Schneekatastrophe u.a. im Lkr. Regen: Einsatz der Feuerwehr Amberg
Aufgrund der anhaltenden, starken Schneefälle im Osten Bayerns wurde in einigen Regionen Katastrophenalarm ausgelöst, da etliche Gebäude die auf den Dächern liegende Schneelast nicht mehr zu tragen vermochten und akut einsturzgefährdet waren.
Neben einem Großaufgebot an Helfern von Feuerwehr, THW, BRK, Bergwacht und Bundeswehr aus ganz Bayern wurde auch die FF Amberg zur Unterstützung ins Krisengebiet beordert, um beim Abräumen zahlreicher Dächer mitzuwirken.
Vom 12. bis 15. Februar machte sich täglich eine dreiköpfige Mannschaft mit der Drehleiter DLK 18/12 auf die zweistündige Fahrt nach Regen, um im dortigen Landkreis die Einsatzkräfte zu unterstützen. Nach dem Eintreffen auf der Feuerwache Regen wurden der Drehleiter-Besatzung die Einsatzstellen zugewiesen, an denen sie verstärkt durch weitere Feuerwehren und Bundeswehr nützliche Arbeit leisten konnte.
Die Hauptaufgaben waren dabei, Personal und Material wie Schaufeln und Schneefräsen auf die mit bis zu über zwei Metern Schnee bedeckten Häuser zu befördern und die Einsatzkräfte vom Korb der Drehleiter aus gegen Abstürze zu sichern. In einigen Fällen war es sogar nur noch möglich, direkt vom Korb aus die Schneemassen vom Dach zu schaufeln, da die akut einsturzgefährdeten Konstruktionen keine weitere Belastung zuließen.
Aber auch auf der Straße bereitete der Schnee den Maschinisten große Probleme. So war es oft nicht leicht, auf dem eisigen Untergrund einen standfesten Platz für die Abstützung der Leiter zu finden oder, behindert durch riesige Schneeberge, nahe genug an die betroffenen Objekte heran zu fahren. Auch das Manövrieren der DLK in den äußerst schmalen und eingeschneiten Dorfstraßen verlangte den Maschinisten höchste Konzentration und perfektes Können ab. Aber, allen Widrigkeiten zum Trotz, wurden täglich mehrere Objekte wie Schulen, Hotels, Scheunen und Privathäuser in den Orten Regen, Langdorf, Bodenmais usw. vom Schnee befreit.
Für insgesamt mehrere tausend Helfer, die sich nur kurze Verpflegungs- und Ruhepausen gönnten, blieb es aber ein Wettlauf gegen die Zeit, mit den Schneemassen fertig zu werden, bevor die beschädigten Dachstühle nachgaben oder das einsetzende Tauwetter weitere Probleme verursachte.
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