Großübung „Rote Buche 2026“ – Waldbrandbekämpfung aus der Luft am Buchberg

Wer am Samstag einen Blick nach Schnaittenbach warf, konnte erahnen, was im Ernstfall auf die Einsatzkräfte zukommen kann: Ein angenommener Waldbrand am Buchberg bildete die Kulisse für eine groß angelegte Übung zahlreicher Organisationen.

Für uns als Feuerwehr Amberg und insbesondere für unsere Flughelfergruppe stand dabei die Zusammenarbeit mit den Polizeihubschraubern und den Bodeneinheiten im Mittelpunkt. Das Szenario war realitätsnah gewählt und orientierte sich an tatsächlichen Waldbrandlagen, wie sie auch in unserer Region jederzeit möglich sind.

Bereits am Morgen wurde deutlich, welche Dimension diese Übung hatte. Die Örtliche Einsatzleitung des Landkreises Amberg-Sulzbach bezog am Wanderparkplatz am Rotbühl Stellung, von dort aus liefen sämtliche Fäden zusammen. Während aus der Luft bereits erste Erkundungen, unter anderem über die Drohne des Landkreises, erfolgten, bereitete die Flughelfergruppen aus Amberg, Bayreuth und Cham am Boden die Wasseraufnahme und den Abwurf vor. Zeitgleich richteten wir die Fliegerische Einsatzleitung ein. Auf einer Wiese bei Sitzambuch hingen unsere Flughelfer die Löschwasserbehälter an die schwebenden Hubschrauber an – ein Arbeitsschritt, der höchste Konzentration und eingespielte Abläufe verlangt. Die Polizeihubschrauber „Edelweiß 7“ aus Bayern und „Passat 4“ aus Sachsen flogen anschließend im Pendelverkehr zum Otterweiher, nahmen dort Wasser auf und setzten es präzise über dem angenommenen Brandgebiet ab. Um die zu gewährleisten stellten die Flughelfer Taktische Abwurfkoordinatoren, kurz TAK. Deren Aufgabe ist es zum einen die Sicherheit im Abwurfgebiet für Bodenkräfte zu gewährleisten und zum anderen gezielte Löschwasserabwürfe zu koordinieren. Zudem wurde ein weiterer Landeplatz eingerichtet, an dem speziell Lasten ein- und ausgeflogen wurden. Besonders beeindruckend war dabei das exakte Zusammenspiel zwischen Luftfahrzeugen und Bodenkräften, die die Piloten einwiesen und den Wasserabwurf koordinierten.

Parallel dazu liefen weitere Übungsabschnitte. Am Boden wurden lange Schlauchleitungen aufgebaut, Verkehrswege gesichert und zusätzliche Einsatzlagen abgearbeitet. Auch die Versorgung eines verletzten Feuerwehrmannes im unwegsamen Gelände wurde realitätsnah trainiert. Bergwacht, Rotes Kreuz, Wasserwacht, THW, Polizei und zahlreiche Feuerwehren arbeiteten dabei eng zusammen und zeigten eindrucksvoll, wie wichtig abgestimmtes Handeln bei großflächigen Schadenslagen ist. Gerade bei Waldbränden, bei denen sich die Lage schnell verändern kann, ist eine funktionierende Kommunikation zwischen allen Beteiligten entscheidend.

Für unsere Flughelfergruppe war die Übung ein wichtiger Meilenstein im Jahr 2026. Die Zusammenarbeit mit den Flughelfern aus Cham und Bayreuth, den Polizeihubschrauberstaffeln sowie die taktische Abwurfkoordination im Einsatzgebiet konnten intensiv geprobt und weiter verbessert werden. Unterstützt wurde dies durch die Vor-Ort-Betankung der Hubschrauber durch den Betankungsanhänger der Bergwacht, wodurch die Standzeiten erheblich verkürzt wurden. Am Ende des Tages blieb die Erkenntnis, dass Ausbildung, Routine und gegenseitiges Vertrauen die Grundlage für erfolgreiche Einsätze sind. Genau dafür war diese Übung gedacht – damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und das Zusammenspiel von Boden und Luft reibungslos funktioniert.

Bedanken möchten wir uns bei allen Beteiligten, welche diese groß angelegte Übung ermöglicht hatten; insbesondere auch bei unseren benachbarten Flughelfergruppen für die Unterstützung.

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