Monatsbericht August 2009
Autor: Christoph Tresch, FM
01. September 2009
Mit 35 Einsätzen war es im Ferienmonat August relativ ruhig für die Feuerwehr der Stadt Amberg. Neben acht Brandeinsätzen und 20 technischen Hilfeleistungen musste die Wehr siebenmal zu Brandmeldealarmen ausrücken.
Um 11.59 Uhr rückten zwei Mann am Ersten des Monats mit dem Kleinalarmfahrzeug aus, um die Dr.-Martin-Luther Straße nach einem Verkehrsunfall von ausgetretenen Betriebsstoffen zu reinigen.
Am 4.August ging über den Notruf 112 die Meldung ein, dass in einem Aufzug in einem Gebäude in der Mühlgasse eine Person festsitzen würde. Drei Mann rückten aus und konnten sich nach einigen geübten Handgriffen Zugang zum Aufzugschacht verschaffen und den Mann befreien.
Durch einen technischen Defekt am Motor verlor der PKW eines Landkreisbewohners in der Nacht zum 5.August Motoröl. Das Öl verunreinigte die Fahrbahn im Bereich Bayreuther Straße / Kräuterwiese und wurde von zwei mit dem Kleinalarmfahrzeug ausgerückten Kameraden beseitigt.
Über Notruf 112 forderte eine Frau am späten Nachmittag des 8.August Hilfe, da laut ihrer Mitteilung ihr PKW zwischen Fuchsstein und Speckmannshof brennen würde. Sofort wurden die Stadtteilwehr Amberg-Karmensölden sowie ein Löschgruppenfahrzeug von der Wache am Schießstätteweg entsandt. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass ein Eingreifen durch die Feuerwehr nicht mehr erforderlich sein würde, da der Brand von der Besitzerin vor Eintreffen der Kräfte schließlich selbst gelöscht worden war.
Mit der Meldung „Person sitzt am offenen Fenster und droht zu springen" wurde ein Löschgruppenfahrzeug mit einem Kommandowagen am 9.August um 0.02 Uhr in die Merianstraße entsandt. Die Lage vor Ort entschärfte sich rasch, als die Person freiwillig zurück in die Wohnung stieg.
Ein Großaufgebot an Feuerwehren rückte Nachmittag desselben Tages zusammen mit einem Löschzug der Feuerwehr Amberg sowie der Stadtteilwehr Amberg-Raigering zu einem Waldbrand bei Aschach aus. Die Einsatzzentrale der Polizei und der Luftbeobachter meldeten die starke Rauchentwicklung aus dem Waldstück. Durch den raschen Einsatz von drei C-Rohren sowie einem Güllefass konnte der etwa 150 m² große Brand im Unterholz jedoch schnell unter Kontrolle gebracht werden. Gut zwei Stunden später wurde erneut eine Rauchentwicklung aus einem Wald bei Lengenlohe gemeldet. Der diensthabende Disponent entsandte ein Tanklöschfahrzeug und ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Tank sowie die Stadtteilwehr Amberg-Gailoh zur Einsatzstelle. Durch die schnelle Meldung konnte dieses Feuer jedoch auf einen brennenden Baumstamm begrenzt werden.
Am 10. August bat die Feuerwehr der Gemeinde Rieden um Amtshilfe. Die Krone des Riedener Kirwa-Baumes war durch den Wind abgeknickt worden und drohte nun herunterzustürzen. Aus Amberg rückte eine Drehleiter an, von welcher die Gefahr mittels Motorkettensäge schnell beseitigt werden konnte.
Am Abend des folgenden Tages unterstützte der Löschzug der Feuerwehr Amberg die Wehren aus Kümmersbruck und Haselmühl bei einem Kinderzimmerbrand am Nordhang in Kümmersbruck. Parallel dazu rückte das Kleinalarmfahrzeug zu einer dringenden Türöffnung in die Gerresheimerstraße aus. Einem Mann war hier die Türe zu seiner Wohnung zugefallen, während auf dem Herd noch Essen kochte. Die Türe konnte schnell geöffnet und die drohende Gefahr somit abgewandt werden.
Einen Tag später wurde um 21.45 Uhr der Löschzug alarmiert. Die Brandmeldeanlage des städtischen Klinikums hatte Feueralarm gemeldet. Von den ausgerückten Kräften konnte bei der Erkundung festgestellt werden, dass ein Melder in einem Lüftungsschacht ohne erkennbaren Grund ausgelöst hatte.
Rund zwölf Stunden später wurde ein Löschgruppenfahrzeug aufgrund einer brennenden Hecke in die Rezerstraße geschickt. Hier hatte ein Mann mit einem Brenner Unkraut vernichtet und das Gewächs dabei in Brand gesetzt.
Wegen eines bösen Scherzes rückte der Löschzug am 15.August um 10.46 Uhr erneut aus. Durch das Betätigen eines Handdruckmelders wurde in einer Tiefgarage in der Raiffeisenstraße Feueralarm ausgelöst.
Am Kaiser-Wilhelm-Ring ereignete sich Höhe Eglseerstraße am späten Abend desselben Tages ein Verkehrsunfall. Zwei Autos stießen frontal zusammen, die Fahrer waren verletzt, jedoch nicht in den PKWs eingeklemmt. Drei Mann rückten aus und reinigten die Fahrbahn.
Am 17.August wurde in den Abendstunden ein auf die Kennedystraße gestürzter Baum gemeldet. Mittels Motorkettensäge und Feuerwehraxt wurde das Hindernis beseitigt.
Aufsteigende Rauchwolken im Stadtwesten wiesen den Einsatzkräften aus Amberg und der Stadtteilwehr Karmensölden am 19.August gegen 20 Uhr den Weg zu einem Mähdrescherbrand bei Speckmannshof. Während der Erntearbeiten war das Feuer vermutlich im Bereich des Motors ausgebrochen, bei Eintreffen der Kräfte stand das Führerhaus bereits in Vollbrand. Mittels zweier C-Rohre wurde der Brand bekämpft.
Gute 24 Stunden später rückte der Löschzug erneut zu einem Feueralarm ins Klinikum aus. Auch in diesem Fall handelte es sich glücklicherweise um einen Fehlalarm.
Angebranntes Essen löste in einer Einrichtung in der Innenstadt Feueralarm aus, woraufhin vom diensthabenden Disponenten am 23.August um 20.07 Uhr der Löschzug entsandt wurde.
In den Mittagsstunden des nächsten Tages erreichte die Feuerwehr Amberg die Meldung von einem eingeklemmten Kind in einer Wohnung im Stadtgebiet. Umgehend rückte ein Fahrzeug zur Einsatzstelle aus. Vor Ort fanden die Kameraden ein Kleinkind vor, das in einer Schiebetüre eingeklemmt war. Mit dem entsprechenden Werkzeug konnte das Kind dann schnell befreit werden.
Tags darauf, zur selben Uhrzeit, wurde die Hilfe der Amberger Wehr erneut bei einer Personenrettung benötigt. Auf einer Baustelle in der Raigeringerstraße war ein Arbeiter in einen Schacht gestürzt und konnte sich aus eigenen Kräften nicht mehr befreien. Von der Feuerwehr Amberg wurden der Rüstzug sowie die Spezialgruppe für Höhen- und Absturzsicherung alarmiert. Vor Ort wurde der ansprechbare Patient zunächst im Rahmen der Möglichkeiten vom Rettungsdienst versorgt, bevor er mittels Bergewanne aus seiner Lage befreit wurde.
Hilfeschreie aus einer benachbarten Wohnung veranlassten Anwohner am Liebengrabenweg am Morgen des 26.August dazu, Rettungskräfte zu alarmieren. Von der Rettungsleitstelle wurde ein Rettungswagen entsandt und die Hilfe der Feuerwehr Amberg angefordert, die mit Kleinalarmfahrzeug zur Einsatzstelle ausrückte. Die Türe zur Wohnung wurde rasch geöffnet, sodass die Person vom Rettungsdienst versorgt werden konnte.
Die Brandmeldanlage desselben Gebäudes, zu dem am 23. des Monats bereits einmal der Löschzug ausgerückt war, lief am 27.August erneut auf. Diesmal konnten die um 16.10 Uhr ausgerückten Kräfte Zigarettenrauch als Ursache für das Auslösen eines Brandmelders ausmachen.
Mit einem Tanklöschfahrzeug und einem Wechselladerfahrzeug, ausgerüstet mit Abrollbehälter Tank, unterstütze die Feuerwehr Amberg die zuständigen Wehren des Landkreises am Nachmittag des 28.August bei einem größeren Waldbrand bei Freihöls.
Erneut zu einer dringenden Türöffnung wurde das Kleinalarmfahrzeug am vorletzten Tag des August gerufen. Diesmal musste man nach einem angekündigten Suizid Zugang zu Räumlichkeiten verschaffen.
Der letzte Einsatz des Monats schließlich führte den erweiterten Löschzug der Feuerwehr Amberg nach Viehberg (Gemeinde Ammerthal), wo ein Wohnhaus in Brand stand. Weitere Informationen hierzu sind dem Sonderbericht zu entnehmen.
Aufgrund der Sommerpause in den großen Veranstaltungshäusern der Stadt waren im August keine Sicherheitswachen abzustellen.


