Feuer Luitpoldhütte und Folgeeinsätze, 29.07.08
Autor: Christoph Tresch, Fm
31. Juli 2008
Die Einsatzfolge riss auch am heißen Nachmittag des 29.Juli 2008 nicht ab. Eine Einsatzstelle, die der Feuerwehr der Stadt Amberg bereits gut bekannt ist, rief den erweiterten Stadtlöschzug sowie die Stadtteilwehr Amberg-Ammersricht um 14.49 Uhr auf den Plan.
Wie zuletzt im Dezember 2007 brannte es in einer Filteranlage der Luitpoldhütte. Das Feuer war nur durch den massiven Einsatz von acht C-Rohren und mehreren Trupps unter Atemschutz unter Kontrolle zu bekommen, was nach etwa 30 Minuten schließlich gelang. Durch das hartnäckig brennende Material der Filteranlage waren jedoch umfassende Nachlöscharbeiten von Nöten. Um 16.22 Uhr konnte der Einsatzzentrale schließlich „Feuer aus!“ gemeldet werden.
Im Einsatz waren etwa 50 Mann mit zehn Fahrzeugen. Auch ein Feuerwehrarzt rückte zur Einsatzstelle aus und unterstützte die Kollegen des Rettungsdienstes bei der Behandlung von fünf Mitarbeitern des Betriebes, die sich bei ersten Löschversuchen vor Eintreffen der Feuerwehr leichte Rauchgasinhalationen zuzogen.
Der Sachschaden liegt nach Angaben der Firma im Bereich zwischen 50.000 und 100.000 Euro.
Noch während der Löscharbeiten alarmierte der diensthabende Disponent die Stadtteilwehr Amberg-Karmensölden zu einem Böschungsbrand von etwa 25m² Ausmaß an der B 85 Höhe Schäflohe. Dieses Feuer konnten die Kameraden mittels Hochdrucklöschgerät schnell löschen.
Nach Beendigung dieses Einsatzes wurde die Mannschaft der Karmensöldener Wehr zusammen mit den Kameraden der Stadtteilwehr Amberg-Gailoh zur Besetzung der Wache am Schießstätteweg angefordert, da die Löscharbeiten in der Luitpoldhütte noch länger andauerten.
Die Fahrzeuge des Löschzuges rückten gegen 17 Uhr wieder in die Wache ein. Während den Aufräumarbeiten auf der Feuerwache löste die Einsatzzentrale um 17.10 Uhr erneut Alarm für den Stadtlöschzug aus. Die Brandmeldeanlage eines Betriebs im Gewerbegebiet West hatte Feueralarm gemeldet. Glücklicherweise stellte sich dieser als Fehlalarm heraus, sodass die ausgerückte Mannschaft nach etwa 15 Minuten wieder einrücken konnte.
Keine 30 Minuten später lief erneut eine automatische Brandmeldeanlage ein. Auch hier stellten die Kräfte vor Ort „Fehlalarm“ in dem Objekt in der Regierungsstraße fest. Doch Ruhe kehrte an diesem Abend noch nicht ein auf der Feuerwache. Um 20.42 Uhr rückte das Kleinalarmfahrzeug auf Anforderung der Polizei zu einer dringenden Türöffnung in die Friedrich-Ebert-Straße aus, drei Minuten später hieß es wieder Alarm für den Stadtlöschzug aufgrund einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Amberger Möbelhaus.
Während die Kameraden aus der Friedrich-Ebert-Straße bekannt gaben, dass die betreffende Person unversehrt selbstständig die Türe geöffnet hat, meldete auch die Führung des Stadtlöschzuges Entwarnung von der Einsatzstelle Möbelhaus. Auch in diesem Fall handelte es sich um einen Fehlalarm.
Zahlen und Fakten zum Einsatz Luitpoldhütte
Alarmzeit / Einsatzende 14.49 / 16.54 Uhr
Mannschaft FF Amberg: 28 Mann
FF Amberg-Ammersricht: 13 Mann
Mannschaft auf Wache FF Amberg-Gailoh: 4 Mann mit Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser
FF Amberg- Karmensölden: 6 Mann mit Löschgruppenfahrzeug
Fahrzeuge FF Amberg: 2 Kommandowagen, 2 Löschgruppenfahrzeuge, 1 Drehleiter, 1 Tanklöschfahrzeug, 1 Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Sonderlöschmittel bzw. Abrollbehälter Atemschutz, V-LKW
FF Amberg-Ammersricht: 2 Löschgruppenfahrzeuge
Eingesetztes Gerät 12 Atemschutzgeräte plus Reserveflaschen, 2 Wärmebildkameras, 8 C-Rohre, 24 C-Schläuche, 21 B-Schläuche, Grundwerkzeug


