Verkehrsunfall mit LKW auf der B 299 - Person eingeklemmt

Ein Todesopfer forderte ein schwerer Verkehrsunfall am Mittwoch, den 21.07.2004 kurz vor 13 Uhr, auf dem Autobahnzubringer B 299 von Amberg nach Ursensollen.

b299_1Zur genannten Unfallzeit befuhr ein 36-jähriger tschechischer Kraftfahrer mit seinem Sattelzug, auf dem er Fertighauselemente mitführte, die Bundesstraße 299 von Amberg Richtung Ursensollen. Im Bereich des Brückenbauwerks bei Oberhof geriet er offenbar aus Unachtsamkeit an der Engstelle mit seiner rechten Stoßstange gegen eine Betonplatte, die rechts zur Absicherung der Baustelle aufgestellt war.
Instinktiv reagierte er und riss den Lkw nach links und kam dabei auf die Gegenfahrspur. Dort näherte sich aus Ursensollen ein Milchtankwagen, der von einem 23-Jährigen gesteuert wurde. Der Fahrer des Milchwagens bemerkte das Ausweichmanöver des tschechischen Sattelzugs, bremste sein Fahrzeug fast bis zum Stillstand ab und versuchte, nach rechts auszuweichen. Der Fahrer des tschechischen Lastwagens war ziemlich weit auf die Gegenfahrspur geraten, riss kurz vor dem Milchlaster das Steuer herum, streifte ihn aber noch mit seinem Außenspiegel. Anschließend prallte der Milchlaster an das vordere Eck des Aufliegers des tschechischen Sattelzugs.
Dabei wurden vom tschechischen Lastwagen die aufgesteckten Holzspriegel des Planenaufbaus herausgerissen. Eine dieser Holzlatten wurde durch die Windschutzscheibe des Milchlasters geschleudert und traf den Fahrer im Brustbereich. Die daraus resultierende Pfählungsverletzung verletzte den Verunfallten lebensbedrohlich. Zudem wurde sein Laster beim Zusammenstoß derart deformiert, dass er im Fahrzeugwrack eingeklemmt war. Obwohl sofort ein Notarzt eingetroffen war und Rettungsmaßnahmen unternahm, verstarb der 23-Jährige noch an der Unfallstelle. Die zuständigen Feuerwehren der Gemeinde Ursensollen und der Stadt Amberg bargen den getöteten Fahrer aus der LKW-Kabine.
b299_2Der 23-Jährige war so schwer eingeklemmt, dass zwei hydraulische Rettungssätze zur Befreiung benötigt wurden. Ebenfalls war die Rettungsplattform im Einsatz, die sich wiederum sinnvoll bewährte. Der Unfallverursacher kam mit leichteren Blessuren davon. Er wurde von einem Amberg Feuerwehrarzt versorgt und zur stationären Beobachtung ins Klinikum Amberg eingeliefert. Die Bundesstraße 299 war von 13 Uhr bis etwa 17 Uhr total gesperrt. Umleitungsmaßnahmen wurden durch die Feuerwehren Amberg und Ursensollen vorgenommen. Die beiden Laster mussten abgeschleppt werden. Nach ersten Schätzungen ist ein Gesamtsachschaden von ungefähr 100.000 Euro entstanden.

Eingesetzte Kräfte: Kdow, MZF, RW 2, LF 16/12 mit 16 Einsatzkräften(davon zwei Feuerwehrärzte) unter Leitung von SBR Bernhard Strobl
Feuerwehren der Gemeinde Ursensollen: LF16/12, LF 8/6, MZF unter Leitung von KBR Franz Iberer Rettungsdienst: NEF, zwei RTW und einen Rettungshubschrauber