Feuer Untere Nabburger Straße

Die Einsatzzentrale der Polizei meldete am Abend des 20.September ein Feuer in einem Wohnhaus in der Unteren Nabburger Straße. Aufgrund der Lage des Objekts in der Altstadt und der Meldung, dass sich noch Personen im Gebäude befänden, wurde vom diensthabenden Disponenten sofort die hohe Alarmstufe „Gebäudebrand“ gewählt und somit alle Wechselschleifen sowie die Ergänzungsschleife der Feuerwehr Amberg alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt zum Objekt war eine starke Rauchentwicklung über den Dächern der Altstadt zu erkennen. Sensibilisiert durch das Feuer in der Brauereigaststätte Schiessl im Jahr 2004, die sich nur ein paar Häuser neben dem Gebäude befindet, rechnete die Mannschaft mit dem Schlimmsten und rüstete sich sofort für einen Löschangriff im Inneren des Gebäudes aus.
In dem dreistöckigen Wohnhaus war ein Feuer in einem Abstellraum im Erdgeschoss ausgebrochen und hatte sich rasch auf einen darüber liegenden Balkon ausgebreitet. Personen befanden sich entgegen erster Meldungen beim Eintreffen des erweiterten Löschzuges nicht mehr im Haus, da aufmerksame Polizeibeamte, die das Feuer entdeckt und gemeldet hatten, die Bewohner aufmerksam gemacht und aus dem Gebäude gebracht haben.
Nicht nur Menschenleben haben die Männer somit gerettet, sondern auch eine Feuerkatastrophe in der dicht bebauten Altstadt verhindert. Das eigentliche Schadenfeuer konnte rasch gelöscht werden, doch zogen sich die Nachlöscharbeiten noch länger hin. Der Holzbalkon und der darunter liegende Fehlboden musste komplett geöffnet werden, um alle Glutnester ablöschen zu können.
Erst drei Stunden nach der Alarmierung konnten die letzten Kräfte von der Einsatzstelle abrücken.
Wie bei solchen Schadenslagen üblich, wurden die betroffenen Räumlichkeiten am späten Abend noch einmal kontrolliert. Hierbei konnte man glücklicherweise feststellen, dass alle Glutnester abgelöscht waren und ein erneutes Ausbrechen des Feuers nicht zu befürchten war. Hilfreich war hier wieder einmal der Einsatz einer Wärmebildkamera, mit der man noch warme Stellen sofort erkennen und überprüfen kann.

Zahlen und Fakten zum Einsatz

Alarmzeit / Einsatzende

18.51 Uhr / 22.02 Uhr

Ausgerückte Mannschaft

35 Mann

Fahrzeuge

2 Löschgruppenfahrzeuge, 2 Drehleitern, Tanklöschfahrzeug, 2 Kommandowagen, Versorgungs-LKW

Eingesetztes Gerät

8 Pressluftatmer, 3 C-Rohre,2 Kettensägen, Trennschleifer, Wärmebildkamera, Steckleitern Beleuchtungsgerät, Stromerzeuger, …