung mit dem Hausmeister des Objekts konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben und „Fehlalarm“ gemeldet werden.

Gemeinsam mit den Landkreisfeuerwehren Diebis und Kümmersbruck unterstützten zwei Mann der Feuerwehr Amberg mit dem Gerätewagen Gefahrgut die Ausleuchtung einer Unfallstelle auf der B85 Höhe Stundensäule. Gegen Mitternacht war es hier zu einem Verkehrsunfall gekommen, als ein Quad auf ein wendendes PKW-Anhänger Gespann prallte.

Neben diesem Repertoire aus Einsätzen des August 2008 fielen zehn weitere Einsätze an. Aufgrund der Sommerpause in den großen Veranstaltungshäusern der Stadt mussten keine Sicherheitswachen gestellt werden.