Monatsbericht September 2017


Einsatzstatistik September 2017 - Gesamt: 49


Der folgende Bericht beschränkt sich auf erwähnenswerte Einsätze im Berichtszeitraum. Die Gesamtzahl der Einsätze kann in der obigen Statistik nachvollzogen werden.


05.09. - 18:15 Uhr: Ölspur, Marienstraße / Pfistermeisterstraße

Durch einen technischen Defekt an seinem Fahrzeug verursachte ein Verkehrsteilnehmer an diesem Abend eine längere Ölspur. Den Anfang nahm die Verunreinigung am Cineplex in der Regensburger Straße und führte über die Marienstraße bis in die Pfistermeisterstraße, wo das auslaufende Öl beim Abstellen des Fahrzeuges dann bemerkt wurde. Trotz einer geringen Breite der gezogenen Spur war durch ihre Länge eine größere Menge an Bindemittel notwendig, um die Ölspur abzustreuen. Dazu waren drei Mann mit KLAF und V-LKW eine gute Stunde beschäftigt.

Die Aufnahme des Bindemittels übernahm eine verständigte Kehrmaschine, der betroffene Bereich wurde abschließend mit Warnschildern versehen.

08.09. - 16:05 Uhr: Verkehrsunfall, Fleurystraße

Ein Verkehrsunfall mit zwei PKW im Kreuzungsbereich Fleurystraße / Kaiser-Wilhelm-Ring führte wenige Tage später wiederum zu einem längeren Einsatz der KLAF-Besatzung. Die beteiligten Personen wurden leicht verletzt, vom Rettungsdienst versorgt und ins Klinikum transportiert.

Die ausgerückten Aktiven sicherten die Unfallstelle ab und übernahmen in Zusammenarbeit mit einer Polizeistreife die Verkehrsregelung im einsetzenden Berufsverkehr. Im sich bildenden Rückstau kam es zu einem weiteren Auffahrunfall, hier war jedoch nur ein leichter Blechschaden an den beiden beteiligten Fahrzeugen zu verzeichnen. Dieser wurde von einer weiteren Streifenbesatzung aufgenommen. Nachdem die Unfallaufnahme am eigentlichen Unfallgeschehen abgeschlossen und die nicht mehr fahrbereiten PKW durch ein Abschleppunternehmen abtransportiert waren, reinigte man die Straße von ausgelaufenen Betriebsstoffen und Trümmerteilen, bevor die gesperrten Spuren nach über einer Stunde wieder für den Verkehr freigegeben werden konnten.

12.09. - 20:49 Uhr: Essen auf Herd, Gailoher Hauptstraße

Ein privater Rauchmelder rief durch ein auf dem Herd vergessenes Abendessen das HLF sowie die Stadtteilfeuerwehr Gailoh auf den Plan. Da sich niemand in der betroffenen Wohnung befand, mussten sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zutritt zu den Räumlichkeiten verschaffen, wo man dann rasch die Ursache für das warnende Piepsen fand und Entwarnung geben konnte. Die Mehrfamilienhaus wurde mit einem Elektrolüfter vom Qualm befreit und die vorsorglich ins Freie verbrachten Nachbarn konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die etwas in Mitleidenschaft gezogene Eingangstüre wurde fachmännisch Instand gesetzt und die Einsatzstelle abschließend der Polizei übergeben.

14.09. - 14:45 Uhr: Brandmeldealarm, Klinikum St. Marien

Ein für die Feuerwehr schon fast alltägliches Szenario ereignete sich im Klinikum, als dort eine durch Bauarbeiten verursachte Staubentwicklung zum Aulösen der automatischen Brandmeldeanlage führte. Nichts desto trotz ist eine zügige und gewissenhafte Beantwortung solcher Alarme und eine entsprechende Erkundung und Abarbeitung in einem solch großen und von vielen Personen frequentierten Gebäude unerlässlich. Der ausgerückte Löschzug kontrollierte den betroffenen Bereich, konnte nach kurzer Zeit Entwarnung geben und die Rückfahrt zur Wache antreten.

17.09. - 19:17 Uhr: Ölspur, Marienstraße / Regensburger Straße

Wie schon zu Monatsbeginn hielt auch an diesem Abend eine größere Ölspur die Besatzung des KLAF auf Trab. Durch einen Motorplatzer lief die schmierige Flüssigkeit aus und wurde von der Marienstraße über die Raigeringer Straße bis in die Regensburger Straße verteilt. Auch hier waren eine größere Menge an Bindemittel und mehrere Hinweisschilder notwendig, um die Gefahr für weitere Verkehrsteilnehmer zu bannen. Besonders Motorrad- oder Fahrradfahrer sind hier besonders gefährdet. Nach eineinhalb Stunden Arbeit war auch diese Ölspur beseitigt und der Verkehr konnte wieder sicher rollen.

18.09. - 23:53 Uhr: Scheunenbrand, Hiltersdorf

Vermutlich ein technischer Defekt an einem Ladegerät löste einen größeren Scheunenbrand in der Hofstraße in Hiltersdorf aus. Zusammen mit den zuständigen Landkreisfeuerwehren wurde durch die ILS auch die DLK der FF Amberg, verstärkt durch ein WLF mit AB-Tank und einen KdoW, alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das etwa 30x15m große Gebäude – zum Großteil aus Holz erbaut – bereits in Vollbrand. Durch die eintreffenden Feuerwehren wurden sofort mehrere C- sowie ein B-Rohr vorgenommen, die Wasserversorgung war über einen Hydranten, einen Löschwasserbehälter und zahlreiche Fahrzeugtanks sichergestellt. Der massive Löschangriff zeigte rasch Wirkung. Zwar war die Halle und einige darin abgestellte Motorräder nicht mehr zu retten, ein historischer Traktor sowie das Übergreifen des Feuers auf das benachbarte Wohnhaus konnte jedoch erfolgreich gerettet bzw. verhindert werden. Die vorsorglich im Hof des Wohnhauses aufgestellte DLK brauchte nicht eingesetzt zu werden, der AB-Tank leistete bei der Versorgung mit Löschwasser wieder gute Dienste. Die meisten Kräfte konnten nach zwei Stunden wieder von der Einsatzstelle abrücken, eine Brandwache blieb weiterhin vor Ort. Verletzt wurde bei diesem größeren Schadenfeuer niemand.

23.09. - 15:54 Uhr: PKW-Brand, Steinhofgasse

Auf Grund eines technischen Defekts kam es bei einem Kleinwagen älteren Baujahres zu einem Brand im Motorraum.

Der Fahrer konnte sein Fahrzeug am Fahrbahnrand abstellen, es unverletzt verlassen und die ILS verständigen. Das alarmierte HLF war innerhalb kurzer Zeit vor Ort, ein Trupp unter schwerem Atemschutz konnte die Flammen mit einem C-Rohr zügig löschen, bevor sie sich auf den gesamten Fahrgastraum ausbreiten konnten.

Jedoch dürften sie wohl trotzdem zu einem Totalschaden des PKW geführt haben.

 

30.09. - 16:53 Uhr: Zimmerbrand, Häustbergweg

Eine starke Rauchentwicklung aus dem Dach eines Wohnhauses wies dem Löschzug unter der Führung des I-Dienstes sowie der Stadtteilfeuerwehr Raigering den Weg in den Häustbergweg. In der Küche im Dachgeschoss kam es zu einem Zimmerbrand, durch die ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogene Dämmung des darüber liegenden Daches entstand eine anfangs massive Rauchentwicklung, welche zunächst einen Dachstuhlbrand vermuten ließ. Zwei Trupps unter schwerem Atemschutz drangen mit C-Rohren in die Räumlichkeiten vor und konnten das Feuer rasch und erfolgreich bekämpfen. Parallel dazu ging von außen der TGM in Stellung, von dem aus ebenfalls ein Trupp unter Atemschutz das Dach mit einer WBK kontrollierte und einige Ziegel entfernte, um an versteckte Glutnester heran zu kommen. Ein weiterer Atemschutztrupp kontrollierte die anderen Zimmer, konnte hier aber Entwarnung geben. Die Wasserversorgung war über zwei Unterflurhydranten sichergestellt. Noch längere Zeit zogen sich dann im weiteren Verlauf die Nachlöscharbeiten hin, da hierzu größere Teile der Deckenverkleidung entfernt werden mussten. Zeitgleich konnte dazu ein Lüfter eingesetzt werden, um den Brandrauch aus dem Wohnhaus zu drücken. Verletzt wurde auch bei diesem Brand niemand, zur Eigensicherung der Einsatzkräfte – vor allem der Atemschutzgeräteträger – blieb jedoch während der Löscharbeiten ein Rettungswagen vor Ort.

Abkürzungen:

AB

Abrollbehälter

MZF

Mehrzweckfahrzeug

AS/SS

Atemschutz/Strahlenschutz

RTH

Rettungshubschrauber

BMA

Brandmeldeanlage

RTW

Rettungswagen

DLK

Drehleiter mit Korb

RW

Rüstwagen

ELW

Einsatzleitwagen

SLM

Sonderlöschmittel

GWG

Gerätewagen Gefahrgut

SW2000

Schlauchwagen 2000

HLF

Hilfleistungslöschfahrzeug

TGM

Teleskopgelenkmast

I-Dienst

Inspektionsdienst

TLF

Tanklöschfahrzeug

ILS

Integrierte Leitstelle

TSF-W

Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser

KdoW

Kommandowagen

VLKW

Versorgungs-LKW

Klaf

Kleinalarmfahrzeug

VRW

Vorausrüstwagen

LF

Löschgruppenfahrzeug

VU

Verkehrsunfall

MLF

Mittleres Löschfahrzeug

WLF

Wechselladerfahrzeug

MTW

Mannschaftstransportwagen