Monatsbericht Oktober 2009
Autor: Sebastian Schindler
02. November 2009
Eine leicht erhöhte Zahl von 52 Einsätzen hatte die Feuerwehr Amberg im Monat Oktober abzuarbeiten. Darunter fallen vier Brandeinsätze, elf Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen, 19 technische Hilfeleistungen und 18 Sicherheitswachen.
Die erste erwähnenswerte Ausfahrt wurde am 5. Oktober um 06:50 Uhr durch die Brandmeldeanlage des am Kaiser-Wilhelm-Ring gelegenen Max-Reger-Gymnasiums verursacht. Hier führte in den Duschen entstandener Wasserdampf zur Fehlauslösung des entsprechenden Melders, woraufhin die ausgerückte Mannschaft bald wieder zur Wache zurückkehren konnte.
Am Abend desselben Tages wurde der Löschzug gegen zehn Uhr nochmals durch eine Brandmeldeanlage auf den Plan gerufen, Ziel war diesmal das ein Betrieb in der Fuggerstraße. Auch hier war kein Eingreifen seitens der Feuerwehr vonnöten, da bei Lagerarbeiten ein Brandmelder versehentlich von der Decke gerissen und so die Auslösung der Anlage verursacht wurde.
Aller guten Dinge sind Drei: Passend zu diesem Sprichwort gab es auch beim dritten Brandmeldealarm für die Feuerwehr Amberg nichts zu tun. Zwei Tage nach der vorausgegangenen Ausfahrt begab sich am 7. Oktober um 17:13 Uhr der Löschzug - verstärkt durch die Stadtteilfeuerwehr Raigering - zu einer Firma ins Industriegebiet Nord, wo als Ursache für den Alarm ein technischer Defekt festgestellt werde konnte.
Glimpflich endete ein Verkehrsunfall für einen Autofahrer am 12. Oktober um kurz vor neun Uhr morgens, als dieser mit seinem Fahrzeug gegen einen Laternenmasten am Pfalzgrafenring geprallt war. Nachdem sich die Türe aufgrund des verzogenen Fahrzeugrahmens nicht mehr öffnen ließ, wurde diese kurzerhand mit einer Brechstange geöffnet und so der Fahrer aus seiner misslichen Lage befreit. Im Einsatz war der Rüstzug der Feuerwehr Amberg. Kurze Zeit später unterstützen zwei Kameraden dann mit dem Teleskop-Gelenkmastfahrzeug den städtischen Betriebshof bei der Demontage der beschädigten Laterne.
Das Löschgruppenfahrzeug rückte wenige Stunden später in die Gerresheimer Straße zu einem dort ansässigen Betrieb aus, als die automatische Brandmeldeanlage Alarm schlug. Vor Ort konnte jedoch nichts festgestellt und somit Entwarnung gegeben werden.
Um 5:43 Uhr des nächsten Tages alarmierte der diensthabende Disponent die zuständigen Landkreisfeuerwehren und den Rüstwagen der Feuerwehr Amberg zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf die St2165 bei Wolfsbach. Die Rüstwagenbesatzung konnte jedoch kurz nach dem Ausrücken wieder auf die Wache zurückkehren, da die Person inzwischen aus dem Fahrzeug befreit war.
Leider jede Hilfe zu spät kam um 13:00 Uhr desselben Tages für eine vermisste Person am Rebenhang. Nach der Wohnungsöffnung durch die Besatzung des Kleinalarmfahrzeuges konnte die Person nur noch tot aufgefunden werden.
Bei einer weiteren notfallmäßigen Wohnungsöffnung in der Raigeringer Straße am Abend des nächsten Tages war die Rückmeldung erfreulicher. Obwohl eine ältere Dame nach einem Sturz bereits längere Zeit hilflos in ihrer Wohnung gelegen hatte, war sie ansprechbar und konnte dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden.
Einen der in diesem Jahr bislang wohl kuriosesten Einsätze erlebten zwei Kameraden am 16. Oktober gegen 3 Uhr, als sie mit dem Kleinalarmfahrzeug in die Notaufnahme des Klinikums St. Marien bestellt wurden. Vor Ort befand sich ein Mann mit einem Paar Handschellen am linken Arm, die ihm beim Liebesspiel von seiner Partnerin angelegt worden waren, wozu ihr jedoch die Schlüssel fehlten. Nach vergeblichen Versuchen, sich des zweifelhaften Schmucks zu entledigen und nachdem weder das OP-Besteck der Notaufnahme noch die Schlüssel der Polizeibeamten einen Erfolg verzeichnen konnten, befreiten die Kameraden der Feuerwehr den Mann mit einem Bolzenschneider von seinem unfreiwilligen Geschenk.
Am Vormittag desselben Tages lief dann um 9:27 Uhr in der Einsatzzentrale die Brandmeldeanlage eines innerstädtischen Altenheimes auf. Die Maßnahmen beschränkten sich jedoch auf die Erkundung durch einen Dienstgrad der Feuerwehr Amberg, da lediglich aufgrund eines technischen Defektes in der Heizungsanlage ausgetretener Wasserdampf für die Auslösung verantwortlich war.
Den dritten Einsatz dieses Tages arbeitet um kurz nach 17:00 Uhr die Besatzung des Kleinalarmfahrzeuges ab, als es galt, ausgelaufene Betriebsstoffe nach einem Verkehrunfall auf der Dr.-Robert-Strell-Straße zu binden.
Drei Alarme an einem Tag: Zufall - würde man meinen. Die Zahl drei sollte in diesem Monat für die Feuerwehr Amberg aber scheinbar eine besondere Bedeutung haben, denn genau so oft sorgte die Brandmeldeanlage eines Betriebs in der Rosenthalstraße für Aufruhr. Bei drei Alarmen am 17., 22. und 29. Oktober war jedoch zu keiner Zeit ein Einsatz der ausgerückten Kräfte erforderlich, es handelte sich wie schon bei den drei zu Monatsanfang erwähnten Brandmelderalarmen jedes Mal um einen Fehlalarm.
Zu einer Wohnungsöffnung in der Bozener Straße rückte am 22. Oktober um 00:58 Uhr wiederum das Kleinalarmfahrzeug aus, nachdem eine ältere Dame aus dem Bett gefallen war und sich nicht mehr erheben konnte. Sie wurde dem Rettungsdienst übergeben.
Als bereits am Vorabend ein gehbehinderter älterer Mann auf seine Frau gestürzt war und diese sich dabei einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen hatte, lagen beide mehr als 16 Stunden hilflos in ihrer Wohnung am Rotkreuzplatz. Am Morgen des 23. Oktober wurde dieser Unfall dann entdeckt und die herbeigeeilten Kameraden verschafften sich über ein Fenster Zutritt zu der Wohnung des Ehepaares, sodass sie vom Rettungsdienst versorgt werden konnten. Der Abtransport der zwei Verletzten durch das Treppenhaus gestaltete sich jedoch so schwierig, dass man schließlich eine schonendere Rettung über das Fenster mittels der Krankentragenhalterung am Teleskop-Gelenkmastfahrzeug bevorzugte, das zur Durchführung dieser an die Einsatzstelle beordert worden war.
Die Brandmeldeanlage der Provinzialbibliothek am Malteserplatz rief am 25. Oktober um 9:37 Uhr den Löschzug auf den Plan. Nach der Erkundung stellte sich heraus, dass sich die Blechverkleidung des Kamins im Dachgeschoss gelöst hatte und dadurch Rauch aus dem Kamin austreten konnte, der durch einen holzbefeuerten Kachelofen in der darunter liegenden Pfarrerwohnung hervorgerufen wurde. Nach dem Ausräumen des Ofens und Verständigen des zuständigen Kaminkehrermeisters konnten die alarmierten Kräfte wieder abrücken.
Zum zweiten Mal in diesem Monat konnten die Helfer nichts mehr für eine Person tun, die am 27. Oktober gegen 19:00 Uhr in ihrer Wohnung in der Pfistermeisterstraße aufgefunden wurde, nachdem sich die Rettungskräfte über ein Fenster Zutritt verschafft hatten. Hier war der Tod schon einige Zeit zuvor eingetreten.
Ausgetretener Dampf im Werkstattbereich des Klinikums St. Marien führte tags darauf kurz vor 14:00 Uhr zum Auslösen der automatischen Brandmeldeanlage. Hier genügte nach einem Rückruf des Klinikpersonals die Kontrolle der Räume und Rückstellung der Anlage durch einen Dienstgrad der Feuerwehr Amberg.
Wertvolle Dienste leistete wiederum das Teleskop-Gelenkmastfahrzeug der Feuerwehr Amberg, als es am 29. Oktober gegen 17:00 Uhr galt, einen aus dem Klinikum Amberg entlassenen aber nicht gehfähigen Patienten wieder in seine im Obergeschoss gelegene Wohnung in Ebermannsdorf zu verbringen.
Am letzten Tag des Monats sollte noch einmal die Zahl „3" ihre Rolle spielen. Die erste Ausfahrt erfolge um 00:50 Uhr durch das Löschgruppenfahrzeug zur Tiefgarage am Ziegeltor. Vermutlich durchdrehende Räder und der durch den verbrannten Gummi aufsteigende Rauch hatten die Brandmeldeanlage ausgelöst. Der zweite Alarm an diesem Tag wurde um kurz vor 20:00 Uhr durch die Stadtteilfeuerwehr Ammersricht bewältigt. Eine in Brand geratene Hecke in der Hammermeisterstraße konnte hier mit zwei C-Rohren schnell abgelöscht werden. Den dritten Einsatz des Tages und zugleich letzten des Monats arbeitete nochmals die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges der Stadtteilfeuerwehr Ammersricht ab. Hier musste eine brennende Mülltonne in der Barbarastraße gelöscht werden, wozu wiederum ein C-Rohr zum Einsatz kam.
Neben den erwähnten Einsätzen fielen noch weitere Ausfahren und Arbeiten kleineren Umfangs an, auf die allerdings nicht näher eingegangen werden muss oder die kein Eingreifen der Feuerwehr Amberg nötig machten. Des Weiteren wurde an den drei letzten im Oktober verbleibenden Dulttagen und bei den zahlreichen Veranstaltungen im Stadttheater und ACC (Amberger Congress Centrum) jeweils eine Sicherheitswache gestellt.


