Monatsbericht Januar 2009

Mit 52 Ausfahrten legt der Monat Januar eine hohe aber durchaus normale Einsatzzahl vor. 12 mal mussten Brände gelöscht bzw. Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen beantwortet werden, 25 mal leistete man technische Hilfe und bei 15 Veranstaltungen in ACC und Stadttheater sorgte man für die Sicherheit der Besucher.

Der Neujahrstag begann durchaus etwas hektisch. Der Stadtlöschzug befand sich noch bei einem gemeldeten Zimmerbrand in der Altstadt, als um 00:05 Uhr die Mitteilung über eine brennende Garage an der Malteserleite die Einsatzzentrale erreichte. Unmittelbar darauf wurde durch die Disponenten zum zweiten Mal Vollalarm ausgelöst, um einen weiteren Löschzug der Feuerwehr Amberg zum neuen Einsatz zu beordern. Zusätzlich wurde die Stadtteilwehr Karmensölden zur Unterstützung alarmiert. Glücklicherweise konnte vom ersten, noch andauernden Einsatz ein LF16/12 abgezogen und Richtung Fuggerstraße geschickt werden.
01_02Während sich die ersten Einsatzkräfte noch auf der Anfahrt befanden, meldete die automatische Brandmeldeanlage eines an der Fuggerstraße ansässigen Elektromarktes ein Feuer. Die Vermutung, dass diese Feuermeldung mit der vorherigen telefonischen Mitteilung in Zusammenhang steht, bestätigte sich schnell, als das erste Fahrzeug an der Einsatzstelle eintraf. In einem außen liegenden, am Markt angebauten Lager waren alte Elektrogeräte in Brand geraten. Der dabei entstandene dichte Rauch war in den Fachmarkt gezogen. Das Feuer konnte schnell mittels zwei C-Rohren gelöscht werden. Wesentlich langwieriger gestaltete sich das „Entrauchen“ des Verkaufsraumes, was nur durch den gleichzeitigen Einsatz von zwei Hochdrucklüftern über längere Zeit ermöglicht werden konnte. Nach zwei Stunden konnte der Einsatz mit Hilfe von 39 Mann und acht Fahrzeugen dann beendet werden. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Amberg konnten zur Wache zurückkehren und auf das neue Jahr anstoßen. Die Brandursache dürfte auf den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern zurückzuführen sein, es entstand ein hoher Sachschaden.
Etwa eine Stunde nach dem der Amberger Löschzug die Tore hinter sich schloss, musste eine Besatzung mit dem ersten LF16/12 erneut ausrücken. Im Dachgeschoss eines Reihenhauses in der Holbeinstraße hatten die Bewohner Rauch festgestellt. Vor Ort erkundete ein Trupp unter Atemschutz das betroffene Areal und fand rasch die Ursache. Eine Silvesterrakete hatte sich verirrt, blieb im Gebälk des Hauses stecken und brachte die Dachbalken im Giebelbereich zum Schwelen. Durch Löschversuche des Bewohners konnte bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte Schlimmeres verhindert werden. Mit einem Kleinlöschgerät konnte dem Feuer endgültig der Gar ausgemacht werden.
Der 2. Januar war dann geprägt von technischen Hilfeleistungen. Um die Mittagszeit war im Ortsteil Lengenloh eine Kuh mit ihren Hinterläufen in eine Gülleentwässerung eingebrochen. Die Stadtteilfeuerwehr Gailoh konnte mit Unterstützung der Feuerwache Amberg, die mit Rüstwagen, einem Wechselladerfahrzeug und einem KdoW angerückt war, das Tier aus seiner misslichen Lage befreien und dem Besitzer übergeben.
Gegen 15 Uhr rückten drei Fahrzeuge der Feuerwehr Amberg zusammen mit dem Katastrophenschutzbeauftragten Bernhard Trojahn zur Brücke am Pfalzgrafenring aus. Dort wurde auf der Vils ein Ölfilm festgestellt. So musste dort sowie unter der Perigeux-Brücke eine Ölsperre errichtet werden, um größere Umweltschäden zu vermeiden. Die einige Zeit später ermittelte Ursache war ausgelaufenes Öl im örtlichen Busbahnhof.
Kurz vor Mitternacht rückte dann das Kleinalarmfahrzeug in die Katharinenfriedhofstraße aus. Auf Grund der Kälte war eine im Haus gelegene Wasserleitung zunächst eingefroren und dann aufgeplatzt, so dass der Keller einen knappen halben Meter und Wasser stand. Auch der Nachbarkeller lief voll. Das Wasser wurde mit zwei Tauchpumpen abgepumpt und die Kellerräume wieder weitestgehend „trockengelegt“.
Etwas verwundert nahmen die Kameraden der Feuerwehr Amberg die Alarmmeldung „Brennt Schwedenofen am Paradeplatz“ entgegen. Mehr brachte die aufgeregte Anruferin jedoch am Telefon nicht heraus, als sie gegen 18:16 Uhr über Notruf die Feuerwehreinsatzzentrale wegen eines vermeintlichen Feuers in ihrer Wohnung um Hilfe bat. So setzte sich der Stadtlöschzug unter der Führung von Stadtbrandrat Bernhard Stobl mit 18 Mann Richtung Innenstadt in Bewegung. Vor Ort stellte sich die Lage jedoch schnell als relativ harmlos dar. Eine vermutlich auf einem Regal gelagerte Kerze fiel auf den Ofen, das Wachs verflüssigte und entzündete sich und steckte so Verkleidung um den Ofen in Brand. Die Flammen waren jedoch schon vor Eintreffen der Einsatzkräfte erloschen. So genügte es, den leichten Rauch aus dem Gebäude mit einem Drucklüfter zu entfernen. Der Bereich um den Ofen wurde mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Als keine Gefahr mehr bestand, konnte man wieder nach Hause fahren. Ein größerer Schaden entstand nicht.
Am 13. Januar teilte die Polizei der Feuerwehreinsatzzentrale gegen 18:13 Uhr einen Pkw-Brand in der Neumühler Straße mit. Unmittelbar wurde die Stadtteilfeuerwehr Ammersricht alarmiert, die kurz darauf mit einem LF8/6 und einem LF16-TS ausrückte. Bei Eintreffen stand der Daimler bereits lichterloh in Flammen. Ein Trupp, mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, dämmte zunächst die Flammen mit einem Schnellangriffsrohr ein und löschte den Pkw dann mit Schwerschaum endgültig ab.
Die automatische Brandmeldeanlage eines kunststoffverarbeitenden Betriebes im IG Nord meldete am 14. Januar gegen 20:30 Uhr einen Feueralarm. Daraufhin wurden die zuständige Stadtteilfeuerwehr Raigering sowie die Feuerwehr Amberg mit dem erweiterten Stadtlöschzug alarmiert. Der Grund für die Auslösung war vor Ort schnell gefunden. In einem Lager für Kartonagen hat auf Grund eines Frostschadens die Sprinkleranlage ausgelöst. Zusammen mit dem Betreiber sperrte man die Wasserzufuhr ab und die Feuerwehrkräfte konnten wieder abrücken.
Am 27. Januar zeigte sich wieder einmal, wie sinnvoll eine automatische Brandmeldeanlage sein kann. Gegen 19:52 Uhr lief in der Feuerwehreinsatzzentrale ein Feueralarm eines gastronomischen Betriebes in der Amberger Altstadt ein. Auf Grund eines zu der Zeit stattfindenden Dienstes in der Feuerwache am Schießstätteweg konnte der aus vier Fahrzeugen bestehende Stadtlöschzug geschlossen innerhalb von zwei Minuten ausrücken. Kleine Ursache, große Wirkung: Der erste erkundende Gruppenführer stellte als alarmauslösenden Grund eine verbrannte Scheibe Brot in einem Toaster fest. Unentdeckt kann dies schnell zu einem größeren Schadenfeuer führen. In diesem Fall konnten die 18 Mann des Löschzuges tatenlos wieder zur Wache zurückkehren.
01_01Einen Tag später, am frühen Nachmittag, rückte speziell ausgebildetes Personal zu einem Einsatz aus, der nicht zum Alltagsgeschäft der Feuerwehr gehört. In der Gegend um Ehenfeld waren mehrere Fallschirmspringer der US-Army, statt auf festen Untergrund, in Bäumen hängen geblieben. Nach Eingang dieser Mitteilung der US Feuerwehr in Vilseck wurden durch den Disponenten der Feuerwehreinsatzzentrale Amberg zunächst die zuständigen Ortsfeuerwehren Ehenfeld und Hirschau alarmiert. Diese konnten einen der beiden Fallschirmspringer schon nach kurzer Zeit mit einer Schiebleiter retten. Der zweite hing jedoch, mit tragbaren Feuerwehrleitern unerreichbar, in 25m Höhe fest. Der Einsatz einer Drehleiter war vor Ort nicht möglich. So forderte der einsatzführende Kreisbrandinspektor die Gruppe „Höhensicherung“ der Feuerwehr Amberg an, die sich kurz darauf Richtung Ehenfeld in Bewegung setzte. Parallel dazu wurde durch den Rettungsdienst der Rettungshubschrauber aus Nürnberg, der über eine Seilwinde verfügt, angefordert. Nach dem durch die speziell geschulten und trainierten Kräfte der Feuerwehr Amberg die einsatzvorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen waren, entschied man zusammen mit der Sanitätseinsatzleitung und der Bergwacht, trotz des von oben schlecht sichtbaren Soldaten, zunächst die Rettung mittels des Rettungshubschrauber aus Nürnberg zu versuchen. Nach einigen Minuten und einer fliegerisch hervorragenden Leistung des Piloten konnte der Soldat nach eineinhalb Stunden voller Angst sicher auf den Boden zurück gebracht werden.
Der letzte größere Einsatz des Monats war am 30. Januar zu leisten. Zwischen Engelsdorf und Paulsdorf war ein Mann mit seinem Pkw von der Fahrbahn abgekommen. Dabei wurde er in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Gegen 18:14 Uhr teilte dies die Polizeieinsatzzentrale Amberg dem Disponenten der Amberger Wehr mit, der daraufhin die zuständigen Feuerwehren Hiltersdorf und Kümmersbruck sowie, zur Unterstützung, den Rüstzug Amberg alarmierte. Schon kurz nach dem Eintreffen der Rettungskräfte und der Erstversorgung durch den Rettungsdienst konnte der Verletzte unter zeitgleicher Vornahme zweier hydraulischer Rettungssätze der Feuerwehren Amberg und Kümmersbruck befreit werden. Der Fahrer wurde mit mittelschweren Verletzungen ins Klinikum nach Amberg eingeliefert.
Über den Monat hinweg galt es auch Ölspuren zu beseitigen, in dringenden Fällen Wohnungstüren zu öffnen und mehrere Wasserschäden, denen meist Frostschäden zu Grunde lagen, zu beseitigen.