Hochwassereinsätze im Stadtgebiet, 13.01.2011
Autor: Heinrich Scharf, Bm
Die allgemeine Hochwasserlage in der Region machte auch vor der Stadt Amberg nicht halt. Die Vils, die mitten durch die Amberger Altstadt verläuft, hatte bereits am 13.01.2011 Meldestufe 3 und kurz darauf Meldestufe 4 erreicht.
Am 13.01.2011 um 18.00 Uhr wurde mit 180 cm Pegelstand die kritische Marke erreicht, bei der die Ausuferungen der Vils in der Amberger Altstadt im Bereich der Schiffgasse und im weiteren Verlauf in der Schiffbrückgasse beginnen.
Den gesamten Tag bereits war das Städtische Sachgebiet „Katastrophenschutz“ sowie der Betriebshof unterwegs, um in den laut Hochwasseralarmplan gefährdeten Bereichen im Stadtgebiet Absperrmaßnahmen zu tätigen und zu ergänzen. Die Absperrungen waren zum Teil schon am 8. Januar errichtet worden, als das Wasser auf einen Pegelstand von 170 cm geklettert war.
Ab 17.30 Uhr gingen die Feuerwehr Amberg mit ca. 35 Mann und das THW Amberg mit ca. 30 Mann in den
Einsatz. Die gemeinsame Arbeit von Feuerwehr und THW bei der Bekämpfung des Hochwassers zeichnet sich durch professionelles und reibungsloses Miteinander aus, die Arbeitsbereiche sind klar zugeordnet und verzahnen sich ohne Probleme.
Als wesentliche Maßnahmen wurden in der Schiffgasse sowie der Schiffbrückgasse ein Notsteg für die Anwohner errichtet, parallel dazu die Hauseingänge und Zufahrten mit etwa 1.500 Sandsäcken gesichert. Hier kamen zuerst die ständigen Reserven mit dem AB-Sand zum Einsatz, etwa 1000 Sandsäcke wurden in
Handarbeit durch die Feuerwehr neu befüllt. An mehreren gefährdeten Stellen in der Altstadt wurden Sandsackdepots angelegt, um hier schnellen Zugriff zu gewährleisten.
Um ca. 00:30 waren diese Arbeiten für Feuerwehr und THW beendet.
Bereits in den frühen Morgenstunden des 14.01.2011 war die Feuerwehr bereits wieder unterwegs, um zahlreiche vollgelaufene Keller im Bereich der Altstadt auszupumpen. In diesen Fällen drückt das Grundwasser durch den hohen Wasserstand der Vils in die Keller.
Am 14.01.2011 um 09.00 Uhr wurde der Pegelhöchststand von 235 cm erreicht. Seitdem sinkt der Pegel, nach anfänglicher Stagnation, stetig, wenn auch ungewohnt langsam, so dass die Sicherungsmaßnahmen noch bestehen bleiben müssen.
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