Dachstuhlbrand in Etsdorf und Rauch aus Wohnung Batteriegasse - 18.9.2011

Gleichzeitig zu zwei Brandeinsätzen musste die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Amberg in der Nacht zum Sonntag ausrücken. Über die Polizeieinsatzzentrale wurde ein Dachstuhlbrand in Etsdorf in der Gemeinde Freudenberg gemeldet (02:49 Uhr) . Fast zeitgleich kam über Notruf 112 die Meldung in die Einsatzzentrale der Amberger Feuerwehr, dass in der Batteriegasse in Amberg aus einer Wohnung Rauch austritt (02:53 Uhr).

Der Disponent hatte bereits die Feuerwehren der Gemeinde Freudenberg, drei Wechselschleifen der Feuerwehr Amberg und die Feuerwehren Högling und Trisching aus dem Landkreis Schwandorf alarmiert.

Zum Einsatz Batteriegasse wurden dann ein Löschgruppenfahrzeug, die DLK 18/12 und der diensthabenden I-Dienst mit einem Kdow geschickt. Die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges musste sich mit Hilfe des Türöffnungswerkzeugs Zugang zu der Wohnung in Erdgeschoss schaffen. Der vorgehende Trupp konnte den schlafenden Bewohner in der verqualmten Wohnung aufwecken und ins Freie bringen. Auslöser für die Verqualmung waren Aufbacksemmeln, die im Herd vergessen wurden und dort verkohlten. Der Bewohner wurde dem Rettungsdienst übergeben und die Wohnung gelüftet.

09_Etsdorf_01Zum Einsatz Etsdorf rückten das Tanklöschfahrzeug, der Teleskopgelenkmast und der Schlauchwagen aus. Im Heibelrichtweg kam es vermutlich durch einen Blitzschlag zu einem Feuer. Beim Eintreffen der Ortsfeuerwehr brannte der Dachstuhl des zweistöckigen Mehrfamilienhauses bereits in voller Ausdehnung. Die Hausbewohner, die durch einen Knall geweckt wurden, konnten sich unverletzt ins Freie retten. Vom erst eintreffenden Kreisbrandmeister wurde weitere Hilfe der Feuerwehr Amberg angefordert. Daraufhin machten sich zwei Wechselladerfahrzeuge mit dem AB-Tank und dem AB-Atemschutz, sowie das nach dem Einsatz Batteriegasse wieder freie Löschgruppenfahrzeug zusätzlich auf den Weg nach Etsdorf.

Den von den Feuerwehren der Gemeinde Freudenberg vorgenommenen Innen- und Außenangriff mit fünf C-Rohren unterstützte die Besatzung des Teleskopgelenkmastes mit einen weiteren C-Rohr von oben. Das Wasser wurde hierfür aus dem öffentlichen Wassernetz und aus den Tanklöschfahrzeugen entnommen. Zeitgleich wurden drei B-Leitungen (eine händisch von den Gemeindefeuerwehren und zwei mittels den 09_Etsdorf_02Schlauchwagen der Feuerwehr Amberg) zum Dorfweiher, der rund 300 Meter von der Brandstelle entfernt liegt, aufgebaut. Durch die Besatzung des AB-Atemschutz wurde eine Atemschutzsammelstelle eingerichtet. Der massive Einsatz zeigte schnell Erfolg und das Feuer war rasch unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich aber in die Länge, da das Dachgeschoß nicht mehr betreten werden konnte. Als hilfreich erwies sich bei diesen Arbeiten der Teleskopgelenkmast.

Gegen 4:30 Uhr konnten die ersten Kräfte der Feuerwehr Amberg aus dem Einsatz herausgelöst werden. Zwei der drei B-Leitungen wurden abgebaut. Der Teleskopgelenkmast verblieb noch bis 6:30 Uhr an der Einsatzstelle. Um 7:19 Uhr rückte der V-LKW als letztes Amberger Fahrzeug in die Wache am Schießstätteweg ein.

Zahlen und Fakten zu beiden Einsätzen:

Batteriegasse:

Kdow, LF 16/12, DLK 18/12 10 Einsatzkräfte; Türöffnungswerkzeug, WBK

Etsdorf, Heibelrichtweg:

TLF 16/25, LF 16/12, TGM 32, SW 2000, 2 WLF mit AB Tank und AB Atemschutz, V-LKW 26 Einsatzkräfte; 34 B-Schläuche, WBK, div. Beleuchtungsgerät, 6 Atemschutzgeräte

Feuerwehr Etsdorf: TSF
Feuerwehr Freudenberg: TLF 16/25, LF 8, MZF
Feuerwehr Hiltersdorf: TSF
Feuerwehr Lintach: TSF
Feuerwehr Trisching (Landkreis Schwandorf): LF 10/6
Feuerwehr Högling (Landkreis Schwandorf): LF 8/6
UG-ÖEL Landkreis Amberg-Sulzbach: ELW 2
KBR, KBI, 2 KBM
Rettungsdienst: RTW + EL RD