Dachstuhlbrand Hubertusstraße, 30.07.2017

Wenn auch die Ermittlungen zur Brandursache noch laufen, so ist aufgrund von Beobachtungen der Nachbarn ziemlich sicher von einem Blitzschlag auszugehen, der am Sonntagabend (30.07.17) ein Wohnhaus im Stadtteil Gailoh in Brand setzte.

Das Gewitter mit Starkregen zog gegen 18 Uhr über das Stadtgebiet, den Einschlag des Blitzes in Gailoh konnten auch viele Feuerwehrangehörige hören und sehen, die dann um 18:26 Uhr von der ILS alarmiert wurden. Mit dem Stichwort "Wohnhausbrand" rückten die Stadtteilfeuerwehr Gailoh sowie der Löschzug von der Hauptwache, im Einsatzverlauf ergänzt durch TLF 16/25, WLF mit AB AS und VLKW, zur Einsatzstelle aus.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte war bereits eine starke Rauchentwicklung aus dem Dachstuhl des 3-geschossigen Wohnhauses zu sehen. Die Ortsfeuerwehr Gailoh (TSFW) begann sofort mit einem Innenangriff und bereitete zwei C-Rohre im Außenangriff vor. Zwei weitere Trupps des Löschzugs unter schwerem Atemschutz folgten. Da sich das Feuer rasch durch Dachhaut gefressen hatte und der Dachstuhl nach kurzer Zeit bereits offen brannte, wurde ein weiteres C-Rohr über den TGM vorgenommen.

Der Löscheinsatz zeigte schnelle Wirkung, wenn ein Ausbrennen des gesamten Dachgeschosses wegen der schnellen Brandentwicklung auch nicht mehr verhindert werden konnte. Die Nachlöscharbeiten waren von größerem Aufwand. Ein Feuer im Bereich von Dachstühlen breitet sich in Bereiche aus, die von außen weder sichtbar noch mit Löschwasser erreichbar sind. Um ein erneutes Wiederaufflammen zu verhindern, müssen also Teile der Dachkonstruktion entfernt werden. In diesem Fall arbeiteten hier ein Trupp im Dachgeschoss sowie eine weiterer vom TGM aus Hand in Hand. Dachziegel, Teile des Gebälks sowie Bleche mussten entfernt werden, um versteckte Glutnester ablöschen zu können. Die Nachlöscharbeiten zogen sich somit gut über eine Stunde hin. Erst kurz vor 21 Uhr dann konnte die Einsatzstelle an die Polizei sowie die Bewohner übergeben werden und die letzten Fahrzeuge abrücken.

Der Sachschaden am derzeit nicht mehr bewohnbaren Wohnhaus beläuft sich auf rund 300.000 €. Ein größerer Personenschaden blieb glücklicherweise aus, zwei der Bewohner mussten mit einer Rauchgasintoxikation ins Klinikum eingeliefert werden. Groß war leider der Andrang an Schaulustigen, die aus dem benachbarten Wohngebieten teils mit ganzen Familien in die Hubertusstraße aufgebrochen waren. Sehr lobend ist dabei aber das Engagement der unmittelbaren Nachbarn des Brandobjektes zu erwähnen, die die Einsatzkräfte mit Getränken versorgten. Zu den 45 Einsatzkräften der Feuerwehr (9 Fahrzeuge) kamen die Kräfte des Rettungsdienstes und der Polizei.