Monatsbericht November 2009
Autor: Christoph Tresch, FM
03. Dezember 2009
38 Einsätze bescheinigen einen ruhigen Monat November 2009 bei der Feuerwehr Amberg. Bei drei Brandeinsätzen, sieben Brandmeldealarmen sowie 18 technischen Hilfeleistungen wurde die Hilfe der Feuerwehr benötigt. Während neun Veranstaltungen im Stadttheater bzw. im Kongresszentrum wurden Sicherheitswachen gestellt. Im folgenden Bericht soll ein Auszug nennenswerter Einsätze dargestellt werden.
„Dringende Türöffnung Lessingstraße" lautete der Einsatzbefehl für die Mannschaft des Kleinalarmfahrzeuges am 3.November um 6.48 Uhr. Die ausgerückten Kameraden öffneten fachgerecht die Türe zu einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, sodass die vor Ort anwesenden Kollegen des Rettungsdienstes die Versorgung der verletzten Person übernehmen konnten.
Am selben Tag ereignete sich im Stadtgebiet ein schwerer Verkehrsunfall. In der Sulzbacherstraße war eine Frau im abendlichen Berufsverkehr mit ihrem Kleinwagen auf die Gegenfahrbahn gekommen, wo sie frontal mit einem entgegenkommenden Jeep kollidierte. Nach ersten Meldungen war die Frau im PKW eingeklemmt, sodass der Rüstzug (2 LF 16/12, 1 RW-2) der Feuerwehr Amberg alarmiert wurde. Bei Eintreffen der Kräfte saß die Fahrerin im Fahrzeug und wurde vom Rettungsdienst versorgt, war jedoch nicht eingeklemmt. So konnte ein Teil der Kräfte umgehend Verkehrslenkungsmaßnahmen übernehmen, während man bei der Rettung der Patienten mit zur Hand ging. Nach gut einer Stunde rückten alle Einsatzkräfte nach Reinigung der Fahrbahn wieder von der Einsatzstelle ab.
Am frühen Morgen des 6.November lief die Brandmeldeanlage einer Turnhalle aus der Moritzstraße auf. Um 3.51 Uhr alarmierte der diensthabende Disponent einen Löschzug der Feuerwehr Amberg. Bei Erkundung stellte sich der Alarm als Fehlalarm heraus.
Beim jährlichen AULA-Lauf, der sich in Etappen von 10-63 km durch und um das Stadtgebiet herum bewegt, waren am 7.November sechs Mann rund acht Stunden mit Verkehrslenkungsmaßnahmen gebunden.
Erneut zu einer dringenden Türöffnung rückte das Kleinalarmfahrzeug Tags darauf aus. In der Podewilsstraße konnte eine verletze Person die Türe nicht mehr selbstständig öffnen und war auf die Hilfe der Rettungsdienste angewiesen.
Am 11. und 23. des Monats löste die Brandmeldeanlage der Fachhochschule am Kaiser-Wilhelm-Ring aus. Während im einen Fall in der Kantine ausgetretener Dampf für die Alarmauslösung verantwortlich war, konnte im zweiten Fall Motorrauch als Ursache ausgemacht werden. Am 11.November lief außerdem die Brandmeldeanlage eines Fachmarktzentrums an den Franzosenäckern auf, auch hier war glücklicherweise kein Brand Grund für den Alarm.
Ein Löschgruppenfahrzeug wurde in der Nacht zum 15.November alarmiert, nachdem ein brennender Container am Claudiweg gemeldet wurde. Mit einem C-Rohr wurde das Feuer abgelöscht.
Nach einem Verkehrsunfall am Schießstätteweg galt es vier Tage später, die Straße zu reinigen. Hier genügte der Einsatz des Kleinalarmfahrzeuges, welches für solche Einsätze mit dem nötigen Material ausgerüstet ist.
Ein etwas kurioserer Einsatz ereignete sich am Nachmittag des 21.November. In unmittelbarer Nähe zur Feuerwache am Schießstätteweg war ein Kind trotz der spätherbstlichen Temperaturen barfuß über einen Brückenpfeiler auf eine Insel in der Vils gestiegen. Von dort aus konnte es nicht mehr selbst zurück und machte hilferufend auf sich aufmerksam. Drei Kameraden rückten an und konnten dem Jungen mittels einer Steckleiter schnell wieder auf sichern Boden verhelfen. Dieser zeigte sich ob der angerückten Rettungsmannschaft sehr eingeschüchtert, musste jedoch vom ebenfalls anwesenden Rettungsdienst glücklicherweise nicht versorgt werden. Nicht zuletzt die Heimfahrt im Polizeiauto dann dürfte diesen Tag für den Jungen unvergesslich gemacht haben.
Am Vormittag des nächsten Tages hieß es Löschzugalarm für die Feuerwehr Amberg, nachdem die Brandmeldeanlage des städtischen Klinikums Feueralarm gemeldet hatte. Bei der Erkundung stießen die ausgerückten Einsatzkräfte auf einen Wasserkocher, der sich in Folge eines Defekts erhitzte und den Alarm auslöste. Der Sinn der Brandmeldeanlage kann hier wieder einmal als erfüllt gelten, hätte es doch bei Nichtentdecken des Schadens durchaus zu einem Brand kommen können.
Gegen Ende des Monats war die Hilfe der Amberger Feuerwehr dann noch einmal öfter gefragt. So wurde das Kleinalarmfahrzeug am 28.November um 5.00 Uhr zu einer dringenden Türöffnung in den Stadtteil Bergsteig entsandt. Um 19.54 Uhr musste ein Löschgruppenfahrzeug ausrücken, um ein von Jugendlichen entzündetes Lagerfeuer am Lenbachweg abzulöschen.
Am folgenden Tag wurde eine starke Rauchentwicklung aus einer Röntgenpraxis in der Altstadt gemeldet. Um 10.51 Uhr wurde gemäß Alarmplan ein Löschzug der Feuerwehr Amberg alarmiert. Vor Ort stellte sich die Lage dann jedoch wie folgt dar: Beim den ausgetretenen Dämpfen handelte es sich nicht um Brandrauch, sondern um Helium, das in Folge der Notabschaltung eines Kernspintomographen über ein Abgasrohr nach außen abgleitet wurde. Da die Lage zunächst noch unklar war, wurde die Einsatzstelle großräumig abgesperrt. Nach eingehender Erkundung dann konnte in Zusammenarbeit mit einem Verantwortlichen der Einrichtung Entwarnung gegeben werden. 22 Mann waren mit fünf Fahrzeugen und zusammen mit den Kollegen des Rettungsdienstes bzw. der Polizei rund eineinhalb Stunden im Einsatz. Lange währte die Ruhe nicht, gut zwölf Stunden später musste der Löschzug um 2.15 Uhr erneut ausrücken. Alarmadresse war eine Firma im Industriegebiet Nord, deren Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Bei Erkundung stellte sich heraus, dass ein Brandmelder ohne erkennbaren Grund ausgelöst hatte. Aufgrund der Örtlichkeit war hier auch die Stadtteilwehr Amberg-Raigering mit im Einsatz.
Auch der letzte Einsatz des Monats wurde von einer Brandmeldeanlage verursacht, die in einem Gymnasium in Stadtgebiet durch Bauarbeiten ausgelöst hatte.
Bemerkenswert ist, dass auch im November der Teleskopgelenkmast der Amberger Wehr dreimal angefordert wurde, um verletzte bzw. erkrankte Patienten aus ihren Wohnungen schonend und rasch ins Freie zu verbringen. Dabei ging es in den südlichen Landkreis, in die Altstadt sowie ins D-Programm.


