Monatsbericht April 2009
Autor: Christoph Tresch, FM
08. Mai 2009
Mit 34 Einsätzen blickt die Feuerwehr Amberg auf einen eher ruhigen April 2009 zurück. Neben vier Brandeinsätzen, 16 technischen Hilfeleistungen sowie acht Sicherheitswachen fielen sechs Fehlalarme durch automatische Brandmeldeanlagen an.
Bereits am ersten April galt es, zwei Einsätze abzuarbeiten. So rückte das Kleinalarmfahrzeug gegen 16 Uhr zu einer dringenden Wohnungsöffnung aus, leider wurde hier eine Person tot in den Räumen aufgefunden. Vier Stunden später wurde der Löschzug alarmiert, nachdem die Brandmeldeanlage der örtlichen Fachhochschule aufgelaufen war. Die Erkundung ergab jedoch, dass der Alarm vermutlich durch Zigarettenrauch ausgelöst wurde, sodass die Fahrzeuge rasch wieder abrücken konnten.
Zu einem unangenehmen Einsatz rückten vier Kräfte am darauffolgenden Vormittag aus. An einer Eisenbahnbrücke hatte sich ein Mann das Leben genommen. Es blieb die traurige Aufgabe, den Leichnam zu bergen und an den Bestatter zu übergeben.
Wenige Stunden später wurde ein Löschgruppenfahrzeug der Amberger Wehr zusammen mit den Kräften der Gemeinde Ursensollen alarmiert, nachdem auf der Bundesstraße 299 ein PKW-Brand gemeldet wurde. Der Brand im Motorraum konnte schnell gelöscht werden, am Fahrzeug entstand jedoch Totalschaden.
Am frühen Morgen des 3.April hieß es wieder Einsatz für den Löschzug. In einem Wohnheim im Stadtgebiet hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Das Gebäude war bei Eintreffen der Kräfte bereits vorbildlich evakuiert, als Grund der Alarmauslösung wurde schließlich ein technischer Defekt ausgemacht.
Dramatisch wurde es rund sieben Stunden später. Auf der Kreisstraße zwischen Amberg und Ammerthal kam es bei Speckmannshof zu einem Frontalzusammenstoß zweier PKW. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die Fahrzeuge mehrere hundert Meter weit auseinandergeschleudert. Der 18-jährige Unfallverursacher wurde schwerverletzt in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste bereits in seinem Fahrzeug reanimiert werden, auch die Fahrerin des anderen Autos wurde schwer verletzt. Zusammen mit der Stadtteilwehr Amberg-Karmensölden befreiten die Kräfte des angerückten Rüstzuges den jungen Mann, der leider wenige Tage später im Amberger Klinikum seinen schweren Verletzungen erlag.
Die Stadtteilwehr Amberg-Karmensölden war auch drei Tage später gefordert, als es im Stadtteil zu einem kleineren Flächenbrand gekommen war.
Mit dem Stichwort „Feueralarm" wurde der Löschzug vom diensthabenden Disponenten am 8.April um 20.44 Uhr zu einem Amberger Baumarkt alarmiert. Die Erkundung ergab hier, dass ein Sprinkler im Außengelände des Marktes ohne ersichtlichen Grund ausgelöst hatte. Nach Abschiebern der Leitung konnte die Mannschaft den Rückzug antreten.
In den nächsten Tagen fielen kurioserweise innerhalb von 48 Stunden zweimal ähnliche Einsätze an. Am 9.April bat die Polizei um 4.27 Uhr um Amtshilfe. Nach einem Einbruchalarm in einem Objekt in der Dieselstraße verhalf man den Beamten auf das Dach des Gebäudes zum Kontrollieren einer Dachluke. In den Abendstunden des nächsten Tages erreichte die Feuerwehr dann ein ähnliches Unterstützungsgesuch. Passanten hatten beobachtet, wie in das alte Postgebäude am Bahnhof eine Person über ein Fenster einstieg. Mittels Steckleiter verschaffte man den Beamten Zutritt, die schließlich auch eine Person stellen konnten.
Etwa 24 Stunden später rückten zwei Mann mit dem Kleinalarmfahrzeug aus, um eine Wohnung in der Gerresheimerstraße zu öffnen. Eine ältere Frau machte hier durch Hilferufe auf sich aufmerksam. Nach Öffnen der Türe konnte die Frau dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden.
Am Ostersonntag dann waren 22 Mann der Feuerwehr Amberg und der Stadtteilwehr Amberg-Karmensölden mit sechs Fahrzeugen bei einer Suche nach einer vermissten Person längerfristig gebunden. Die Suche nach dem älteren Mann dauerte bereits seit Samstag an, schließlich hatten am Drahthammerwehr zwei Spürhunde, die in der Wohnung des Vermissten die Fährte aufgenommen hatten, im Bereich des Wehres angeschlagen.
Das Wehr wurde daraufhin geöffnet, um den Pegel der Vils zu senken. Daraufhin kam es zu einer Trockenlegung eines Seitenarmes, was zahlreiche dort lebende Tierarten wie Krebse, Fische und den Fischlaich gefährdete. Der Flussarm wurde daraufhin mittels Sandsäcken von der Zulaufseite her abgedichtet und stetig mittels Tragkraftspritze mit Wasser versorgt, um den ökologischen Schaden in Grenzen zu halten. Parallel dazu waren zahlreiche Kräfte von DLRG, Wasserwacht, der Suchhundestaffel des Technischen Hilfswerks sowie der Polizei im Einsatz. Die Suche musste an diesem Tag dann erfolglos abgebrochen werden. Der vermisste Senior jedoch wurde erfreulicherweise zwei Tage später im Bereich seines Wohnsitzes lebend aufgefunden.
In den späten Abendstunden des Ostermontags lief die Brandmeldeanlage eines Betriebs im Gewerbegebiet West auf. Gemäß Alarmplan wurde der Löschzug alarmiert. Die ersten eintreffenden Kräfte meldeten eine starke Rauchentwicklung, aufgrund der Lage wurden weitere Kräfte nachalarmiert. Die weitere Erkundung ergab dann eine Rauchentwicklung im Kesselhaus des Betriebes, die nicht auf einen Brand, sondern auf eine defekte Druckluftanlage zurückzuführen war. Die Einsatzstelle wurde dem Hausmeister übergeben und die Fahrzeuge konnten keine sechzig Minuten nach der Alarmierung wieder in die Wache einrücken.
Eine größere Ölspur im Bereich der Sebastianstraße beschäftigte die Mannschaft des ausgerückten Kleinalarmfahrzeuges am darauffolgenden Vormittag.
Die Anlage des Wohnheims, in welches bereits Anfang des Monats ausgerückt worden war, schlug am Abend des 15.April erneut an. Hier meldete ein Rückruf, dass ein defektes TV-Gerät eine Rauchentwicklung verursacht hat, die Gefahr jedoch bereits gebannt war. Der Disponent der Einsatzzentrale entschied sich aufgrund der Meldung dennoch, einen Kommandowagen zur Nachsicht zu entsenden. Die Rückmeldung bestätigte dann die Lage.
Ebenfalls eine Brandmeldeanlage holte die Wehrmänner am 20.April im 2.38 Uhr aus dem Schlaf. Alarmadresse war diesmal ein Möbelhaus am Stadtrand von Amberg, in welchem es 2004 bereits zu einem größeren Schadensfeuer gekommen war. Diesmal konnte man jedoch „Fehlalarm" an die Einsatzzentrale melden.
Wegen eines Feuerscheins hinter dem Kurfürstenbad wurde am frühen Morgen des 23.April ein Löschgruppenfahrzeug alarmiert. Gegen 5.30 Uhr rückte das Fahrzeug aus, die Mannschaft entdeckte einen brennenden Baumstumpf und löschte diesen ab.
Dieser Streifzug stellt nur einen Teil der Einsätze im April dar. Nicht erwähnt sind, wie aus der Statistik bereits ersichtlich, acht Sicherheitsabstellungen im ACC und im Stadttheater, ein weiterer Fehlalarm durch eine Brandmeldeanlage sowie acht technische Hilfeleistungen, bei denen die Unterstützung der Feuerwehr Amberg von Nöten war.


