Jetzt Bestellen: 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr der Stadt Amberg – Chronik zum Jubiläum

Jahresbericht 2015:

 

Monatsbericht Juli 2017


Einsatzstatistik Juli 2017 - Gesamt: 74


Der folgende Bericht beschränkt sich auf erwähnenswerte Einsätze im Berichtszeitraum. Die Gesamtzahl der Einsätze kann in der obigen Statistik nachvollzogen werden.


04.07. - 22:12 Uhr: Verkehrsunfall, Raigeringer Straße

Im Kreuzungsbereich von Raigeringer und Krumbacher Straße kam es an diesem Abend zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Fahrradfahrer schwerst verletzt wurde. Er wurde beim Überqueren der Kreuzung von einem PKW erfasst und zu Boden geschleudert. Mit dem Rettungsdienst wurde durch die ILS auch das Klaf alarmiert, um die Verkehrsabsicherung zu unterstützen.

05.07. - 17:17 Uhr: Zimmerbrand, Trappstraße

Die starke Rauchentwicklung aus der Wohnung eines Mehrparteienhauses in der Trappstraße veranlasste Nachbarn, einen Notruf abzusetzen. Die ILS alarmierte die Feuerwehr Amberg mit dem Schlagwort "Brand Zimmer", der Stadtlöschzug rückte in die enge Straße am Kochkeller aus. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz verschaffte sich über ein Fenster Zutritt zu der Hochparterre-Wohnung, parallel öffnete man die versperrte Türe mittels Sperrwerkzeug. In der Küche fand der Trupp vergessenes Kochgut auf dem Herd, das die starke Rauchentwicklung verursacht hatte. Der Topf wurde ins Freie gebracht, die Wohnung im Anschluss belüftet. Ein weiteres Eingreifen war nicht erforderlich.

06.07. - 14:41 Uhr: Brand eines Mähdreschers, Hirschauer Straße

Auf einem Feld am Ortsausgang von Ammersricht fing tags darauf ein Mähdrescher Feuer. Mit der Stadtteilwehr Ammersricht rückten TLF und WLF mit AB Tank zur Einsatzstelle aus. Bei Eintreffen der Feuerwehr brannte das Fahrzeug lichterloh, auch rund 1000 m² umliegendes Stoppelfeld waren bereits abgebrannt. 3 C-Rohre wurden zur Brandbekämpfung eingesetzt, eine Wärmebildkamera erwies sich bei den Nachlöscharbeiten als hilfreich. Der VLKW rückte nach, um das eingesetzte Schlauchmaterial aufzunehmen und zur Wache zurückzutransportieren.

 

10.07. - ab 17:35 Uhr: Drei Einsätze in Folge

Schlag auf Schlag ging es bei hochsommerlichen Temperaturen an diesem Montag. Um 17:35 Uhr musste das Klaf am Bahnhof auslaufende Betriebsstoffe binden. Aus einem Motorroller, der an einem Bahnsteig abgestellt war, lief Benzin aus. Um 19 Uhr wurde der Stadtlöschzug zu einer unklaren Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienhaus im Dreifaltigkeitsviertel alarmiert. Hier konnte als Ursache - ähnlich wie in der Woche zuvor in der Trappstraße - angebranntes Kochgut ausgemacht werden. Die Wohnung wurde belüftet und der Bereich der Küche mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Noch während der Anfahrt der Kräfte zu dieser Einsatzstelle wurde die Wachzentrale von der ILS um Besetzung des AB Tank gebeten. Diese Unterstützung war bei einem größeren Flächenbrand im Landkreis bei Kreuth (Gde. Rieden) angefordert worden. Da sich das nicht zum Einsatz in der Bäumlstraße ausgerückte Personal noch auf der Wache befand, besetzten drei Mann umgehend das WLF3 und rückten mit dem AB Tank aus. Vor Ort belieferte man die Kameraden der Ortsfeuerwehren mit Wasser, um den Brand von rund 4000m² Getreidefeld zu löschen.

19.07. - 20:57 Uhr: Brand von Hydrauliköl, Sulzbacher Straße

Mitarbeiter eines Gießereibetriebes in der Sulzbacher Straße setzten an diesem Mittwochabend einen Notruf ab. In einer Halle habe sich eine Hydrauliköl führende Leitung entzündet. Alarmiert wurden gemäß der Alarmordnung für diesen Betrieb, in dem sich in der Vergangenheit bereits des Öfteren Brände ereignet hatten, die Feuerwehren Amberg und Amberg-Ammersricht. Bei Eintreffen der Feuerwehr hatten die Mitarbeiter den Brand schon größtenteils eingedämmt und die Gefahr gebannt. Nachlöscharbeiten am im Bereich eines Gießereiofens ausgetretenen Hydrauliköls wurden mit Messgerät und Wärmebildkamera unterstützt und kontrolliert.

22.07. - 11:07 Uhr: Gasgeruch, Gümbelstraße

Drei Tage später waren die Feuerwehren der Hauptwache und aus Ammersricht erneut zusammen im Einsatz gefordert. Die Militärpolizei der US-Armee aus Vilseck meldete der ILS einen Gasgeruch in einem von Amerikanern bewohnten Haus im Stadtteil Luitpoldhöhe. Mit Messgerät wurde das Haus unter schwerem Atemschutz jedoch befundlos kontrolliert, sodass ein weiterer Einsatz der Feuerwehr nicht mehr erforderlich war.

23.07. - 07:55 Uhr: Zimmerbrand im Asylantenheim, Kümmersbrucker Straße

Ausschlafen war den Freiwilligen der Amberger Feuerwehr am darauffolgenden Sonntag nicht gegönnt. Kurz vor 8 Uhr meldeten sich die Funkmeldeempfänger mit der Alarmierung zu einem Zimmerbrand in der Asylunterkunft an der Kümmersbrucker Straße, der Stadtlöschzug rückte aus. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz drang in eine Küche im Obergeschoss des bereits evakuierten Gebäudekomplexes vor. Dort fand man eine brennende Mülltonne vor, die mit einem C-Rohr abgelöscht wurde. Nach Belüftung der Räumlichkeiten stellte sich im Zuge der Nachlöscharbeiten heraus, dass das Feuer auf die Trockenwand übergegriffen hatte. Diese musste daher geöffnet werden, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Nach einer guten halben Stunden konnte der Einsatz beendet werden.

23.07. - 12:44 Uhr: Brand einer Gartenhütte, Fagerastraße

Wenige Stunden später dann erneut ein Brandeinsatz im Stadtgebiet: HLF, LF16 und die Stadtteilwehr Raigering wurden zu einem Feuer in der Fagerastraße alarmiert. Ein Holzkohlegrill hatte dort eine Holzlege in Brand gesetzt. Ein eingesetztes C-Rohr machte dem Feuer rasch den Garaus, mit einer Wärmebildkamera wurde der Löscherfolg anschließend überprüft.

25.07. - 15:54 Uhr: Böswillige Alarmierung zu Brand im Wohnhaus, Friedrich-Ebert-Straße

Wie schnell Problemfälle der Kindeserziehung zu einem Problem der Feuerwehr werden kann bewies ein 10-jähriges Mädchen an diesem Dienstag eindrucksvoll. Nach einem Streit mit der Mutter wählte das Kind - vermutlich aus Trotz - den Notruf und meldete, dass es in seinem Wohnhaus in der Oberen Hockermühle brenne. Aufgrund der glaubwürdigen Äußerungen alarmierte die ILS den Löschzug zu Mehrfamilienhaus. Da weder Rauch noch Feuer zu sehen waren, konnte die Situation vor Ort zusammen mit der Polizei schnell geklärt werden. An diese wurde das Mädchen dann auch übergeben, Ermittlungen zum Notrufmissbrauch aufgenommen.

26.07. - 19:28 Uhr: Abtransport von Rotorblättern, A93

Eine Hilfeersuchen der besonderen Art erreichte die Feuerwehr Amberg am Abend des 26. Juli. An diesem Tag hatte sich auf der A93 zwischen den Anschlussstellen Schwandorf Mitte und Nord ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren schwerverletzten Personen ereignet. Im Zuge der Rettungsmaßnahmen kam dabei auch der Rettungshubschrauber Christoph 80 der DRF aus Weiden zum Einsatz. Aus Unachtsamkeit touchierte die Fahrerin eines Rettungswagens an der Einsatzstelle dabei den Rotor des abgestellten Hubschraubers. Ein Rotorblatt wurde beschädigt, der RTH konnte an der Einsatzstelle nicht mehr starten. In der Folge musste er vor Ort transportfähig zerlegt und bodengebunden in den Hangar nach Weiden transportiert werden. Während den Transport des Helikopters ein Tieflader übernahm, wurde für den zeitnahen Abtransport der vier Rotorblätter die Unterstützung der Feuerwehr Amberg angefordert. Das WLF3 rückte mit dem AB Uni auf die Autobahn im Landkreis Schwandorf aus. Die Rotorblätter wurden auf der Mulde verzurrt und durch die Kameraden ebenfalls nach Weiden zum Hangar gebracht. Erst gegen Mitternacht kehrte die Mannschaft von dieser außergewöhnlichen Hilfeleistung auf die Wache nach Amberg zurück.

30.07. - 18:27 Uhr: Wohnhausbrand, Hubertusstraße

Ein Blitzschlag bescherte den Feuerwehr Amberg und der Stadtteilwehr Gailoh den aufwändigsten Einsatz im Berichtszeitraum. In der Hubertusstraße brannte der Dachstuhl eines Wohnhauses. Näheres hierzu siehe Sonderbericht.

31.07. - 11:44 Uhr: Technische Hilfeleistung nach Überfall, Untere Nabburgerstr./Klinikum

Mehrere Täter drangen am Monatsletzten bei einem Raubüberfall in ein Juweliergeschäft in der Innenstadt ein und verletzten bzw. fesselten das Besitzerehepaar. Die Frau wurde mit Handschellen wehrlos gemacht, die sich im Zuge des folgenden Polizeieinsatzes nicht mehr öffnen ließen. Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr gerufen. Das Klaf rückte ins Klinikum aus, wohin die Überfallopfer mittlerweile transportiert worden waren. Die Handschellen konnten mit Sperrhaken und Säbelsäge schnell und ohne weitere Schmerzen geöffnet werden.

31.07. - 18:23 Uhr: Verkehrsunfall, AM30

Beim letzten Einsatz des Monats musste leider ein Menschenleben beklagt werden. Auf der AM30 zwischen Amberg und Raigering erfasste ein Feuerwehrfahrzeug aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach während einer Bewegungsfahrt einen Fahrradfahrer, der die Straße offenbar unachtsam überquert hatte. Die Kameraden konnten einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Zusätzlich zur Feuerwehr Amberg-Raigering rückte das Klaf zur Reinigung der Unfallstelle bzw. Lenkung des Verkehrs aus.

Abkürzungen:

AB

Abrollbehälter

MZF

Mehrzweckfahrzeug

AS/SS

Atemschutz/Strahlenschutz

RTH

Rettungshubschrauber

BMA

Brandmeldeanlage

RTW

Rettungswagen

DLK

Drehleiter mit Korb

RW

Rüstwagen

ELW

Einsatzleitwagen

SLM

Sonderlöschmittel

GWG

Gerätewagen Gefahrgut

SW2000

Schlauchwagen 2000

HLF

Hilfleistungslöschfahrzeug

TGM

Teleskopgelenkmast

I-Dienst

Inspektionsdienst

TLF

Tanklöschfahrzeug

ILS

Integrierte Leitstelle

TSF-W

Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser

KdoW

Kommandowagen

VLKW

Versorgungs-LKW

Klaf

Kleinalarmfahrzeug

VRW

Vorausrüstwagen

LF

Löschgruppenfahrzeug

VU

Verkehrsunfall

MLF

Mittleres Löschfahrzeug

WLF

Wechselladerfahrzeug

MTW

Mannschaftstransportwagen