Monatsbericht November 2017


Einsatzstatistik November 2017 - Gesamt: 44


Der folgende Bericht beschränkt sich auf erwähnenswerte Einsätze im Berichtszeitraum. Die Gesamtzahl der Einsätze kann in der obigen Statistik nachvollzogen werden.


01.11. - 01:58 Uhr: Brandmeldealarm, Schrannenplatz

Der neue Monat war noch keine zwei Stunden alt, als der Löschzug unter Führung des I-Dienstes zu einem Brandmeldealarm in einem Club am Schrannenplatz gerufen wurde. Wie bereits schon öfter geschehen, löste ins Dachgeschoss gezogener Disconebel den dortigen Linearmelder und somit die Alarmierung der Feuerwehr aus. Nach kurzer Erkundung konnte Entwarnung gegeben werden und die Gäste wieder in die Lokalität zurückkehren. Die Einsatzstelle wurde mit Untersagung des weiteren Nebelbetriebs den Verantwortlichen übergeben.

02.11. - 06:38 Uhr: Brandmeldealarm, Gerresheimer Straße

Wiederum in den Morgenstunden des darauffolgenden Tages begab sich das HLF zu einem Brandmeldealarm in einem Kunststoff verarbeitenden Betrieb am Bergsteig. Vor Ort konnte eine leichte Rauchentwicklung aus einer Produktionsmaschine festgestellt werden. Die Maschine wurde in Zusammenarbeit mit Angestellten geöffnet und gereinigt, es hatten Ablagerungen des Produktionsprozesses geschmort. Anschließend konnten die Arbeiten in der Firma wieder aufgenommen werden.

08.11. - 05:45 Uhr: Zimmerbrand, Kümmersbrucker Straße

Der Monat November schien die Aktiven nicht ausschlafen lassen zu wollen, als es einige Tage später zu einem Zimmerbrand in einer Asylunterkunft an der Kümmersbrucker Straße kam. In einer Küche hatte eine größere Mülltonne samt Inhalt zu brennen begonnen und für eine massive Rauchentwicklung gesorgt. Beim Eintreffen des Löschzuges hatten alle Bewohner die Räumlichkeiten bereits verlassen, so dass der erste Atemschutztrupp direkt mit den Löschmaßnahmen unter Vornahme eines C-Rohres beginnen konnte. Ein weiterer Trupp kontrollierte zeitgleich sämtliche Räume, konnte aber Entwarnung geben. Das Feuer war rasch gelöscht, anschließend wurden die Zimmer belüftet und der Brandraum mittels WBK kontrolliert. Bereits nach einer halben Stunde konnten die ausgerückten Kräfte auf die Wache zurückkehren.

10.11. - 04:03 Uhr: Feuer Filteranlage, Luitpoldhütte

[ Siehe Sonderbericht ]

11.11. - 16:54 Uhr: Technische Hilfeleistung, Feuerwache

Ein nicht alltäglicher, jedoch schon bekannter Hilferuf erreichte die ILS durch das Klinikum Amberg. Dort suchte eine Patientin Rat, die ihren Ring nicht mehr vom Finger bekam, zumal dieser bereits stark angeschwollen war. Da auf der Feuerwache entsprechendes Werkzeug vorhanden ist, begab sich die Patientin auf direktem Weg in die Werkstätten am Schießstätteweg, wo der Ring schmerz- und verletzungsfrei entfernt werden konnte.

23.11. - 12:49 Uhr: Brand Elektroanlage, Talweg

Den Auftakt eines einsatzreichen Tages mit vier Alarmen bildete der Brand in einer Elektroanlage am Talweg im Stadtteil Raigering. Bei Arbeiten in einem Trafohäuschen kam es zu einem Kurzschluss, wobei ein Arbeiter eine Stromschlag und Verbrennungen an den Händen sowie im Gesicht erlitt. Er wurde vom ebenfalls alarmierten Rettungsdienst versorgt und ins Klinikum eingeliefert. Der ausgerückte Löschzug wurde durch ein WLF mit AB-SLM und die Stadtteilwehr Raigering ergänzt. Da zunächst unklar war, ob sich noch ein weiterer Arbeiter im verrauchten Trafohäuschen befand, ging ein Trupp unter schwerem Atemschutz mit einem CO²-Löscher in die Elektroanlage vor. Wie sich nach kurzer Erkundung herausstellte, war dies nicht der Fall, der Trupp konnte anschließend den Kleinbrand mit dem Löscher ablöschen. Parallel dazu wurden ein 50kg CO²-Löscher sowie ein Sicherungstrupp mit C-Rohr in Bereitschaft vorgehalten, brauchten allerdings nicht mehr eingesetzt zu werden. Nach der Belüftung der Anlage mittels Hochdrucklüfter übergab man die Einsatzstelle einer Fachfirma.

Kurze Zeit später beorderte um 15:32 Uhr die ILS den Löschzug zu einem Brandmeldealarm ins Klinikum. Auslösegrund war hier Wasserdampf aus einem defekten Wasserschieber, die Aktiven konnten nach kurzer Zeit den Rückweg antreten.

Wiederum ca. eine Stunde später, um 16:43 Uhr, ereignete sich auf der B299 im Bereich der Autobahnauffahrt Amberg-West ein Verkehrsunfall mit zwei PKW. Zusammen mit der Feuerwehr Ursensollen begab sich das KLAF an die Unfallstelle, um Absicherungs- und Verkehrslenkungsmaßnahmen durchzuführen. Die leicht verletzten Unfallbeteiligten wurden vom Rettungsdienst versorgt.

Noch während dieses Einsatzes erreichte um 16:56 Uhr die ILS die Meldung, dass es in der Müllumladestation in der Kokereistraße brenne, woraufhin der Löschzug und die Stadtteilwehr Ammersricht alarmiert wurden. Vor Ort war eine entsprechende Rauchentwicklung wahrzunehmen. Da die Zufahrtstore zu den Müllbunkern bereits geschlossen waren, verschaffte sich ein Trupp unter Atemschutz zunächst Zutritt über eine Seitentüre und konnte anschließend das Tor des betroffenen Müllbunkers öffnen, in dem der abgeladene Unrat in Brand geraten war. Ein weiterer Trupp ging anschließend mit einem Schaumrohr zur Brandbekämpfung vor, welche rasch Wirkung zeigte. Ein dritter Trupp stand zur Sicherheit mit einem C-Rohr in Bereitschaft. Während der Löscharbeiten wurde das Gebäude von außen mit dem TGM bezüglich einer möglichen Brandausbreitung kontrolliert, hier war jedoch nichts festzustellen. Nach der abschließenden Belüftung der Halle mittels Überdrucklüftern und der Kontrolle mit einer WBK konnte die Einsatzstelle nach einer guten Stunde dem Betreiber übergeben werden.

30.11. - 21:18 Uhr: Verkehrsunfall, Kaiser-Wilhelm-Ring


Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich an diesem Abend auf Höhe des Max-Reger-Gymnasiums, als ein gerade ausparkender PKW ein Richtung Kreisverkehr fahrendes Auto übersah. Da dieser vermutlich aber mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, dürfte die Schuldfrage etwas schwieriger zu klären sein. Bei dem Zusammenstoß wurden beide Fahrzeuge erheblich beschädigt. Ein PKW kam mittig auf der vierspurigen Straße zum Stehen, der zweite wurde nach links über den Gehweg in den angrenzenden Stadtgraben katapultiert. Die ILS alarmierte den Rüstzug der FF Amberg, welcher in kürzester Zeit ausrücken konnte, da gerade ein Zug seinen Dienstabend abhielt.

Entgegen erster Meldungen waren keine Personen mehr in den Unfallfahrzeugen eingeklemmt, so dass sichdie Maßnahmen zunächst auf das Absperren und Absichern der Unfallstelle sowie das Binden ausgelaufener Betriebsstoffe beschränken konnten. Nach der Versorgung und dem Abtransport der mittelschwer verletzten Insassen durch den Rettungsdienst wurde eine Fachfirma zur Straßenreinigung hinzugezogen, da der vielbefahrene Kaiser-Wilhelm-Ring mit Trümmerteilen übersät und großflächig mit Öl verschmutzt war. Ein Abschleppunternehmen übernahm den Abtransport der Unfallfahrzeuge. Die Absperrungs- und Verkehrlenkungsmaßnahmen, die hierzu nötig waren und von KLAF und RW übernommen wurden, zogen sich noch längere Zeit hin, bevor nach ca. zwei Stunden die Fahrbahn wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte.

Abkürzungen (alphabetisch):

AB

Abrollbehälter

MZF

Mehrzweckfahrzeug

AS/SS

Atemschutz/Strahlenschutz

RTH

Rettungshubschrauber

BMA

Brandmeldeanlage

RTW

Rettungswagen

DLK

Drehleiter mit Korb

RW

Rüstwagen

ELW

Einsatzleitwagen

SLM

Sonderlöschmittel

GWG

Gerätewagen Gefahrgut

SW2000

Schlauchwagen 2000

HLF

Hilfleistungslöschfahrzeug

TGM

Teleskopgelenkmast

I-Dienst

Inspektionsdienst

TLF

Tanklöschfahrzeug

ILS

Integrierte Leitstelle

TSF-W

Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser

KdoW

Kommandowagen

VLKW

Versorgungs-LKW

Klaf

Kleinalarmfahrzeug

VRW

Vorausrüstwagen

LF

Löschgruppenfahrzeug

VU

Verkehrsunfall

MLF

Mittleres Löschfahrzeug

WLF

Wechselladerfahrzeug

MTW

Mannschaftstransportwagen