Feuer Luitpoldhütte, 23.09.2008

Knapp zwei Monate nach dem letzten Brand in der Luitpoldhütte geriet dort am späten Abend des 23.September 2008 erneut eine Filteranlage in Brand.

09_lh_2.jpgAls gegen 22 Uhr wurden die Mitarbeiter des Betriebes auf das Feuer aufmerksam. Umgehend informierten sie über Notruf die Einsatzzentrale der Feuerwehr. Der diensthabende Disponent löste gemäß Alarmplan um 22.02 Uhr Vollalarm für die Hauptfeuerwache sowie die Stadtteilwehr Amberg-Ammersricht aus. Die neu installierte Löschanlage wurde aktiviert und einige Mitarbeiter der Luitpoldhütte nahmen beherzt erste Löschversuche vor.

Die ersten Fahrzeuge rückten zwei Minuten später aus und trafen um 22.09 Uhr an der Einsatzstelle ein. Die Filteranlage stand bei Eintreffen der Einsatzkräfte in Vollbrand. Aufgrund der zu erwartenden umfangreichen Löscharbeiten forderte der Einsatzleiter umgehend weitere Atemschutzgeräteträger zusammen mit dem Abrollcontainer Atemschutz an. Um für eventuell folgende Einsätze im Stadtgebiet gerüstet zu sein, waren auf der Wache am Schießstätteweg sowie im Gerätehaus der Stadtteilwehr Amberg-Karmensölden Feuerwehrmänner in Bereitschaft.

In der ersten Einsatzphase wurden vier Trupps unter Atemschutz eingesetzt, um das Feuer auch im Inneren der Anlage bekämpfen zu können. Ein fünfter Trupp kontrollierte weitere, rückwärtige Teile der Anlage im Inneren des Betriebes. Zwischenzeitlich wurde festgestellt, dass sich das Feuer durch die Rohranlage in ein Kühlhaus ausgebreitet hatte. Auch hier wurde ein Trupp eingesetzt. Nach ersten Löscherfolgen wurden die ersten vorgehenden Trupps abgelöst. Wertvolle Dienste leistete der Abrollbehälter „Atemschutz“, wo sich nachfolgende Trupps ausrüsten konnten und die zentrale Atemschutzüberwachung durchgeführt wurde.
09_lh_1.jpgWährend ein Teil der Mannschaft im Inneren der Filteranlage vorging, wurde der Brand auch von außen bekämpft, wozu unter anderem die Drehleiter zum Einsatz kam.

Durch diesen umfassenden Löschangriff konnte der Einsatzleiter um 22.38 Uhr „Feuer unter Kontrolle“ an die Einsatzzentrale melden.

Nur der Einsatz von neun C-Rohren führte schließlich zum gewünschten Löscherfolg, sodass das Feuer um 23.30 Uhr schließlich aus war. Nach den Aufräumarbeiten rückten die Fahrzeuge gegen Mitternacht von der Einsatzstelle ab. Rund drei Stunden nach Alarmierung war die Einsatzbereitschaft in der Feuerwache wieder hergestellt. 


Zahlen und Fakten zum Einsatz 
Alarmzeit / Einsatzende 22.02 / 0.15 Uhr
Mannschaft 53 Mann (35 FF Amberg, 18 FF Ammersricht), davon 20 Mann unter schwerem Atemschutz;10 Mann auf Wache
Fahrzeuge Feuerwehr Amberg:
2 Löschgruppenfahrzeuge
1 Drehleiter 23/1
2
Wechselladerfahrzeug
AB Atemschutz,
AB Sonderlöschmittel
V-LKW
Kommandowagen
Feuerwehr  Amberg-Ammersricht:
2 Löschgruppenfahrzeuge
Vorausrüstwagen
Eingesetztes Gerät 20 Pressluftatmer, 9 C-Rohre, 15 B-Schläuche, 25 C-Schläuche, 2 Wärmebildkameras, Beleuchtungsgerät, diverses Werkzeug Kleinmaterial