In einer umfangreichen Samstagsaktion fand eine lange vorbereitete Maßnahme ihren vorzeitigen Abschluss. Der in der Oberpfalz äußerst beliebte Übungsbunker der Feuerwehr Amberg, untergebracht in einer ehemaligen Militäranlage in Atzlricht und regelmäßig von Feuerwehren auch überregional genutzt, hat ein neues Herzstück erhalten. Der bisherige Brandcontainer hatte aufgrund der enormen Hitzeentwicklung über viele Jahre hinweg sichtbar gelitten und entsprach nicht mehr den Anforderungen an einen sicheren und realistischen Übungsbetrieb.
Durch die Firma Bergler konnte ein ausgesonderter Abrollcontainer als Ersatz übernommen werden, der anschließend im Innenbereich dank der Firma Modellbau Blödt vollständig verstärkt und für den anspruchsvollen Brandübungsbetrieb hergerichtet wurde. Die Materialien zur Verstärkung wurden hierbei durch die Firma Herding bereitgestellt. Zum Schutz des Betonbodens lieferte die Firma Godelmann die erforderlichen Pflastersteine.
Am vergangenen Samstag war es schließlich so weit: Mit der Unterstützung des THW Amberg und dessen Teleskoplader sowie dank des neuen Wechselladerfahrzeugs der Feuerwehr Amberg mit Kran konnte zunächst der alte Container aus der Anlage entfernt und der neue Abrollcontainer gedreht, präzise positioniert und in den Bunker eingebracht werden. Nach einer körperlich fordernden und hoch konzentrierten Aktion konnte schließlich das erste Eröffnungsfeuer entzündet werden.
Der Leiter Atemschutz, Marcel Düssil, der die Maßnahme federführend geplant und organisiert hat, zeigte sich äußerst zufrieden und bedankte sich bei allen beteiligten Helfern, den unterstützenden Firmen sowie besonders beim THW Amberg für die hervorragende Zusammenarbeit. Mit dem neuen Brandcontainer ist die Übungsanlage nun wieder optimal aufgestellt, um eine realitätsnahe Ausbildung unter hohen Belastungen zu ermöglichen. Die Vorfreude auf die kommende Saison und die neuen Übungsmöglichkeiten sind entsprechend groß.
Die Bunkeranlage selbst bietet einzigartige Trainingsbedingungen, bei denen realistische Brandsituationen mit Feuer, hoher Wärmebelastung und vollständiger Nullsicht simuliert werden können. In mehreren Durchgängen werden dort unter anderem die Hitzegewöhnung, das taktische Vorgehen bei Türöffnungen mit Brandbekämpfung sowie die Personensuche im verrauchten Bereich intensiv trainiert. Alle Übungen verlangen höchste Konzentration, körperliche Ausdauer und ein eingespieltes Teamwork und zeigen eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßige und realistische Ausbildung für die Sicherheit der Einsatzkräfte ist. Ergänzend werden auch die Einsatzstellenhygiene vor Ort umfassend geschult, damit die Übungen optimal an reale Einsatzbedingungen heranführen.
