Zwei Unfälle mit Todesfolge innerhalb neun Stunden
Innerhalb von nur neun Stunden wurde die Feuerwehr Amberg am Samstag, 17. März 2007 zu zwei Verkehrsunfällen alarmiert, bei denen zwei Menschen ihr Leben lassen mussten.
Gegen 11:30 Uhr wurde die Einsatzleitzentrale der Feuerwehr Amberg von der Polizei informiert, dass auf dem Autobahnzubringer in Höhe von Atzlricht ein LKW mit einem PKW zusammengestoßen ist.
Nach Alarmplan wurden die Feuerwehren der Gemeinde Ursensollen und der Rüstzug Amberg alarmiert. Ein Autofahrer aus dem Landkreis Tirschenreuth kam aus ungeklärter Ursache auf der dreispurig ausgebauten Bundesstraße auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal in den entgegenkommenden Sattelzug. Der 59-jährige PKW-Fahrer hatte keine Chance, er war sofort tot. Die Einsatzkräfte erwartete an der Unfallstelle eine mit Trümmern bedeckte Straße. Diverse Fahrzeugteile lagen verteilt auf drei Spuren und im angrenzenden Straßengraben. Der PKW war in mehrere Stücke gerissen. Der Sattelzug wurde durch die Wucht seiner tonnenschweren Ladung in die Böschung gerammt. Die Fahrerkabine steckte im rechten Winkel zum Auflieger im Boden. Die Wucht des Aufpralls war immens gewesen, dennoch konnte sich der 36-jährige LKW Fahrer aus Rumänien noch aus eigener Kraft aus dem Führerhaus befreien. Er stand unter Schock und wurde vom Rettungsdienst versorgt. Die Feuerwehren sperrten die Bundesstraße ab Mit Wannen wurde der aus den aufgerissenen Tank der Sattelzugmaschine auslaufenden Diesel aufgefangen. Nachdem der Unfallaufnahme durch die Polizei und einen Sachverständigen konnte die Leiche des PKW-Fahrers am Nachmittag mit hydraulischen Rettungsgerät aus dem Wrack geborgen werden. Zur Bergung der Ladung -20 Tonnen Tiefkühllebensmittel- wurde das THW Amberg zusätzlich alarmiert, welches die Ware in ein Ersatzfahrzeug umgeladen hat. Mit einem 100-Tonnen-Kran konnte dann schließlich der Sattelzug geborgen werden. Die B 299 war für zwölf Stunden komplett gesperrt.
Wiederum durch die Polizei wurde die Einsatzleitzentrale der Feuerwehr Amberg gegen 20:30 Uhr über einen Frontalzusammenstoß zweier PKW auf der Staatsstraße 2238 in Höhe Bernricht informiert.
Gegen 20:15 Uhr wollte ein 19-jähriger mit seinen Fiat einen LKW überholen. Offensichtlich schätze er die in diesem Bereich eher unübersichtliche Straße falsch ein und übersah einen entgegenkommenden VW Passat. Beide Fahrer bremsten zwar noch, konnten jedoch die Kollision nicht mehr verhindern. Während sich der Unfallverursacher und ein weiterer 26-jähriger Mitfahrer im Fond des Fiat nur leichte bis mittelschwere Verletzungen zuzogen, erlitt der Beifahrer lebensgefährliche Verletzungen. Bereits an der Unfallstelle musste er vom Rettungsdienst reanimiert werden und verlor dann rund eine Stunde später im Klinikum St. Marien den Kampf um sein Leben. Ebenfalls im Krankenhaus mit mittelschweren Verletzungen landeten die 29-jährige Beifahrerin im Passat und der Fiat-Lenker. Der 28-jährige Passatfahrer erlitt nur leichte Verletzungen und konnte ambulant behandelt werden. Die ausgerückten Kräfte des Rüstzuges Amberg, der zuständigen Stadtteilfeuerwehr Amberg-Ammersricht und die Feuerwehr Steiningloh leuchteten die Unfallstelle aus, sperrten die Staatsstraße ab und unterstützen den Rettungsdienst bei der Verletztenversorgung. Weiterhin musste die Straße von auslaufenden Betriebstoffen gereinigt werden. Gegen 23 Uhr waren die Aufräumungsarbeiten beendet und die Straße konnte wieder für den Verkehr freigegeben werden.
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