Monatsbericht November 2008

Im Monat November waren durch die Kräfte der Feuerwehr Amberg lediglich 35 Einsätze zu bewältigen. Zu insgesamt 14 gemeldeten Brandeinsätzen, davon sechs Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen, neun Hilfeleistungen und 12  Sicherheitswachen in ACC sowie Stadttheater wurde man gerufen.

Der erste Einsatz im Monat November musste in den frühen Nachmittagsstunden an Allerheiligen geleistet werden. Die Brandmeldeanlage eines Objektes in der Regierungsstraße rief den Amberger Stadtlöschzug (Kommandowagen, zwei Löschgruppenfahrzeuge, eine Drehleiter) sowie den diensthabenden Zugführer auf den Plan. Kurz nach Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte konnte jedoch keine Ursache für das Auslösen der Anlage ausgemacht werden. Unverrichteter Dinge konnte der Löschzug wieder einrücken. „Fehler in der Anlage“ wird der Bericht des Einsatzleiters lauten.

Am 05.11. gegen 08:30 Uhr wurde der Feuerwehreinsatzzentrale Amberg ein schwerer Verkehrsunfall auf der B 85, im Stadtgebiet, auf Höhe des „REAL“-Marktes mitgeteilt. Eine 73-jährige Frau stand mit ihrem Pkw an der Lichtzeichenanlage  Hockermühlstr. / Nürnberger Straße und wollte nach links Richtung Sulzbach abbiegen. Dabei beging sie einen folgenschweren Fehler. Anstatt auf die stadtauswärtige Fahrbahn einzufahren, bog die ältere Dame auf die stadteinwärts führende Fahrbahn ein und kollidierte dabei frontal mit dem Pkw einer 28-jährigen. Da auf Grund der anfänglichen Meldungen mit eingeklemmten Personen gerechnet werden musste alarmierte der Disponent der Feuerwehreinsatzzentrale die Einsatzkräfte der Feuerwehr Amberg, die kurz darauf mit dem Rüstzug (ein KdoW, zwei LF16/12, ein RW) erweitert um ein KlaF zur Unfallstelle ausrückten. Da sich die ersten Meldungen jedoch nicht bestätigten war der Einsatz von schweren, technischen Rettungsgerät nicht erforderlich. So war das Abklemmen der Fahrzeugbatterien sowie das Abbinden von Öl und Kraftstoff ausreichend. Weiterhin unterstützte man die Polizei bei der Verkehrsregelung der stark frequentierten B 85.

Pünktlich zur Mittagszeit ging am 07.11. bei der Einsatzzentrale der Feuerwehr Amberg ein Notruf ein. Ein aufgeregter Anrufer teilte einen Kaminbrand in seinem Wohnhaus in der Velhornstraße mit. Da solch ein Einsatz im Regelfall mit einem geringen Personalaufwand abgearbeitet werden kann alarmierte der Disponent lediglich die sog. „Kleinalarmschleife“, woraufhin sich ein „Halbzug“ (ein KdoW, ein LF16/12, eine DLK 23-12) der Feuerwehr Amberg in Bewegung setzte. Wie in den meisten solcher Fälle war auch hier das Feuer vor Eintreffen der Einsatzkräfte bereits erloschen. Es reichte aus gefährdete Stellen mit einer Wärmebildkamera zu kontrollieren. Nach Eintreffen des zuständigen Bezirkskaminkehrermeisters konnten die Feuerwehrmänner wieder zur Wache zurückkehren.

„Böswilliger Alarm“, hieß es am Ende des Einsatzes zu dem ein Löschgruppenfahrzeug der Amberger Wehr am 26.11. gegen 21:30 ausgerückt war. Vandalen hatten in der Tiefgarage, gegenüber des Amberger Bahnhofs, einen Handdruckknopfmelder eingeschlagen und so die automatische Brandmeldeanlage aktiviert. Zur Alarmzeit befanden sich, Gott sei Dank, genug Einsatzkräfte an der Feuerwache so dass das Auslösen des Wachalarmes ausreichend war und keine zusätzlichen Kräfte alarmiert werden mussten. - Es hier noch ein Mal erwähnt dass eine solche Handlung strafbar ist und mit Geld- oder Freiheitsstraße geahndet werden kann.

Der letzte Einsatz des Monats war am 29.11. um 01:10 Uhr zu beantworten. Der diensthabende Zugführer rückte zusammen mit dem Amberger Stadtlöschzug zur Unterstützung der Feuerwehren, Ursensollen, Hohenkemnath und Kastl aus. „Zimmerbrand, Sonnenwinkel in Ursensollen“ hieß die Alarmmeldung. Bei Eintreffen der ersten Kräfte war kein offenes Feuer zu sehen. Jedoch eine starke Rauchentwicklung im Wohnzimmer. Nach dem man das Gebäude mittels Überdrucklüfter, nach vorheriger Erkundung durch einen Trupp unter schweren Atemschutz, vom Rauch befreit hatte konnte man die Ursache erkennen. Im Wohnzimmer hatte sich, vermutlich durch die Hitze des Kachelofens, ein Schwelbrand in der angrenzenden Holzwand entwickelt. Auf Grund der Bauweise gestalteten sich die Löscharbeiten aufwändig und sehr zeitintensiv. Die Wand musste geöffnet und die Isolierung entfernt werden um darin befindliche Glutnester abzulöschen. Dazu erwies sich die Wärmebildkamera, wieder einmal, als ein hilfreiches Einsatzmittel. Da eine Brandausweitung, durch den sog. Kamineffekt, im wandinneren bis zum Dachgeschoss zu befürchten war wurde die Drehleiter in Stellung gebracht um die Dachfläche von außen zu kontrollieren. Die befürchtete Brandausweitung blieb jedoch aus. Nach nicht ganz zwei Stunden konnte die Meldung „Feuer aus“ an die Einsatzzentrale übermittelt und der Einsatz beendet werden. Der Einsatz in Zahlen: Einsatzdauer: ca. 2 Stunden, eingesetzte Kräfte: etwa 45 Mann mit acht Fahrzeugen. Eine leicht verletzte Bewohnerin bei der jedoch eine ambulante Versorgung durch den Rettungsdienst ausreichte.

Abkürzungen:
KlaF  Kleinalarmfahrzeug
KdoW  Kommandowagen
LF 16/12  Löschgruppenfahrzeug
DLK 23/12 Drehleiter
RW  Rüstwagen