Monatsbericht Dezember 2009

Arbeitsreich endete das Jahr 2009 für die Feuerwehr Amberg. 62 Einsätze fielen im Dezember an. Dies waren im Einzelnen sieben Brandeinsätze, 28 technische Hilfeleistungen, acht Brandmeldealarme sowie 19 Sicherheitswachen.

Der Teleskopgelenkmast rückte am 1.Dezember zum ersten Einsatz des Monats aus. Am späten Nachmittag musste eine Patientin mit Oberschenkelhalsbruch in der Von-der-Sitt-Straße schonend zum Weitertransport ins Klinikum aus ihrer Wohnung zu Boden gebracht werden.

Alarm für den Löschzug hieß es drei Stunden später, nachdem die Brandmeldeanlage des Eisstadions am Schanzl ausgelöst hatte. Dieser Alarm stellte sich als Fehlalarm heraus, ebenso wie eine weitere Auslösung im selben Objekt am 17. des Monats.

Keine 24 Stunden später wurde der Löschzug zusammen mit der Stadtteilwehr Karmensölden erneut alarmiert, diesmal jedoch nicht aufgrund eines Fehlalarms: „Kellerbrand Frühlingsstraße" lautete die Alarmmeldung am 3.Dezember um 18.21 Uhr. Ein Trupp unter Atemschutz drang in die Räumlichkeiten vor, aus denen eine starke Rauchentwicklung zu sehen war. Brandherd war ein Wäschetrockner, der während des Betriebs Flammen gefangen hatte. Das Feuer hatte sich Dank des raschen Eingreifens noch nicht weiter ausgebreitet, sodass das Gerät nach dem Ablöschen ins Freie verbracht werden konnte. Anschließend wurden die Räumlichkeiten mittels Überdruckbelüftung entraucht.

Mit einem besonderen Anliegen wandte sich die Rettungsleitstelle am 4.Dezember an die Feuerwehr Amberg. In der Gemeinde Ebermannsdorf (LK Amberg-Sulzbach) musste ein Patient nicht wie sonst aus seiner Wohnung gerettet werden, sondern nach einem Krankenhausaufenthalt wieder dorthin gebracht werden. Mit der Krankentragenhalterung, welche mit dem Tragensystem des Rettungsdienstes kompatibel ist, wurde der Mann in den ersten Stock seines Hauses gehoben.

Am selben Nachmittag wurden die Kameraden dreier Landkreiswehren mit einer größeren Menge Ölbindemittel versorgt, nachdem eine mehrere Kilometer lange Ölspur zu beseitigen war. Insgesamt 20 Sack wurden mit dem Versorgungs-LKW zur Einsatzstelle gebracht.

Am Nachmittag des 5.Dezember befand sich ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Amberg auf Bewegungsfahrt, als die Besatzung in der Frühlingsstraße eine Rauchentwicklung aus einem Grüncontainer bemerkte. Bei der Kontrolle fand man eine größere Menge heißer Asche vor, die Teile des Containerinhalts in Brand gesetzt hatte. Mit einem Schnellangriffsrohr wurde das Feuer gelöscht.

Teile der bereits im Juli des Jahres von einem Großbrand betroffenen Firma in Vilshofen (LK Amberg-Sulzbach, siehe Bericht) standen in den frühen Morgenstunden des 10.Dezember erneut in Brand. Auch diesmal wurden die Kräfte der ausgerückten Wehren der Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf von der Feuerwehr Amberg unterstützt. Schlauchwagen, Tanklöschfahrzeug, beide Wechselladerfahrzeuge mit den Abrollbehältern Tank und Atemschutz sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug rückten zwischen 3 und 5 Uhr zur Einsatzstelle aus.

Gegen 17 Uhr am selben Tag fiel die Bahnsteig-Beleuchtung des Amberger Bahnhofs aus. Mit zwei Flutlichstrahlern und einem sogenannten Powermoon der Feuerwehr wurde die Beleuchtung zur Sicherheit der Fahrgäste aufrechterhalten, bis die bauseitige Beleuchtungsanlage etwa eine Stunde später wieder funktionierte.

Nachdem der Teleskopgelenkmast der Amberger Feuerwehr bereits Anfang des Monats in Ebermannsdorf benötigt wurde, rückte er am 11.Dezember erneut dorthin aus, um einen Patienten aus dem Obergeschoss eines Hauses zu Boden zu bringen.

12_03„Verkehrsunfall auf der AS 30 bei Immenstetten, Person eingeklemmt" lautete die Meldung, mit welcher der Rüstzug der Feuerwehr Amberg zusammen mit der Stadtteilwehr Raigering und den entsprechenden Wehren des Landkreises ebenfalls am 11.Dezember um 14.28 Uhr alarmiert wurde. Ein PKW war bei nasser Fahrbahn ins Schleudern geraten und hatte sich überschlagen. Die Meldung, dass der Fahrer eingeklemmt war, bestätigte sich glücklicherweise nicht, sodass sich die Tätigkeiten der ausgerückten Mannschaft auf die Verkehresregelung sowie die Reinigung der Fahrbahn beschränkten.

Am darauffolgenden Tag kam es erneut zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2040 mit einer eingeklemmten Person, zu welchem der Rüstwagen der Feuerwehr Amberg zur Unterstützung der Wehren der Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf ausrückte.

Hilfeschreie aus einer Wohnung in der Podewilsstraße veranlasste Anwohner am 16. des Monats die Rettungskräfte zu alarmieren. Gemeinsam mit Polizei und Rettungsdienst rückte das Kleinalarmfahrzeug der Feuerwehr Amberg aus. Die Kameraden konnten mit Hilfe des Sperrwerkzeugs die Türe rasch öffnen, sodass man dem Bewohner zu Hilfe kommen konnte.

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Mit dem 17.Dezember hatte die Feuerwehr einen regelrechten „Großkampftag" zu bewältigen. Nach dem bereits erwähnten Feueralarm im Eisstadion galt es bis zum Abend sechs weitere, teils parallel laufende Einsätze abzuarbeiten. Um 15.57 Uhr wurde der Teleskopgelenkmast zur Rettung eines erfolgreich reanimierten Patienten in die Ziegelgasse angefordert. Um 16.04 Uhr rückte das Kleinalarmfahrzeug zu einer dringenden Türöffnung in die Mühlgasse aus. Leider kam für die betroffene Person hier jede Hilfe zu spät. Etwa 45 Minuten später mussten Kräfte in die Fachhochschule ausrücken, nachdem die Brandmeldeanlage des Objekts aufgelaufen war. Am Abend dann galt es neben einer Theaterwache und einer zu verschließenden Wohnungstüre ausgetretene Betriebsstoffe am Kaiser-Wilhelm-Ring aufzunehmen, die nach einem Verkehrsunfall die Fahrbahn sowie Erdreich verunreinigten.

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In der Nacht zum nächsten Tag hat die Brandmeldeanlage eines Cafés in der Innenstadt wertvolle Dienste geleistet. Nachdem sie gegen 2 Uhr ausgelöst hatte, rückte ein Löschzug zum betreffenden Objekt aus. Bei der Ankunft war bereits ein Feuerschein im Gebäude zu erkennen: im Obergeschoss hatte eine offensichtlich vergessene Kerze ein Adventsgesteck in Brand gesetzt, das Feuer hatte bereits Teile des Mobiliars in Mitleidenschaft gezogen. Dank der frühen Erkennung und des somit rasch ermöglichten Eingreifens konnte der Schaden jedoch auf ein Minimum reduziert werden.

Eine aufmerksame Anwohnerin der Rubensstraße verständigte am 19.Dezember um 21.40 Uhr über Notruf die Feuerwehr, nachdem sie Feuer und Funkenflug aus einem Kamin wahrgenommen hatte. Mit dem Stichwort „Kaminbrand" rückte ein Löschzug der Feuerwehr Amberg aus. Vor Ort wurde die Meldung bestätigt und das Objekt eingehend kontrolliert sowie Brandschutz-Maßnahmen getroffen. Kaminbrände werden in der Regel nicht gelöscht, um ein Bersten des Kaminschachts zu verhindern. So blieb die Mannschaft vor Ort und unterstützte den nachgerückten Kaminkehrer. Nach zweimaligem Kehren des Kamins konnte Entwarnung gegeben werden. Die letzten Kräfte rückten gegen 23 Uhr von der Einsatzstelle ab.

Aufgrund der frostigen Temperaturen kam es um die Weihnachtstage zu mehreren Rohrbrüchen. So wurde die Hilfe der Feuerwehr Amberg im Dezember sechsmal  benötigt, um Wasserschäden in Gebäuden zu beseitigen.

„Absturzgefährdete Person in der Moritzstraße" lautete die Meldung für die alarmierten Kräfte der Feuerwehr Amberg am 22.Dezember um 15.44 Uhr. Umgehend setzte sich der Löschzug mit dem Teleskopgelenkmast und einem Sprungretter in Bewegung. Die Hilfe der Feuerwehr wurde vor Ort jedoch glücklicherweise nicht mehr benötigt. Eine ältere Frau hatte sich auf das Dach eines Hauses verirrt und konnte auf „normalem" Wege wieder zurück in die Wohnung verbracht werden.

Tätig werden musste die Besatzung des Teleskopmastes jedoch am selben Nachmittag dann doch noch. In der Rubensstraße galt es eine Person für die Kollegen des Rettungsdienstes aus ihrer Wohnung zu retten. Leider gestaltete sich der Einsatz durch die von PKWs verstellte Feuerwehrzufahrt schwierig.

Nachdem es am heiligen Abend ruhig blieb, währte die Feiertagsruhe bei der Feuerwehr Amberg nicht lange. Am 25.Dezember waren innerhalb kurzer Zeit drei Brandmeldeeinsätze sowie zwei technische Hilfeleistungen abzuarbeiten. Um 6.54 Uhr wurde der Löschzug erneut zur Fachhochschule alarmiert. Eine Rauchentwicklung in einem Motorteststand hatte zum Auslösen der Rauchmelder und somit der Hochdrucknebellöschanlage bzw. der Brandmeldeanlage  geführt. Der Brand wurde so noch vor Eintreffen der Feuerwehr automatisch gelöscht.  Kaum in die Wache eingerückt, wurde der Löschzug um 8.27 Uhr erneut alarmiert. Alarmadresse war diesmal das Klinikum, wo eine Rauchentwicklung in einer Personalküche die Rauchmelder ausgelöst hatte. Und da aller guten Dinge drei sind, hieß es um 9.47 Uhr noch einmal „Löschzugeinsatz". Dieser führte nun in die Innenstadt. In einer Wohnanlage am Paulanerplatz sprachen die Rauchmelder der Brandmeldeanlage an, nachdem es auch hier zu einer Rauchentwicklung in einem Kochbereich gekommen war.

Weihnachten war noch nicht rum, als sich ebenfalls am 25.Dezember eine Beleuchtungsgirlande in der Innenstadt selbstständig löste und teils in die Fahrbahn hinein hing. Die DLK 18/12 verließ die Wache und demontierte die Dekoration vollständig.

Am 28.Dezember rückte die Stadtteilwehr Amberg-Raigering um 7.54 Uhr gemeinsam mit den Wehren der Gemeinde Freudenberg zu einem Containerbrand nach Aschach aus.

Die beiden letzten Einsätze des Jahres fielen am Silvesterabend um 21.07 Uhr bzw. 21.30 Uhr an. Zunächst wurde ein Löschgruppenfahrzeug zu einer brennenden Mülltonne in die Lessingstraße entsandt, bevor kurz darauf nach Auflaufen der Brandmeldeanlage des Klinikums der Löschzug alarmiert wurde. Wie bereits in der Woche zuvor war auch dieser Alarm auf eine Rauchentwicklung in einer Personalküche zurückzuführen.

Nach einem arbeitsreichen Jahr 2009 wurde es also im Dezember noch einmal hektisch für die Feuerwehr Amberg. Bei allen Einsätzen konnte jedoch problemlos und unbürokratisch geholfen werden. Auch im Jahr 2010 ist die Feuerwehr der Stadt Amberg wieder rund um die Uhr für die Bürger da - schnell, professionell, freiwillig und innovativ.