Monatsbericht März 2009
Autor: Sebastian Schindler, Ofm
08. April 2009
42 Einsätze hatte die Feuerwehr Amberg im Monat März zu leisten. Diese gliedern sich auf in drei Brände, vier Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen und 23 technische Hilfeleistungen, darunter zwei Verkehrsunfälle. Des Weiteren wurden 12 Sicherheitswachen bei verschiedenen Veranstaltungen gestellt.
Eine in einem Fenster eingeklemmte Katze verursachte am Vormittag des 1. März die erste Ausfahrt des Monats. Die in die Gerresheimer Straße ausgerückte Drehleiterbesatzung konnte aber umgehend wieder auf die Wache zurückkehren, da das Tier zwischenzeitlich von seinem Besitzer selbst befreit werden konnte.
Einen Tag später lief um 16:12 Uhr die automatische Brandmeldeanlage eines Seniorenwohnheims in der Infanteriestraße in der Feuerwehreinsatzzentrale auf. Aufgrund eines Entwarnung gebenden Rückrufes verblieb der alarmierte Löschzug auf der Wache, lediglich zwei Mann fuhren das Objekt an, um die Gegebenheiten zu kontrollieren und die Anlage zurückzustellen. Dabei stellte sich heraus, dass in der Wäscherei eine Waschmaschine zu brennen begonnen hatte, welche vom anwesenden Hausmeister aber bereits abgelöscht werden konnte.
Am Morgen des 6. März rückte das Löschgruppenfahrzeug um kurz vor sieben Uhr auf die B 299 zwischen Amberg und Ursensollen aus, wo der PKW eines Österreichers Feuer gefangen hatte und in Vollbrand stand. Zusammen mit den Kameraden aus Ursensollen konnte das brennende Fahrzeug rasch abgelöscht werden.
Die nächsten Einsätze hatte wieder einmal das Kleinalarmfahrzeug zu bewerkstelligen. Drei Ölspuren waren es, die die Besatzungen des Fahrzeuges am 7., 9. und 11. März im Stadtgebiet zu beseitigen hatten.
Gasgeruch in der Zulassungsstelle am Pfalzgrafenring führte am 12. März zu zwei kurz aufeinander folgenden Besuchen durch die Feuerwehr Amberg. Nachdem bereits in der Nacht die Stadtwerke Amberg mit dem gleichen Problem konfrontiert worden waren, aber nichts feststellen konnten, wurden gegen zehn Uhr vormittags die Räumlichkeiten mit einem Gasmessgerät kontrolliert, was aber zu keinem Ergebnis führte. Eine Stunde später dann die Erkenntnis: der Geruch entströmte den Lüftungsgittern der unter der Zulassungsstelle gelegenen Tiefgarage. Daraufhin rückten nochmals zwei Mann aus, um die betroffenen Gänge mittels Hochdrucklüfter mit Frischluft zu versorgen.
Einmal mehr leistete das Kleinalarmfahrzeug am 14. März hervorragende Dienste, als es galt, im Tagesverlauf dreimal zu dringenden Türöffnungen auszurücken. Der erste Einsatz dieser Art führte die Mannschaft um 10:10 Uhr in die Friedlandstraße, leider konnte die betroffene Person nur noch tot in ihrer Wohnung aufgefunden werden. Zwei Stunden später, um 12:12 Uhr, die nächste Ausfahrt in die Jahnstraße. Hier war das Ende erfreulicher: nach erfolgreicher Öffnung der Türe konnte eine Person lebend dem BRK übergeben werden. In der Straße „An den Gleisen" wurde dann gegen 17:30 Uhr die dritte Wohnungstüre an diesem Tag auf Anforderung durch die Kriminalpolizei Amberg geöffnet.
Ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignete sich in den Morgenstunden des 15. März auf der B 85. Ein mit drei Personen aus dem Raum Schwandorf besetzter PKW kam auf Höhe Haidweiher auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit dem Fahrzeug eines Landkreisbewohners, der stadteinwärts unterwegs war. Dabei wurden beide PKW über 100 Meter voneinander entfernt in den Straßengraben geschleudert. Um 04:14 Uhr alarmierte der diensthabende Disponent den Rüstzug der Feuerwache Amberg sowie die zuständigen Landkreisfeuerwehren. An der Einsatzstelle musste man dann die schreckliche Bilanz dieser Frontalkollision erfahren: zwei Personen kamen bei dem massiven Zusammenprall ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt. Der Rüstzug der Feuerwehr Amberg unterstützte im Einsatzverlauf die zuständigen Wehren aus dem Landkreis unter anderem durch die Vornahme eines hydraulischen Rettungssatzes bei der Rettung der eingeklemmten Personen. Nach dem Abtransport der Verletzten verblieben der Rüstwagen und der Inspektionsdienst noch zur abschließenden Bergung der zwei Todesopfer an der Unfallstelle. Während der Arbeiten war die B 85 total gesperrt, eine Umleitung erfolge über die so genannte „Panzerstraße". Erst um 07:47 Uhr war der Einsatz beendet.
Der Löschzug wurde am 20. März um 17:42 Uhr in die direkte Nachbarschaft der Feuerwache gerufen. In einer Wohnung am Amselweg hatte eine Waschmaschine Feuer gefangen, was zu einer massiven Verrauchung des betroffenen Gebäudeteils führte. Auf Grund der äußerst kurzen Anfahrt konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes allerdings problemlos durch einen Trupp unter PA und unter Einsatz eines C-Rohres verhindert werden. Nachdem das defekte Gerät ins Freie verbracht und endgültig abgelöscht worden war, wurden die Räumlichkeiten belüftet und abschließend mit der Wärmebildkamera kontrolliert.
„Eingeklemmte Person in Garage, Portnerstraße" lautete die Alarmmeldung am 26. März um 12:50 Uhr, woraufhin sich umgehend der Rüstzug auf den Weg zur Einsatzstelle machte. Nach einer ersten Erkundung konnte aber weitestgehend Entwarnung gegeben werden. Bei Arbeiten an seinem PKW war ein älterer Mann gestürzt und hatte sich derart unglücklich unter der Türe seines Fahrzeuges eingeklemmt, dass er sich ohne fremde Hilfe nicht mehr befreien konnte. Über sein Handy hatte er dann die Polizeieinsatzzentrale Regensburg um Hilfe gebeten, die die Meldung unverzüglich an die Feuerwehreinsatzzentrale Amberg weiterleitete. Nach kurzer Zeit war der Mann befreit und konnte dem Rettungsdienst übergeben werden.
Keine vier Stunden später schlugen die Funkmeldeempfänger der freiwilligen Kräfte erneut Alarm. Der Grund: eine Rauchentwicklung aus einer Wohnung in der Bayreuther Straße. Nach Eintreffen des Löschzuges ging unverzüglich ein Trupp unter PA mit einem C-Rohr in das Gebäude vor und konnte nach kurzer Zeit den Auslöser der Verrauchung feststellen. Ein auf dem Herd vergessenes Essen war angebrannt und hatte so die Wehrmänner auf den Plan gerufen. Die Maßnahmen am Einsatzort beschränkten sich schließlich darauf, den verkohlten Topf mitsamt Inhalt ins Freie zu verbringen und die Wohnung mittels Hochdrucklüfter rauchfrei zu machen. Personen wurden nicht gefährdet.
Keine 24 Stunden später, um 14:47 Uhr, war wiederum die Hilfe des Rüstzuges und dreier Landkreiswehren gefordert. Nach einem Verkehrsunfall bei Paulsdorf musste eine in ihrem Fahrzeug eingeklemmte Person befreit werden. Dies gelang sehr rasch, weshalb man zügig auf die Wache nach Amberg zurückkehren konnte. Zum Glück zog sich die Person bei diesem Unfall nur leichte Verletzungen zu.
Ziemlich verheerende Folgen hatte eine Ölspur auf der AM 30 am 28. März. Noch während sich das Kleinalarmfahrzeug und die zuständige Stadtteilwehr Raigering auf der Anfahrt befanden, wurde ein PKW auf der rutschigen Fahrbahn aus der Kurve getragen und blieb im Straßengraben liegen. Die Einsatzkräfte konnten den Fahrer jedoch schnell und nur leicht verletzt aus seinem Fahrzeug befreien und dem mittlerweile alarmierten Rettungsdienst übergeben. Anschließend wurde die Straße von den ausgelaufenen Betriebsstoffen gereinigt, um eine weitere Gefährdung des Verkehrs auszuschließen.
Knapp an einem größeren Gefahrguteinsatz schrammte man am Morgen des 31. März vorbei, als in einem Industriebetrieb im Stadtsüden Kaliumnitrat aus aufgerissenen Kunststoffsäcken ausgetreten war. Nach einer Analyse durch einen werkseigenen Chemiker und Rücksprache mit der Herstellerfirma konnte aber vorerst Entwarnung gegeben werden, da der Stoff in geringen Mengen keine besondere Gefahr darstellte. Die Betriebsfeuerwehr nahm das Pulver lediglich unter leichtem Atemschutz auf und sorgte für eine ordnungsgemäße und sichere Verwahrung.
Zu dem genannten Einsatzgeschehen ereigneten sich im Berichtszeitraum noch weitere technische Hilfeleistungen kleineren Umfanges, auf die an dieser Stelle aber nicht ausführlich eingegangen wird. Außerdem liefen in der Einsatzzentrale der Feuerwehr Amberg noch drei Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen aus Objekten im Stadtgebiet auf, die jedoch sämtlich als Fehlalarme verbucht werden konnten. Bei zwölf Sicherheitswachen im Stadttheater und Amberger Congress Centrum sorgten jeweils zwei Kräfte für die Sicherheit der Besucher.


