Zimmerbrand Altenheim "Bürgerspital"
Bei einem Zimmerbrand in einem Amberger Altenheim in der Innenstadt wurden am Montagabend, gegen 22.30 Uhr, vier Bewohner verletzt und mussten zum Teil mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Amberger Klinikum gebracht werden. Das Feuer wurde durch die Feuerwehr Amberg schnell unter Kontrolle gebracht. Der vorläufige Schaden beträgt rund 20.000 Euro.
Am Montagabend, gegen 22.30 Uhr, brach in einem Zimmer im zweiten Stockwerk eines rückwärtigen Gebäudetraktes des Amberger Altenheimes „Bürgerspital“ ein Feuer aus.
 |
| Angiff- und Rettungsweg über die Drehleiter |
Um 22:32 Uhr verständigte ein Nachbar die Einsatzzentrale der Feuerwehr über den Zimmerbrand. Der Diensthabende alarmierte sämtliche Funkweckerschleifen der Feuerwehr Amberg, daraufhin rückte der Löschzug, verstärkt durch ein Tanklöschfahrzeug aus. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle war deutlicher Feuerschein in einem Zimmer im 2. Obergeschoß sichtbar. Vom Personal kam die Mitteilung, dass noch sich vier Bewohner in den Zimmern befinden. Sofort nach Eintreffen begannen mehrere Trupps unter Atemschutz mit der Menschenrettung. Der Flur in diesem Stockwerksteil war bereits völlig verqualmt. Unter Fluchthauben gelang in kurzer Zeit die Rettung der vier älteren Personen.
Der 97-jährige Bewohner des Zimmers, in dem der Brand ausgebrochen war, konnte trotz seines hohen Alters selbst aus dem Bett kommen und lag bereits auf dem Flur. Dabei dürfte er sich eine Fraktur des Oberschenkels zugezogen haben. Brandverletzungen hat er nicht erlitten.
 |
| Zerstörtes Zimmer im 2. Stock |
Drei weitere Personen aus den Nachbarzimmern, ein 60-Jähriger, ein 67-Jähriger und eine 83-Jährige, erlitten leichte Rauchgasvergiftungen und wurden vorsichtshalber ins Amberger Klinikum mit dem Rettungswagen eingeliefert, ebenso der 97-Jährige. Bei keinem der Verletzten besteht derzeit Lebensgefahr.
Parallel zur Menschenrettung wurde die Brandbekämpfung von einen weiteren Trupp unter PA mit einem C-Rohr durchgeführt und das Feuer auch rasch gelöscht. Die Möblierung des Zimmers des 97-Jährigen wurde total vernichtet. Außerdem entstand Schaden durch die starke Rauch- und Qualmentwicklung. Erste Schätzungen der Kriminalpolizei ergeben einen Schaden von mindestens rund 20.000 Euro.
Die Feuerwehr Amberg war mit 35 Mann im Einsatz, die Feuerwehren Amberg-Gailoh und Amberg-Karmensölden besetzten in der Zwischenzeit die Hauptfeuerwache.
 |
| Atemschutzgeräteträger in Bereitstellung |
Nach dem Belüften des Gebäudes und einigen Nachkontrollen mit der Wärmebildkamera war nach zwei Stunden der Einsatz wieder beendet.
Im Einsatz waren weiter eine Notärztin, ein leitender Notarzt sowie drei Rettungs-wagen des BRK und zwei Schnelleinsatzgruppen aus Sulzbach und Amberg.
Die Brandfahnder der Kripo Amberg haben noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. Aufgrund ihrer Feststellungen konnte als Brand- ausbruchstelle der Bereich des Bettes bzw. des Nachtkästchens lokalisiert werden. Als Ursache dürfte höchstwahrscheinlich eine Stehlampe in Frage kommen, die auf dem Nachtkästchen abgelegte Zeitschriften in Brand steckte.
Für andere Ursachen, insbesondere Brandstiftung, haben sich bei den Ermittlungen der Kripo-Beamten keinerlei Anhaltspunkte ergeben.
 |
| Sehr starke Verrauchung im Flur |