Wohnhausbrand Schäflohe

 

Um kurz nach 6 Uhr wurden der Stadtlöschzug sowie die zuständige Ortsteilwehr Karmensölden am 15.April 2018 zu einem brennenden Balkon am Zeilerweg im Stadtteil Schäflohe alarmiert. Anwohner waren durch einen Knall geweckt worden und hatten dann den Brand in dem Wohnhaus entdeckt.

Der aus dem Stadtgebiet anrückende I-Dienst meldete als erster die schon von der B85 aus zu sehende Rauchsäule über dem Stadtteil. Seine erste Lage vor Ort: Ein rund 15m² großer Balkon eines Wohnhauses brennt in voller Ausdehnung, das Feuer greift bereits auf dem Dachstuhl über. Er lässt den Löschzug durch weitere, noch auf der Wache befindliche Kräfte ergänzen und das LF KatS nachrücken. Vor Ort beginnt derweil ein umfassender erster Löschangriff, die Stadtteilwehr Karmensölden sowie das HLF stellen je einen Trupp im Innenangriff, während zwei C-Rohre von außen vorgenommen werden. Ergänzt wird der Außenangriff durch ein C-Rohr aus dem Korb des TGM, dessen Fahrer trotz der schwierigen Lage am Hang souverän und rasch Stellung bezogen hatte.

Eine Ausbreitung des Feuers auf weitere Teile der Wohnung und des Dachstuhls, die jeweils schon stark in Mitleidenschaft gezogen worden waren, kann durch den schnellen und umfangreichen Einsatz verhindert werden. Das Löschwasser wird durch zwei Wasserversorgungen aus Unterflurhydranten bereitgestellt. Nach rund 30 Minuten kann der Brand als kontrolliert und kurz darauf auch als gelöscht gemeldet werden. Teile des Daches mussten für die Nachlöscharbeiten von außen durch die Besatzung des TGM geöffnet werden. Auch im Inneren der betroffenen Wohnung konnte man die Glutnester nur mittels Einsatz von Motorsägen erreichen und ablöschen, weil vor allem eine auf der Westseite des Daches angebrachte Photovoltaik-Anlage ein Herankommen erschwerte.

Der Einsatz konnte gegen 9 Uhr beendet werden. Eingesetzt waren sechs Fahrzeuge der Feuerwehr Amberg sowie die Stadtteilwehr Karmensölden mit beiden Fahrzeugen. Insgesamt waren knapp 50 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit zwei RTW, Notarzt und Einsatzleiter vor Ort. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden noch am Morgen durch die Polizei aufgenommen und dauern an.