Monatsbericht Okober 2008

Im Oktober 2008 war die Hilfe der Feuerwehr Amberg bei insgesamt 44 Einsätzen gefordert. So galt es, fünf Feuer zu bekämpfen, sieben Brandmeldealarme zu beantworten, 14 technische Hilfeleistungen – darunter zwei Verkehrsunfälle – durchzuführen und 18 Sicherheitswachen zu leisten.

Lose Dachziegel riefen am Vormittag des 1. Oktober die Besatzung der Drehleiter in die Faberstraße. Um eine weitere Gefährdung zu vermeiden, wurden diese entfernt und der Wohnungsinhaber verständigt. 

Einen Tag später alarmierte der diensthabende Disponent um 08:40 Uhr den Rüstzug der Feuerwehr Amberg und die zuständigen Stadtteil- und Landkreisfeuerwehren auf die AS 30 zwischen Raigering und Immenstetten. Bei einem Verkehrsunfall mit zwei PKW wurde eine Person im Beinbereich in ihrem Fahrzeug eingeklemmt, sie konnte aber mittels hydraulischem Rettungsgerät befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Während der Rettungsarbeiten musste die AS 30 für ca. zwei Stunden komplett gesperrt werden.

Jedoch der Tragik noch nicht genug. Nur wenige Stunden später – kurz nach 16:00 Uhr –ereignete sich auf der B 85 Höhe Pittersberg ein noch dramatischerer Unfall, als ein LKW im vierspurig ausgebauten Bereich der Bundesstraße auf die Gegenfahrbahn geriet und einen PKW mit sich durch die Leitplanke und eine Böschung hinunter riss. Dabei kippte der LKW um und kam auf der Seite zu liegen, der Fahrer konnte sich jedoch selbst aus dem Führerhaus befreien. Nicht so die Person im PKW, sie wurde in dem völlig deformierten Fahrzeug eingeschlossen, welches unmittelbar nach dem Zusammenstoß in Brand geriet und dem Unfallopfer keine Überlebenschance ließ. Den Rettungskräften aus Pittersberg, Ebermannsdorf, Diebis, Kümmersbruck und Amberg (Rüstwagen und Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Tank) blieb die traurige Aufgabe, das in Vollbrand stehende Fahrzeug, dessen Flammen bereits auf den LKW übergegriffen hatten, abzulöschen und die Bergung des Unfallopfers durchzuführen. Neben einem Sachverständigen wurde die Notfallseelsorge an die Einsatzstelle gerufen, die B 85 blieb bis gegen Mitternacht teilweise gesperrt. 

10_02.jpgAm 8. Oktober kam es um 14:30 Uhr zu einem Wohnungsbrand in einem Reihenhaus in der Formerstraße im Stadtteil Ammersricht. Leider kam auch hier für eine gehbehinderte Frau jede Hilfe zu spät, sie verstarb trotz intensiver Bemühungen des Rettungsdienstes noch an der Unglückstelle an den Folgen ihrer starken Rauchgasvergiftung. [ Sonderbericht ]

Kurz nachdem die Einsatzkräfte auf die Feuerwache zurückgekehrt waren, rückte das Kleinalarmfahrzeug zu einer Türöffnung in die Steinhauserstraße aus. Nach dem gewaltsamen Öffnen der Türe fand man eine verunfallte Person vor, die dem BRK übergeben wurde. 

Bei einer weiteren Türöffnung am Mittag des 9. Oktober konnte nur noch der Tod der in der Wohnung befindlichen Person festgestellt werden.

Um 22:30 Uhr des gleichen Tages wurde der Rüstwagen zum Ausleuchten des Hubschrauberlandeplatzes am Klinikum St. Marien benötigt, da die Standardbeleuchtung wegen eines technischen Defektes ausgefallen war. Der Lichtmast ermöglichte stattdessen eine sichere Landung des Rettungshubschraubers.

Ein Wasserschaden im Keller der Staatlichen Realschule beorderte am 14. Oktober um 13:12 Uhr den Kommandowagen und den Versorgungs-LKW in die Fuggerstraße. Nach einem Rohrbruch im Außenbereich drang Wasser in die Kellerräume und musste abgepumpt werden. 

Kurze Zeit später, gegen 17:00 Uhr, rückte das Löschgruppenfahrzeug in die Regensburger Straße aus. Hier war der Motorraum eines PKW in Brand geraten, das Feuer war mittels S-Rohr schnell abgelöscht. 

In den frühen Morgenstunden des 19. Oktober löste die automatische Brandmeldeanlage eines Betriebes im Industriegebiet Süd aus. Verantwortlich hierfür war die beim Schmieren der Kolben entstandene Rauchentwicklung eines Motors. Nach der Kontrolle desselbigen durch die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges waren hier keine weiteren Maßnahmen nötig. 

10_03.jpgEin Kellerbrand in der Sulzbacher Straße rief am 26. Oktober um 13:15 Uhr den Löschzug auf den Plan. In einem Abstellraum waren dort gelagerte Grünabfälle, Laub und diverses Mobiliar in Brand geraten. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz übernahm mit einem C-Rohr die Brandbekämpfung, das Feuer war kurz darauf unter Kontrolle. Um das Aufflackern von Glutnestern zu verhindern, wurde im weiteren Einsatzverlauf der betroffene Raum zusätzlich mit Schaum geflutet. 

Nur zwei Tage später erreichte die Einsatzzentrale die Meldung über ein Feuer am Busbahnhof. Während des morgendlichen Schul- und Berufsverkehrs hatten zwei Jugendliche auf einer Toilette Papierhandtücher und einen Abfalleimer in Brand gesteckt. Die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges und der Drehleiter hatten die Flammen mit einem S-Rohr schnell im Griff. Nach der abschließenden Kontrolle mit der Wärmebildkamera und dem Belüften des Toilettenhäuschens konnte zügig auf die Wache zurückgekehrt werden. Die beiden Brandstifter erhielten noch in der Schule Besuch von der Polizei.  

Eine unliebsame Überraschung erlebten die Bewohner eines Hauses in der Meraner Straße am Morgen des 29. Oktober, als sie gegen 5:30 Uhr einen Wasserrohrbruch bemerkten, der den Keller bereits ca. 15 cm überflutet hatte. Zwei Mann rückten mit dem Kleinalarmfahrzeug aus und pumpten das Wasser aus den Räumen. 

Der letzte Einsatz des Monats galt einer hilflosen Person in einer Wohnung in der Max-Schlosser-Straße. Diese konnte nach dem Öffnen der Türe vom Rettungsdienst versorgt werden.

Zu den genannten Ausfahrten trugen noch weitere Einsätze zur Statistik des Monats Oktober bei. Dabei handelt es sich unter anderem um sechs Brandmeldealarme, die auf Grund eines technischen Defekts oder ausgelöst durch Zigarettenrauch oder Feuchtigkeit kein Eingreifen der Feuerwehr Amberg erforderlich machten. Des Weiteren wurden neben kleineren technischen Hilfeleistungen 18 Sicherheitswachen im ACC, im Stadttheater oder auf der Herbstdult zur Sicherheit der Besucher geleistet.