Einsatzreicher Start ins Altstadtfest-Wochenende für die Feuerwehr Amberg

Ein arbeitsreiches Wochenende liegt hinter den Einsatzkräften der Feuerwehr Amberg. Parallel zum Beginn des Altstadtfestes kam es im Stadtgebiet sowie im Landkreis zu einer Häufung von Einsätzen, bei denen die Hilfe der Feuerwehr Amberg gefragt war. Hierbei stellte die Mannschaft eindrucksvoll die Einsatzbereitschaft und Vielseitigkeit der Feuerwehr Amberg unter Beweis.

Freitag, 12.06.2026

12:05 Uhr Ausgelöste Brandmeldeanlage in einer Produktionsfirma am Bergsteig. Hier war ein Eingreifen nicht notwendig. Der ausgerückte Halbzug (LF 20 + TGM 32) konnte kurze Zeit später wieder auf die Wache am Schießstätteweg einrücken.

17:32 Uhr Rauchwarnmelder ausgelöst in einem Wohnheim am Haager Weg. Bereits auf der Anfahrt wurde von der ILS Oberpfalz Nord bestätigt, dass ein Bewohner Brandgeruch wahrnimmt. Beim Eintreffen stellte sich heraus, dass der Bewohner in einem Apartment gekocht hatte und Fett auf die heiße Herdplatte tropfte. Der Raum war verraucht. Mit Hilfe eines Hochleistungslüfters entrauchte die Besatzung des LF 20 die Räume. Die hausinterne Brandmeldeanlage wurde vom Betreiber mit Hilfe des Gruppenführers zurückgestellt.

17:52 Uhr Tragehilfe für den Rettungsdienst. Noch an der Einsatzstelle Haager Weg forderte die ILS Oberpfalz Nord über Funk die Feuerwehr Amberg zur Unterstützung des Rettungsdienstes in den Stadtteil Eisberg an. Schnell wurde das Fahrzeug einsatzklar gemacht und um 17:54 Uhr rückte das LF 20 in Richtung Eisberg aus. Hier war der Rettungswagen des BRK vor Ort. Mit vereinten Kräften brachte man eine Person aus dem ersten Stockwerk sicher und schonend zum Rettungswagen. Gegen 18:15 Uhr meldete sich der Florian Amberg 1/40/1 „einsatzklar Wache“.

19:14 Uhr Katze auf Hausdach Häustbergweg

Besorgte Bewohner aus der Straße hörten seit Stunden ein erbärmliches Jammern einer Katze, die auf einem zweistöckigen Gebäude im Schneefanggitter saß. Der diensthabende Zugführer fuhr zur Erkundung nach Raigering. Die Lage bestätigte sich. Die Drehleiter der Wache Amberg wurde angefordert sowie der zuständige Kommandant der Stadtteilfeuerwehr informiert. Die Katze war so ermüdet, dass sie sich ohne Weiteres vom Feuerwehrmann im Rettungskorb aufnehmen ließ und ohne Maunzen mit der Drehleiter zu Boden gebracht wurde. Dort ergriff sie jedoch sofort und ohne ein „Dankeschön“ die Flucht in den nächsten Garten. Einsatzende war um 20:01 Uhr.

20:16 Uhr Ausgelöste Brandmeldeanlage Regensburger Straße. In diesem Objekt hatte ein Rauchwarnmelder im Bereich einer Gastroküche ausgelöst. Beim Erkunden stellte man eine Verdampfung im Raum fest. Es handelte sich um normalen Küchendampf und nicht um eine Verrauchung. Die Anlage wurde wieder zurückgestellt und dem Betreiber übergeben. Der Halbzug konnte unverrichteter Dinge wieder auf die Wache einrücken.

20:55 Uhr Ausgelöste Brandmeldeanlage Regensburger Straße. Bereits eine halbe Stunde später löste wieder die selbe Brandmeldeanlage aus. Wiederum rückte der Halbzug aus. Es handelte sich hierbei um denselben Rauchwarnmelder wie um 20:16 Uhr. Der Betreiber des Hauses nahm daraufhin den einzelnen Melder heraus und schaltete die Anlage wieder scharf. Damit war das Problem gelöst und die Mannschaft rückte wieder ein.

22:57 Uhr „Brand Lagerhalle in Ursensollen“ lautete die Alarmmeldung. Hierzu wurden zahlreiche Feuerwehren des Landkreises und die Feuerwehr Amberg mit der Drehleiter alarmiert. Gegen 22:59 Uhr rückte der KdoW mit dem diensthabenden Zugführer, gefolgt von der DLK 18/12 und dem LF 16/12, nach Ursensollen aus. Bereits auf der Anfahrt konnte man den Feuerschein sehen. Vor Ort wurde man einem Einsatzabschnitt zugeordnet. Unsere Aufgabe war es, über die Drehleiter mit dem Wenderohr den Feuerüberschlag über die Brandmauer zur angebauten Lagerhalle zu verhindern und brennende Dachteile abzulöschen.

Durch die Feuerwehren der Gemeinde Ursensollen wurde ein umfassender Löschangriff von mehreren Seiten eingeleitet. Durch eine gezielte Riegelstellung konnte ein Übergreifen auf benachbarte Gebäudeteile verhindert werden. Die Feuerwehr Amberg unterstützte weiterhin mit Trupps unter Atemschutz die Brandbekämpfung mit zwei weiteren C-Rohren im Außenangriff. Der Bedarf an Atemschutzgeräteträgern und Atemschutzgeräten war hoch, sodass die Einsatzleitung gegen 23:30 Uhr den Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehr Amberg nachforderte. Es rückten das WLF 1 mit dem AB-A/S und der V-LKW BY aus. Weitere Geräteträger kamen noch von den Feuerwehren Ammerthal und Haselmühl. Auch die Feuerwehr Amberg stellte noch drei weitere Trupps zur Verfügung. Die Maßnahmen zeigten Erfolg und es konnte zeitnah „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch länger hin. Das Dach musste mit Hilfe eines Baggers geöffnet und abgetragen werden. Hier unterstützte die Besatzung der Drehleiter weiterhin die Löscharbeiten. Die ortszuständige Feuerwehr Ursensollen war noch bis in die Mittagsstunden des Samstags mit Brandnachschauen gebunden. Gegen 03:30 Uhr war das letzte Fahrzeug der Feuerwehr Amberg wieder auf der Wache am Schießstätteweg eingerückt. Durch den Abrollbehälter Atemschutz wurden die benötigten Atemschutzgeräte und Atemluftflaschen ausgegeben und die Feuerwehren der Gemeinde Ursensollen mit Leihgeräten versorgt. Gleichzeitig konnte mit dem V-LKW das verbrauchte Material der Atemschutzwerkstatt zugeführt werden. Bereits in der Nacht und am gesamten Wochenende wurden die verschmutzten Gerätschaften, Schläuche und die Kleidung wieder gereinigt und hergerichtet. Aber die Nacht war noch nicht vorbei.

03:15 Uhr Ausgelöste Brandmeldeanlage in einem Gastro-Betrieb in der Innenstadt. Beim Eintreffen des Zugführers war das Lokal noch gut gefüllt mit feiernden Gästen. An der Brandmeldeanlage war lediglich eine Störung aufgetreten. Zur Vorsicht wurden die Räumlichkeiten kontrolliert, jedoch ohne nennenswerte Feststellung. Die Meldeanlage konnte zurückgestellt werden. Der Betreiber kümmerte sich um die weiteren technischen Maßnahmen. Die An- und Abfahrt war zwar durch die diversen Aufbauten und Stände des Altstadtfestes verstellt, aber trotzdem gut befahrbar. Hier zeigte sich die gute Vorarbeit des Veranstalters in Besprechungen und Begehungen mit der Feuerwehr bzw. mit der Stadt Amberg. Gegen 03:50 Uhr rückte der Löschzug in die Feuerwache ein.

Der Sonntag verlief dann etwas ruhiger.

Um 07:34 Uhr wurde die Stadtteilfeuerwehr Ammersricht in die Dr.-Robert-Strell-Straße alarmiert. Dort wurde ein Baum auf der Fahrbahn gemeldet. Hier handelte es sich um einen größeren Ast, der mittels Motorsäge schnell entfernt wurde. Die Fahrbahn musste noch gereinigt werden.

13:06 Uhr Mittags war das Kleinalarmfahrzeug unterwegs zu einer notfallmäßigen Türöffnung in die Regensburger Straße. Der Einsatz der Feuerwehr war nicht erforderlich. Die Tür war bereits von der Polizei geöffnet worden.

Letzter Einsatz am Wochenende war dann Sonntagabend um 21:06 Uhr. Hier rückte das LF 20 zu einem brennenden Abfallbehälter in das Dreifaltigkeitsviertel aus. Der Mülleimer war bereits durch Anwohner abgelöscht worden. Nach einer Kontrolle mit der Wärmebildkamera und Nachlöscharbeiten mit der Kübelspritze rückte das Löschfahrzeug um 21:27 Uhr wieder in die Wache ein.

Das Wochenende zeigte die gesamte Bandbreite an Einsätzen einer Feuerwehr – von Fehlalarmen über eine Katze auf dem Dach bis hin zum Großbrand. Dank des schnellen und koordinierten Handelns konnten größere Schäden verhindert werden. Dank gilt auch der aktiven Mannschaft, die trotz Altstadtfest und sonstiger Freizeitaktivitäten die Alarme zuverlässig beantwortet hat.

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